Geschichte der Auer Dult

Die Auer Dult früher, Foto: LHM-RAW
Foto: LHM-RAW

Verschärfte Corona-Regeln ab 2. November in München

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Bayern verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen, die ab dem 2. November bis zum 30. November gelten.

Dazu zählen u.a.: Kontakte müssen reduziert werden, private Reisen und Verwandtenbesuche sollen vermieden werden. Gastronomiebetriebe müssen schließen, ausgenommen sind Lieferdienste und Abholmöglichkeiten. Groß-, Einzelhandel und Supermärkte bleiben unter Auflagen geöffnet. Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeitgestaltung dienen, werden untersagt.


Die Auer Dult auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtteil Au findet seit 1905 insgesamt drei Mal im Jahr statt: Im Frühling die Maidult, im Sommer die Jakobidult (beide leider nicht 2020) und die Kirchweihdult im Herbst. Doch die Geschichte der Dult ist viel älter - sie reicht bis in Spätmittelalter zurück.

Über 700 Jahre Dult

Der Begriff "Dult" oder "Tult" hat seine ursprüngliche Bedeutung in einem Kirchenfest, bei dem zu Ehren eines Heiligen um die Kirche herum Verkaufsstände mit Waren aufgebaut waren. Die erste Dult, die Jakobidult, wurde im Jahre 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz veranstaltet. Danach fand sie ab 1791 an verschiedensten Plätzen in der Stadt statt.

Im Jahr 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor dem Dorf Au das Recht, zweimal jährlich eine Dult abzuhalten. Aus dieser Zeit stammt der Name "Auer Dult". Mit der Eingemeindung der Au im Jahre 1854 kam die Auer Dult nach München. Seit 1905 ist die Auer Dult fest auf dem Mariahilfplatz und wird dreimal im Jahr ausgetragen. Nur von 1943 bis 1946 mussten die Dulten ausfallen. Die Jakobidult 2010 war das 700. Jubiläum des Volksvergnügens, das vom Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München veranstaltet wird. Mit ihren jeweils rund 300 Schaustellern und Marktleuten verzeichnen die drei Dulten des Jahres insgesamt bis zu 290.000 Besucher.

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