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Visionen und Wirklichkeit.  Kunst für die Olympischen Spiele in München 1972 Foto: Archiv Ruhnau

Visionen und Wirklichkeit. Kunst für die Olympischen Spiele in München 1972

Mo, 08.08.22, 13:00 - 19:00 Uhr | Weitere Termine

Rathausgalerie | Kunsthalle

Marienplatz 8
80331 München

50 Jahre Olympia: Ausstellung über das Kunstprogramm der Spiele von 1972

Der künstlerische Spirit von 1972 in der Rathausgalerie Kunsthalle am Marienplatz

Wie wirkte die Kunst für die Olympischen Spiele 1972 in München und was blieb von ihr bestehen? Die Ausstellung "Visionen und Wirklichkeit" vom 30. Juni bis 11. September 2022 in der Rathausgalerie Kunsthalle vermittelt den künstlerischen Spirit der Zeit mit überraschenden Dokumenten. Die Kuratorinnen bieten zusätzliche Führungen nach Anmeldung an.

Veranstaltungsreihe des Kulturreferats

Die Beiträge über das Programm zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele München 1972 aus der städtischen Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg in die Zukunft 1972–2022–2072“ sind mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt abgestimmt. 

Kunststars für den Olympischen Sommer

Visionen und Wirklichkeit, Foto: Mark Kujath
Foto: Mark Kujath

Klotzen statt kleckern, das galt für das Kulturprogramm bei den Olympischen Spielen in München 1972: Es sollte ein Gesamtkunstwerk aus Design, Architektur, Kunst und Kultur geschaffen werden. Das war die Vision der Initiatoren NOK-Präsident Willi Daume und Münchens OB Hans-Dieter Vogel. Für die künstlerische Gestaltung von Olympiadorf und Olympiapark luden sie namhafte Künstler der damaligen Zeit ein, Entwürfe einzureichen - es seien nur Jean Tinguely, Hans Hollein oder Andy Warhol genannt.

In der Ausstellung in der Rathausgalerie wird erstmals ein umfassender Blick auf die Kunst für Olympia 1972 geschaffen - mit zahlreichen Dokumenten, Kunstwerken, Filmen und Fotos.

Video: "Visionen und Wirklichkeit" – Rundgang durch die Ausstellung mit Kulturreferent Anton Biebl

Olympia als progressives Gesamtkunstwerk

Aufbau der Spielstraße 1972, Foto: Olympiapark
Foto: Olympiapark

Ein weltoffenes München für ein modernes, demokratisches Deutschland: Dieser progressive Gedanke spiegelte sich im Kulturprogramm für Olympia wider. Die Kunst sollte erlebbar für alle sein und mehr als ein Randereignis neben dem Sport.

Allen voran setzte Otl Aicher mit seinem farbigen Grafikdesign Maßstäbe für die Gestaltung, die immer noch lebendig wirken. Die Architektur des Olympiaparks mit dem Zeltdach genießt heute noch Weltruf. In den olympischen Stätten oder der Spielstraße eroberte Kunst den öffentlichen Raum.

Doch nicht alle visionären Konzepte wurden umgesetzt oder überdauerten die 50 Jahre wie die 2009 abgerissene "Wasserwolke" im Olympiasee. Auch Warhol beteiligte sich schließlich nicht mit einem Entwurf. Auf diese verpassten Chancen geht die Ausstellung ebenfalls ein.

Kuratorinnenführungen nach Anmeldung

Um einen noch tieferen Einblick in die Ausstellung und die revolutionären Ansätze der künstlerischen Projekte zu geben, bieten Kuratorin Dr. Elisabeth Hartung und Co-Kuratorin Dr. Friederike Schuler in den kommenden Wochen zusätzliche Führungen an:

  • Sonntag, 14. August um 14 Uhr mit Dr. Elisabeth Hartung
  • Mittwoch,  17. August um 18 Uhr mit Dr. Elisabeth Hartung
  • Sonntag, 11. September um 14 Uhr mit Dr. Elisabeth Hartung
     
  • Bitte meldet euch vorab an unter: kontakt@muenchen1972-2022.de

Die Spielstraße ist erstmals wieder virtuell erlebbar

Visionen und Wirklichkeit: Spielstraße, Foto: Mark Kujath
Foto: Mark Kujath

Die Kunst bei Olympia sollte dem Museumsbetrieb neue Impulse verleihen: Die internationale Avantgarde aus Amerika und Ausstellungsprojekte in der ganzen Stadt brachten frischen Wind in die Szene. Das bayerische Brauchtum und die kritische Jugend sollten miteinander versöhnt werden. So jedenfalls die Hoffnung.

Eine radikale und fortschrittliche Idee war die Spielstraße, ein freies Angebot für alle im Olympiapark. Hier schufen internationale Künstler*innen Aktionen für die Besucher*innen zum Mitmachen - und dabei sparten sie nicht an Kritik am kommerzialisierten Sport. Bis zum tragischen Olympia-Attentat, das für das gesamte Kunstprogramm das Aus bedeutete. Die Ausstellung macht die legendäre Spielstraße virtuell wieder begehbar und das mit Original-Aufnahmen und -Kunstwerken.

Olympia-Kunst für das "Weltkulturerbe Olympiapark" wiederentdecken

Visionen und Wirklichkeit, Foto: Mark Kujath
Foto: Mark Kujath Kulturreferent Anton Biebl, Anita Ruhnau (Projektleiterin Bildende Kunst Spielstraße 1972), Kuratorin Dr. Elisabeth Hartung und Olympiapark-Geschäftsführerin Marion Schöne bei der Pressevorstellung

Die Kunst für die Olympischen Spiele soll vor dem Vergessen bewahrt werden, auch im Hinblick auf ein mögliches "Weltkulturerbe Olympiapark". Für das Kulturreferat hat Kuratorin Elisabeth Hartung diese Kunst aufgespürt, aufgearbeitet und in der Ausstellung zusammengestellt. Eine interdisziplinäre Konferenz am 9./10. September diskutiert über die Ideen von 1972 und will herausfinden, was vom damaligen Kunst-Spirit noch erinnernswert und - mehr noch - für die Zukunft wegweisend ist.

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