Die Sieger des Boulder Weltcup 2018

Janja Garnbret beim Boulder Weltcup 2018, Foto: Marco Kost/DAV
Foto: Marco Kost/DAV

Deutsche Kletterer verpassen Spitzenplatzierungen in München

(19.8.2018) Die deutschen Kletterer haben beim Finale der Boulderweltcup-Serie im Olympiastadion den Einzug in die Endrunde und damit auch Spitzenplatzierungen verpasst. Das slowenische Team räumte groß ab, holte die zwei Tagessiege, einen zweiten Platz und mit Jernej Kruder auch den Boulderweltcup-Gesamtsieg.

Alma Bestvater und Alexander Averdunk beste Deutsche

Alex Averdunk beim Boulder Weltcup 2018, Foto: Marco Kost/DAV
Foto: Marco Kost/DAV

Alma Bestvater vom Deutschen Alpenverein (DAV) Weimar war am Samstag mit Position zwölf beste Deutsche, Afra Hönig (DAV Landshut) landete auf Rang 27. Den Sieg holte sich Janja Garnbret (großes Foto) aus Slowenien vor der Japanerin Miho Nonaka. Bei den Männern wurde Alexander Averdunk (DAV München-Oberland, Foto) als bester Deutscher Elfter vor Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main), der Position zwölf belegte. Den Sieg holte sich Gregor Vezonik vor seinem slowenischen Landsmann Jernej Kruder.

Kruder holte sich den Sieg im Gesamtweltcup, bei den Frauen lag die Japanerin Nonaka ganz vorne. «Natürlich ist es schade, dass wir keinen Athleten im Finale sehen», sagte Bundestrainer Urs Stöcker, «allerdings muss man die Leistung des gesamten Teams hoch anrechnen.»

Insgesamt waren rund 250 Sportlerinnen und Sportler aus 38 Nationen in München vertreten. Die WM im September in Innsbruck ist die nächste wichtige Standortbestimmung. In zwei Jahren in Tokio werden erstmals Olympia-Medaillen an Kletterer vergeben.

Die Ergebnisse des BWC München

Damen
1. Janja Garnbret (SLO)
2. Miho Nonaka (JPN)
3. Akiyo Noguchi (JPN)

Herren
1. Gregor Vezonik (SLO)
2. Jernej Kruder (SLO)
3. Jakob Schubert (AUT)

Bouldern: Akrobatik ohne Seil

Boulderweltcup, Foto: DAV
Foto: DAV

Beim Bouldern wird ohne Seil bis zu einer Absprunghöhe von circa vier Metern geklettert. Die Kletterer versuchen die von Überhängen und vertrackten Winkeln erschwerten Routen mit möglichst wenigen Versuchen zu durchsteigen. Dafür brauchen sie eine enorme Körperbeherrschung, Kreativität und oft akrobatische Bewegungen. Weichbodenmatten federn eventuelle Stürze ab.

Die Platzierungen richten sich in erster Linie nach der Zahl der erfolgreich gekletterten Boulder. Für eine erfolgreiche Wertung muss der Top-Griff mit beiden Händen drei Sekunden lang berührt werden. Herrscht hier Gleichstand, zählt als nächstes die Anzahl der erreichten Zonen. Eine „Zone“ ist ein spezieller Griff in der Route, den man erreichen muss. Herrscht auch hier Gleichstand, zählen die Versuche, die man für alle erfolgreich gelösten Boulderprobleme gebraucht hat und danach die Versuche, die ein Athlet benötigte, um den Zonengriff zu erreichen.

(dpa/muenchen.de)

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