Unter dem Titel "The One Woman Group Exhibition" zeigt die Villa Stuck vom 14.2. bis 5.5.2019 zeitgenössische Schmuckkunst von Karen Pontoppidan. Ihre Schmuckstücke haben keinen rein ästhetischen Sinn, sondern in den Objekten setzt sich die Künstlerin mit gesellschaftlichen Themen auseinander. Die öffentliche Vernissage ist am 13.2.2019 ab 19 Uhr.

Schmuck mit gesellschaftspolitischer Relevanz

The One Woman Group Exhbition, Installationsansicht, Foto: Jann Averwerser
Foto: Jann Averwerser

Karen Pontoppidan hat sich im Laufe ihrer Karriere vollständig vom klassischen Dogma des Schmuckdesigns abgewandt. Ihre Werke stehen nicht für sich selbst, sondern reflektieren den gesellschaftlichen Wandel. Fragen zu Identität und Geschlecht oder die Frage nach politischem und sozialem Auftrag der Kunst werden von Karen Pontoppidan in den Arbeiten thematisiert.

Schon während ihres Studiums beschäftigt sie sich mit Empfindungen wie Ekel und Hässlichkeit, was im Schmuckdesign normalerweise verpönt ist. In der Werkgruppe „Knell – The Gender Bell“ (2016/18) wird das Thema der Stimme, ihres Raumes, ihrer Tragweite und Daseinsberechtigung in glockenartigen Anhängern verarbeitet, welche durch einen integrierten Klöppel auch dezente Töne hervorbringen können.

Die Villa Stuck präsentiert etwa 150 Arbeiten der Künstlerin aus den vergangenen zwanzig Jahren. Die Werke sind so vielfältig und auf den ersten Blick sogar in widersprüchlich erscheinender Ästhetik, dass der Ausstellungstitel „The One Woman Group Exhibition“ gewählt wurde. Die konventionelle Publikumserwartung und vermeintlich fest bestehende Künstlerbilder und Werkkonzeptionen werden in der Ausstellung bewusst durchbrochen.

Die dänische Künstlerin Karen Pontoppidan (*1968) ist seit 2015 Professorin an der Akademie der Bildenden Künste München.

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