Das sollte eigentlich eine klare Sache werden: Der unangefochtene Tabellenführer TSV 1860 trifft am Mittwoch, 14.3.2018 im Grünwalder Stadion auf den abgeschlagenen Letzten FC Unterföhring. Alles andere als ein Sieg der Löwen wäre in diesem (sehr kleinen) Derby eine Riesenüberraschung. Aber warum findet der eigentlich 31. Spieltag schon an diesem Mittwoch statt?

Löwen strotzen vor Selbstvertrauen

Markus Ziereis jubelt nach seinem Treffer zum 1:0., Foto: picture alliance / Sven Simon
Foto: picture alliance / Sven Simon

So mancher Münchner Fußballfan dürfte momentan mit ein wenig Nostalgie auf die Tabelle schauen. Da steht der TSV 1860 auf Platz 1 vor dem FC Bayern und der Gedanke an die Zeit, als sich die beiden Münchner Vereine auf Augenhöhe begegnet sind, dürfte zumindest für einen kurzen Euphorieschub sorgen.

Nun handelt es sich hier allerdings um die Tabelle der Regionalliga Bayern und der soeben genannte FC Bayern ist „nur“ die zweite Mannschaft des deutschen Serienmeisters. Nichtsdestotrotz ist der Titelkampf in der bayerischen vierten Liga deutlich spannender als in der Bundesliga.

Und das liegt vor allem an den Löwen, die zwar als Zweitliga-Absteiger mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet sind, aber diese Erwartungen eben auch erfüllen. Das zeigte sich beim 3:0-Sieg über Seligenporten am vergangenen Freitag. Die Löwen machten zwar trotz des deutlichen Ergebnisses kein gutes Spiel, aber sie holten sich die drei Punkte. Das Selbstvertrauen beim TSV ist derzeit vielleicht die größte Stärke: „Die Einstellung hat gestimmt“, betonte auch Doppeltorschütze Markus Ziereis (Foto), aber: „Wir müssen am Spielerischen arbeiten. Positiv ist, dass wir die Tore gemacht haben."

Darum wurde das Spiel vorverlegt

Tore machen und dann noch besser spielen – das dürfte auch der Matchplan von 1860-Coach Daniel Bierofka für die Partie gegen Unterföhring sein. Die Münchner Vorstädter kommen als krasser Außenseiter an die Grünwalder Straße und die Löwen sind wie der Stadtrivale von der Säbener heiß auf das „Triple“. „Wir haben jetzt zwei Mal zu Hause gewonnen. Das dritte Spiel wollen wir ebenfalls erfolgreich gestalten“, fordert Verteidiger Jan Mauersberger.

Gegen das Schlusslicht Unterföhring sollte das möglich sein, denn der Aufsteiger spielt eine äußerst durchwachsene Saison. Von den letzten 14 Spielen verlor das Team von Peter Faber 12, derzeit stehen die Unterföhringer mit nur 10 Punkten aus 23 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Bereits 11 Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Relegationsplatz und das bei einer Partie mehr, alles andere als der direkte Wiederabstieg wäre also für die Unterföhringer ein kleines Wunder.

Ach so, nur falls Ihr Euch wundert, warum das Spiel überhaupt am Mittwoch stattfindet, da es sich hier ja eigentlich um den 31. Spieltag handelt und die Partie ursprünglich auf den 2.4. terminiert war: Das Spiel wurde vorgezogen, weil die Pokalpartie zwischen den Löwen und Bayreuth wegen schlechter Platzverhältnisse abgesagt werden musste. Stattdessen findet nun eben das Pokalspiel am 2.4. statt.

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