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Macht Euch gefasst auf ein elektrisierendes Spektakel im Residenztheater. Unglaubliche neun Tonnen Stahl bilden die Kulisse für Ulrich Rasches Inszenierung von „Elektra“, die am 15. Februar 2019 im Residenztheater Premiere feierte. „Elektra“ ist nach den viel beachteten „Räubern“ die zweite Regiearbeit des Regisseurs am Residenztheater und ist von Ende April bis Anfang Mai 2019 zu sehen.

Darum geht's

Elektra im Residenztheater, Foto: Thomas Aurin
Foto: Thomas Aurin

Elektras Mutter Klytämnestra hat gemeinsam mit ihrem Geliebten ihren Gatten Agamemnon erschlagen und die Herrschaft in Mykene übernommen. Elektra wird sich damit nicht abfinden. Das vergangene Unrecht ist ihre Gegenwart, das Zentrum ihres Verständnisses von sich und der Welt. 

Hugo von Hofmannsthals Adaption des klassischen Stoffs von 1903 dreht sich nicht um Recht und tragische Verstrickung, in ihr rotieren die Figuren um ein leeres Zentrum: den toten Vater. Erinnern wie Vergessen sind psychische Extremzustände, welche die drei Frauen, neben Elektra und Klytämnestra noch deren andere Tochter Chrysothemis, in mancher Hinsicht mehr zu verbinden scheinen als zu trennen. Mehr »

Ein aufreibendes Bühnenerlebnis

Elektra im Residenztheater, Foto: Thomas Aurin
Foto: Thomas Aurin

In einer eindrucksvollen Bühnenmaschine kreisen die drei Frauenfiguren gespielt von Katja Bürkle, Juliane Köhler und Lilith Häßle auf einem gewaltigen Diskus um sich selbst. Sie sind erfüllt von Rache, Schuld und Sehnsucht. Klytämnestra, die mithilfe ihres Geliebten ihren Gatten Agamemnon ermordete, ihre auf Rache sinnende Tochter Elektra und deren von Sehnsucht nach Normalität erfüllte Schwester. – In Ulrich Rasches Inszenierung erfahren die drei Protagonistinnen eine Deutung, die sich im stimmkräftigen Kollektiv des Chores bündelt. Neben den acht Chormitgliedern sind noch sechs Live-Musiker auf der Bühne des Residenztheaters zu erleben.

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