Eunkyung Jeong (Seoul | Amsterdam)

Eunkyung Jeong geht anhand von rund 70 Zeichnungen und einer Videoinstallation ihrer Lebens- und Familiengeschichte auf den Grund. Ihre Biografie sieht die Künstlerin als symptomatisch an – für die Möglichkeiten der Persönlichkeitsentfaltung, die koreanischen Frauen in einer vom Konfuzianismus geprägten Gesellschaft zur Verfügung stehen. Obwohl dieser heute nicht mehr Südkoreas offizielle Staatsphilosophie ist und kaum mehr nach alter Tradition praktiziert wird, bleiben konfuzianische Denkweisen tief im Alltag verwurzelt. Sie sichern die patriarchale Prägung der Gesellschaft und sorgen dafür, dass primär Männer vom gigantischen Wirtschaftswachstum des Landes profitieren. Eunkyung Jeong untersucht anhand der Geschichte ihrer Mutter und ihres Namens Möglichkeiten der Identitätsbildung und positioniert sich zu stereotypen Rollenbildern. Mit Taschenlampen ausgerüstet betritt das Publikum ihre Installation. Beim Betrachten der Zeichnungen und dreier Videos, die in Dauerschleife zu sehen sind, werden sie Zeugen dessen, wie die Künstlerin sich an ihren Wünschen entlang hangelt, um zu einer selbstbestimmten Identität zu gelangen.

In englischer Sprache.
Einlass alle 30 Minuten | 12 Personen pro Slot.

Eintritt frei
Top