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Das humorvolle Ballett von Roland Petit behandelt das Thema um die Idealisierung des perfekten Menschen mit einem Augenzwinkern.

Zur Handlung

Frei nach dem Prinzip „Frankenstein“ erschafft sich der einsame Möchtegern-Magier Dr. Coppélius eine weibliche Holzpuppe namens Coppélia, die er nur zu gerne zum Leben erwecken möchte. Der junge Franz, der eigentlich mit Swanilda verlobt ist, verliebt sich in Coppélia, ohne zu bemerken, dass es sich bei dem Objekt seiner Begierde um eine Holzpuppe handelt, die nur regungslos und passiv im Fenster sitzen kann. Als Franz in das Haus des Doktors einbricht um Coppélia zu erobern, wird er von ihrem Schöpfer überrascht. Coppélius sieht in dem jungen Verehrer die Möglichkeit dessen Lebensgeister mithilfe eines „magischen“ Elixiers auf seine stumme Puppe zu übertragen und sie dadurch endlich zum Leben zu erwecken. Jedoch haben weder Franz noch Coppélius mit Swanilda gerechnet, die sich aus Neugierde schon früher ins Haus geschlichen und Coppélias‘ Platz eingenommen hat. Swanilda reagiert auf den faulen Zauber und erwacht nun vorgeblich vor den Augen ihrer beiden "Verehrer" zum Leben.

Werkgeschichte und Choreographie

Mit viel Humor und Augenzwinkern greift Roland Petits Choreographie von Coppélia (1975) das zeitlose Thema der Idealisierung des perfekten Menschen auf. Uraufgeführt wurde das Ballett im Jahr 1870 unter dem Titel Coppelia oder Das Mädchen mit den Glasaugen nach der literarischen Vorlage von E.T.A. Hoffmanns Nachtstück Der Sandmann. Petit lässt in seiner Version marionettenhaft synchronisierte Formationen von Soldaten auf die stilisiert affektierten Bewegungen der Frauen treffen. Die Tänzer erscheinen immer wieder als „Revue-Pin-ups mit Show-Effekt, kokett wackelnden Schultern und schillernden Jazzhands“.

Bayerische Staatsoper, Nationaltheater, München, Foto: Wilfried Hösl
Foto: Wilfried Hösl

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