Kundgebung: Zusammenstehen gegen Antisemitismus

Kundgebung "Zusammenstehen gegen Antisemitismus" in München, Foto: Presseamt München / Michael Nagy
Foto: Presseamt München / Michael Nagy

(8.6.2018) Unter dem Motto „Zusammenstehen gegen Antisemitismus“ hat Oberbürgermeister Dieter Reiter heute dazu aufgerufen, gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit den Münchner Juden zu setzen – mit oder ohne Kippa. Zugleich wurde an die Zerstörung der ehemaligen Münchner Hauptsynagoge vor 80 Jahren erinnert. Dass diese Solidarität den Münchnern ein großes Anliegen ist, zeigte der volle St.-Jakobs-Platz mit gut 2.000 Teilnehmern.

Aufruf von Oberbürgermeister Dieter Reiter

Kundgebung "Zusammenstehen gegen Antisemitismus" in München, Foto: Presseamt München / Michael Nagy
Foto: Presseamt München / Michael Nagy

„Die Häufung antisemitischer Übergriffe in den vergangenen Wochen entsetzt und erschüttert uns zutiefst. Sie ist Ausdruck eines gesellschaftlichen Klimas, in dem sich menschenfeindliche Einstellungen immer öfter in Form menschenverachtender Parolen und Taten entladen. Es ist unerträglich, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder bzw. immer noch in Angst vor Beschimpfungen und Beleidigungen, vor Ausgrenzung oder gar vor gewalttätigen Übergriffen leben müssen“, hieß es im Aufruf von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, den unter anderem das Institut für Zeitgeschichte, das Jüdische Museum München und die Weiße Rose Stiftung e.V. unterzeichnet haben – neben zahlreichen weiteren Unterstützern.

2.000 Teilnehmer auf dem St.-Jakobs-Platz

Kundgebung "Zusammenstehen gegen Antisemitismus" in München, Foto: Presseamt München / Michael Nagy
Foto: Presseamt München / Michael Nagy

Gut 2.000 Münchner sind dem Aufruf des Oberbürgermeisters gefolgt. "Ich freue mich, dass ein so breites Bündnis aus der Münchner Stadtgesellschaft meinen Aufruf unterstützt hat und dass so viele Münchnerinnen und Münchner ihm heute auf den Jakobsplatz – das neue Zentrum jüdischen Lebens in München – gefolgt sind.", so Reiter. Er schloß mit der Forderung: "Antisemitismus ist – egal in welchem Gewand – immer auch ein Angriff auf unsere liberale Gesellschaft, auf die Demokratie und die Grundwerte unseres Zusammenlebens. Wir alle sind deshalb dazu aufgefordert, Antisemitismus in jeder Form und in allen gesellschaftlichen Bereichen – gerade auch in unserem direkten Umfeld – entschieden entgegenzutreten."

Die vollständige Rede des Oberbürgermeisters vom 8.6.2018 (PDF)
Alle Informationen zum Aufruf des Oberbürgermeisters

Den Aufruf unterzeichneten:

AWO München-Stadt, Bayerischer Flüchtlingsrat, Bellevue di Monaco, DGB Region München, Erzbischöfliches Ordinariat München, Evangelisch-Lutherisches Dekanat München, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Griechisch-orthodoxe Metropolie in München und Deutschland, Institut für Zeitgeschichte, Jüdisches Museum München, Kreisjugendring München-Stadt, KZ-Gedenkstätte Dachau, Lichterkette e.V., Ludwig-Maximilians-Universität München, München ist bunt! e.V., Münchner Forum für Islam e.V., Münchner Stadtmuseum, NS-Dokumentationszentrum München, Weiße Rose Stiftung e.V.

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