Ein Sommernachtstraum Foto: Arno Declair

Ein Sommernachtstraum

Mo, 14.10.19, 19:30 Uhr

Münchner Volkstheater

Brienner Str. 50
80333 München
theater@muenchner-volkstheater.de

Knallbunter Shakespeare-Klassiker im Münchner Volkstheater

Regisseur Kieran Joel führt Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in einer knallbunten Szenerie auf - und fragt nach der Bedeutung der romantischen Liebe.

Ist romantische Liebe noch aktuell?

Szene aus Ein Sommernachtstraum, Foto: Arno Declair
Foto: Arno Declair

Liebeschaos im Wald von Athen: Helena liebt Demetrius. Demetrius aber will von ihr nichts mehr wissen, seit er ihre Freundin Hermia erblickt hat. Diese flieht heimlich mit ihrem Geliebten Lysander aus Athen, denn vor den Toren der Stadt hofft das Paar auf einen Neuanfang. Bald irren die Liebenden verloren durch den Wald und gelangen ins Elfenreich von Titania und Oberon, wo Ehekrieg herrscht.

Kieran Joels Inszenierung der Shakespeare-Komödie aus dem 16. Jahrhundert wirft  die Frage auf, ob die Vorstellung von der romantischen Liebe, der die Figuren so verzweifelt hinterherjagen, tatsächlich überholt ist. Oder ist sie eine Hoffnung, die über Bord zu schmeißen, noch immer einen der letzten Glaubenssätze des modernen Menschen empfindlich berührt? Die Liebenden, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird, tragen in seiner Inszenierung alle das gleiche Kostüm – wohl eine Anspielung auf die Austauschbarkeit von Verliebten. Bühnenbild, Lichteffekte und Kostümierungen wurden von Belle Santos peppig und bunt gestaltet.

Zweites Shakespeare-Werk des jungen Regisseurs

Regisseur Kieran Joel eröffnete bereits die vergangene Spielzeit am Volkstheater mit „Romeo und Julia“. Nun setzt er mit dem „Sommernachtstraum“ seine Auseinandersetzung mit Shakespeare fort und geht erneut den Triebfedern des menschlichen Begehrens nach, das bei ihm zum bizarren Albtraum wird, aus dem es kein Erwachen mehr zu geben scheint.

Der junge Regisseur Kieran Joel erhielt 2017 sein Regie-Diplom mit Auszeichnung von der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Zu seinen bisherigen Inszenierungen gehören unter anderem „Johanna d’Arc“  und „Don Karlos“ nach Friedrich Schiller.

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