Gamelan - das ist die Ensemble-Musik der indonesischen Inseln Java und Bali. Beim Internationalen Gamelan Musikfestival noch bis 17.6.2018 an verschiedenen Spielorten erlebt ihr ausgewählte international bekannte Gruppen und Künstler, die sich auf verschiedenste Art und Weise mit der Kultur der beiden Inseln künstlerisch auseinandersetzen. Geboten werden Konzerte an sechs Orten und eine Ausstellung im Stadtmuseum.

Programm zum Festival-Finale am 17.6.

Im Hof und der Sammlung Musik des Münchner Stadtmuseums steigt heute ab 14 Uhr das Finale des Festivals mit einem Wandelkonzert bis 20 Uhr.

Wayang Lemah – Open Air
Gamelan Salukat – Open Air
Kyai Fatahillah – Open Air
Lightbulb – Sammlung Musik
Gamelan Lila Cita – Open Air
Präpariertes Klavier: Peter-Michael Hamel – Sammlung Musik
Cara Bali – Open Air
Evergreen Club – Open Air
Jegog – Open Air
Kyai Fatahillah – Open Air
Gamelan Salukat – Open Air

40 Auftritte, 20 Gruppen, 300 Teilnehmer

Topeng Tua, Indonesischer Tanz beim Gamelan-Festival, Foto: Fotini Potamia
Foto: Fotini Potamia

Während des Festivals präsentierten bei über 40 Auftritten 20 Gruppen mit insgesamt 300 Teilnehmern an 6 unterschiedlichen Spielorten Gamelanmusik, darunter elf Uraufführungen.

Ein kleine und spezielle Gamelanart zur Begleitung des balinesischen Figurentheaters Wayang Lemah gab es am 13.6. um 19 Uhr im Orff-Zentrum München. Auch im Carl-Orff-Saal des Gasteigs waren einige Vorführungen: Beispielsweise performte am 14.6. die Gruppe „Gamelan Yogistragong“. Sie spielte traditionelle javanische Gamelanmusik und eine Auswahl an neuen Kompositionen.

Außerdem hatten sich viele semiprofessionelle Gruppen aus ganz Europa angemeldet: Unter anderem Yogistragong aus Lissabon oder Penempaan Guntur aus Barcelona.

Neben den Konzerten läuft bereits seit dem 17.5 eine Ausstellung, die 15 verschiedene Gamelan-Ensemble-Arten aus Java und Bali, jeweils mit Hörbeispielen, präsentiert.

Hintergrund: So kam Gamelan zu uns

Unterricht am Reyong-Gongspiel , Foto: Fotini Potamia
Foto: Fotini Potamia

In der westlichen Musikwelt erkannte der Komponist Claude Debussy (1862-1918) als erster die hoch entwickelte Kultur dieser Schlagwerkorchester nach seinen Besuchen der javanischen Gamelanaufführungen auf der Weltausstellung in Paris 1889. Durch ihn erlangte diese Musik im Westen ernsthafte Aufmerksamkeit.

Auch Carl Orff (1895-1982) war schon früh von Gamelan-Musik begeistert und sah Möglichkeiten einer musikpädagogischen Umsetzung für seine „elementare Musikerziehung”.

Seit über 30 Jahren gibt es auch im Münchner Stadtmuseum eine „Gamelanszene“. 1986 wurde extra ein vollständiges Gamelan aus Mitteljava für die Sammlung Musik auf Java angefertigt und anschließend im Münchner Stadtmuseum aufgestellt. Seitdem kamen bisher über 20.000 Menschen durch Führungen und Workshops mit dieser musikalischen Hochkultur direkt in Berührung.

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