Eine Klang-Bild-Komposition von Julia Wahren.

Wie klingt der letzte Lebensabschnitt eines Menschen? Oft verschwinden diese Klänge hinter geschlossenen Türen. Die Künstlerin Julia Wahren verschafft der Welt des Alters Gehör. Sie trifft alte Menschen, hört zu, sammelt Erzählungen und Geräusche, Geschirrklappern, tickende Tischtennisbälle, alte Lieder, schafft daraus die Tonspur, verdichtet sie mit assoziativer Musik des Posaunisten Christofer Varner. Die Projektionen des New Yorker Fotografen Reiner Leist sind das visuelle Pendant zum Klang. Ton und Bild erreichen die Passanten im Wortsinn „beiläufig“, bleiben als künstlerische Aussage jedoch nachhaltig im Gedächtnis haften.

Am Mittwoch, 23. Oktober gibt es um 19 Uhr einen Artist Talk mit Julia Wahren im Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Nan Mellinger.

„Schluss.Ton“ von Julia Wahren ist das letzte Projekt der diesjährigen Reihe der Kunst im öffentlichen Raum „Frequenzen“, die sich mit den akustischen Dimensionen der Stadt beschäftigt. Die Reihe umfasst von Mai bis Oktober 2019 insgesamt acht Projekte. Kunst im öffentlichen Raum ist ein Programm des Kulturreferats der Landehauptstadt München.

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