Am 12. und 13.1.2019 kommt das Punk-Rock-Musical "American Idiot" aus der Feder von Green Day für wenige Vorstellungen in die Tonhalle. Frisch, laut, jung und aggressiv präsentiert sich dieses Musiktheater fernab der gängigen Klischees die Musicals typischerweise anhaften.

Vom Konzeptalbum zum Broadway-Musical

Szene aus American Idiot, Foto: Agnes Wiener/ Niklas Wagner
Foto: Agnes Wiener/ Niklas Wagner

Das Punk-Rock-Musical basiert auf dem gleichnamigen, 2004 erschienen Konzeptalbum der amerikanischen Punkrocker Green Day. Frontmann Billie Joe Armstrong und seine Band werfen einen äußerst kritischen Blick auf die amerikanische Gesellschaft und stellen die Frage nach dem Sinn des Lebens in den USA nach dem 11. September.

Die Musical-Adaption feierte 2010 seine Premiere am New Yorker Broadway. In einigen Vorstellungen stand sogar Billie Joe Armstrong als Hauptdarsteller mit auf der Bühne, davon abgesehen laufen die Vorstellungen des Musicals aber komplett unabhängig von der Band Green Day. Erst vor einem Jahr feierte die deutschsprachige Erstaufführung seine Premiere in Frankfurt/Main – diese Produktion kommt nun für zwei Tage nach München.

Gesellschaftskritik als Punk-Konzert

Szene aus American Idiot, Foto: Agnes Wiener/ Niklas Wagner
Foto: Agnes Wiener/ Niklas Wagner

Auf der Suche nach einem Sinn in ihrem Leben verzweifeln die drei jugendlichen Freunde Johnny, Will und Tunny in dem amerikanischen Kaff, in dem sie aufgewachsen sind. Johnny flüchtet in die Großstadt, rutscht in die Drogensucht ab, versucht die große Liebe zu finden, durchlebt aber statt dessen mit seinem Alter-Ego St. Jimmy Höhen und Tiefen durchlebt. Tunny lässt sich zum Dienst bei der Army verführen, wird eingezogen, im Irak-Krieg verwundet und kehrt als Kriegsveteran zurück. Währenddessen bleibt Will in der kleinen Vorstadt und versucht, als unmittelbare Folge einer ungewollten Schwangerschaft, mit seiner Freundin Heather eine Familie zu gründen.

Alle Songs vom Album wie "Wake Me Up When September Ends", "Boulevard of Broken Dreams" und natürlich das titelgebende "American Idiot" wurden zugunsten der besseren Verständlichkeit zwar ins Deutsche übersetzt, haben dabei aber nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren.

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