Dichtung ist Revolution | Was ist Demokratie?

Mo, 18.03.19, 09:30 - 17:30 Uhr | Weitere Termine

Monacensia im Hildebrandhaus

Maria-Theresia-Str. 23
81675 München
Anlässlich des 100. Jubiläums der Novemberrevolution in Bayern widmet sich die Monacensia im Hildebrandhaus mit der Ausstellung „Dichtung ist Revolution“ der Rolle der Schriftsteller in Revolution und Rätezeit und stellt die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Politik. Vom 9.11.18 bis 30.6.19 ist die Ausstellung zu sehen. Eröffnung ist am 8.11.2019 um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im November 1918 ruft Kurt Eisner in München den „Freistaat Bayern“ aus, die Monarchie ist beendet und die Demokratie zum Greifen nah. Der drängende Wunsch nach Frieden und einer neuen Gesellschaftsordnung bringt Menschen unterschiedlichster politischer Richtungen zusammen: Soldaten, Arbeiter und Arbeiterinnen ebenso wie intellektuelle Kriegsgegner und Kriegsgegnerinnen. Auch zahlreiche Schriftsteller sind an den Ereignissen beteiligt. Mit Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und Ernst Toller nimmt die Ausstellung „Dichtung ist Revolution“ diejenigen Schriftsteller in den Blick, die zu wichtigen politischen Akteuren werden. Dem dichterischen Wort messen sie eine große Kraft für den gesellschaftlichen Wandel bei. Für ihre gegenrevolutionären Widersacher sind diese vier Schriftsteller schnell auf einen Nenner gebracht: „jüdische Literaten“, „landfremde Elemente“, „politische Hochstapler“ und „bolschewistische Agitatoren“. Ihre jüdische Herkunft wird von der Gegenrevolution für antisemitische Hetze instrumentalisiert.

Die Ausstellung präsentiert anhand zahlreicher biografischer Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe, Objekte und Fotografien das Leben und Wirken der vier Schriftsteller. Die historischen Umbrüche werden insbesondere durch die umfangreiche Flugblattsammlung der Monacensia erfahrbar.

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