Tanz der Marktweiber fällt 2021 aus

Tanz der Marktfrauen 2020, Foto: muenchen.de/Julia Langhof
Foto: muenchen.de/Julia Langhof

Traditioneller Faschings-Höhepunkt in München wegen Corona abgesagt

(2.11.2020) Wegen der Corona-Pandemie wurde der Tanz der Marktweiber 2021 auf dem Viktualienmarkt abgesagt. Hier erfahrt Ihr mehr zum traditionellen Höhepunkt des Münchner Faschings, der voraussichtlich wieder am Faschingsdienstag 2022 stattfindet.

Show der Marktweiber: So war das Faschingshighlight 2020

Tanz der Marktfrauen 2020, Foto: muenchen.de/Julia Langhof
Foto: muenchen.de/Julia Langhof

Faschingsdienstag, 25.2.2020: Bereits vor 9:30 Uhr füllte sich der Viktualienmarkt mit Faschingsfans, ehe gut eine Stunde später das Bühnenprogramm anfing. Pünktlich um 11:30 Uhr zogen dann die Marktfrauen unter dem Jubel der Menge auf die Bühne.

Los ging’s traditionell natürlich mit der „Linie 8“ und mit jedem Lied kochte die Stimmung etwas mehr hoch. Von der „Biene Maja“ über den spanischen Sommerhit „La Libertad“ aus dem vergangenen Jahr bis zu „Mambo No. 5“ waren die unterschiedlichsten Musikrichtungen vertreten, sogar einen bayerischen Maibaumtanz zelebrierten die Marktfrauen.

Immer wieder unterbrochen wurden die musikalischen Einlagen von launigen Ansagen und der Aufforderung, noch einmal anzustoßen. Als der umjubelte Auftritt dann zu Ende war, zog das Partyvolk weiter zum Straßenfasching „München narrisch“.

Wie wird der Tanz geprobt?

Tanz der Marktfrauen, Foto: muenchen.de / Leonie Liebich 2019
Foto: muenchen.de / Leonie Liebich 2019

Die Vorbereitungen starten eigentlich schon im Oktober - mit rund 10 bis 15 Tänzerinnen. Einige davon sind schon seit vielen Jahren in der Gruppe. Die Sprecherin Christa Lang ist seit über 25 Jahren dabei. Einmal die Woche wird geprobt und für das Programm studieren die Damen jedes Jahr zehn neue Tänze ein. Dabei stehen sie unter kundiger Anleitung des Tanzlehrers Christian Langer, der die Choreographie macht.

Nach monatelanger Vorbereitung ist es dann am Faschingsdienstag soweit! "Wir freuen uns immer sehr darauf", so Christa Lang. "Es ist alle Jahre wieder spannend und immer wieder ein Ereignis, wenn man dann auf der Bühne steht und die Menge des Publikums sieht."

Und was bedeuten die ausgefallenen Kostüme? Sie repräsentieren den Stand: Die Kleider für den Auftritt werden so ausstaffiert, dass man erkennen kann, wer am Markt was verkauft - ob Bäckerin, Metzgerin oder Blumenhändlerin. Christa Lang hat beispielsweise immer etwas zum Thema Obst oder Gemüse an ihrem Dress. Sie ging schon als Radi, Karotte, Erdbeere oder Banane. Annemarie Doll hat oft echte Brezen am Gewand - unschwer zu erkennen, dass sie auf dem Viktualienmarkt Backwaren verkauft.

Neckisch und energiegeladen - Impressionen vom Tanz 2019

Seit wann tanzen die Marktweiber?

Tanz der Marktfrauen - so war es früher, Foto: Stadtarchiv München/ZBE_B1513
Foto: Stadtarchiv München/ZBE_B1513

2020 blicken die Marktweiber bereits auf 33 Jahre "Bühnenerfahrung" zurück. Vorher wurde einfach vor den Ständen getanzt. "Ein bisschen moderner ist es geworden", sagt Christa Lang. Anfangs sei es noch etwas mehr bayerisch gewesen, jetzt kunterbunt, so dass für jeden etwas dabei ist, für jung und alt, traditionell und modern.

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