Hat der Sex bald ausgedient? Das musikalische Stück „No Sex“ von Toshiki Okada an den Münchner Kammerspielen beschäftigt sich mit dem Phänomen der fehlenden Körperliebe.

Sind intime Momente zu anstrengend? Kommen wir mit digitalen, virtuellen Welten einfach schon besser zurecht? Oder ist das Nicht-Praktizieren von Sex auch ein Akt gegen eine männliche geprägte Kultur des körperlichen Begehrens? Sex spielt er nach Umfragen der Japan Family Planning Association schon für die Hälfte aller japanischen Ehepaare keine Rolle mehr, und knapp 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen hatten noch nie Sex. Ohne Sex leben, also? Und sich dabei die womöglichen Schwierigkeiten von Intimität sparen?

Toshiki Okada bringt in seiner bereits dritten Inszenierung an den Münchner Kammerspielen Akteure auf die Bühne, die in einer Karaoke-Bar Liebeslieder singen. Liebeslieder zwar, aber zur körperlichen Liebe kommt es wohl nicht... „No Sex“!
Top