1997 reichten Rudolf Herz und Reinhard Matz für den Berliner Wettbewerb zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas den Vorschlag „Überschrieben. Mahnmal für die Ermordeten Juden Europas“ ein.

Ihr Entwurf sah vor, einen Kilometer der Autobahn A7 bei Kassel zu pflastern. Eine Schilderbrücke kündigt in beiden Richtungen das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas an. Die Geschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt. Das ursprünglich vorgesehene Gelände in Berlin sollte veräußert und der Erlös als Gründungskapital für die Stiftung zur Unterstützung heute verfolgter Minderheiten verwendet werden. Herz und Matz wollten mit dem Entwurf die Möglichkeiten der Denkmalkunst, Erinnerungen lebendig zu halten, kritisch befragen.

Den Wettbewerb gewann letztlich Peter Eisenman mit seinen mehr als 2.700 Beton-Stelen, die in der Nähe des Brandenburger Tors aufgestellt wurden.

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren Rudolf Herz und Daniela Stöppel (Kunsthistorikerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kuratorin und Kritikerin) über die politischen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse der Erinnerungskultur durch Denkmalkunst.
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