"Braukunst Live!" heißt es vom 2. bis 4.2.2018 im MVG-Museum: Auf dem Festival genießt Ihr Kostproben aus der internationalen Bierszene von rund 100 Ausstellern. Alles nur Craft Beer? Bei weitem nicht! Vor allem die traditionellen Bierstile feiern ihr Comeback.

Impressionen vom Braukunst Live! Festival

Bierexperimente aus aller Welt: Von Motoroil bis Winnätuh

Junge Leute stoßen mit Bier an, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman

Das Braukunst-Festival spürt neue Trends auf, Ihr testet ungewohnte Rezepte und nehmt an Bierverkostungen teil. Rund 100 Brauereien geben auf der „Braukunst Live! 2018“ einen Einblick in ihre neusten Kreationen und warten mit Spezialbieren und beliebten Klassikern auf.

Auch Münchner Brauereien sind auf der Braukunst Live! vertreten: Der Fokus liegt eher auf kleineren Bierherstellern wie den Craft Beer-Spezialisten. Wie zum Beispiel die Munich Brew Mafia, die unter anderem das „Don Limone“ in ihrem Repertoire hat – ein Pils, das nach Zitrone, Mirabelle, Orange schmeckt. Aber auch Hofbräu München ist dabei und bietet an seinem Stand eine neue Craft Beer-Schöpfung an: den „Leinenkugel’s Hallodri“ – ein Mix aus bayerischen Gerstenmalz und Hopfeninnovationen aus den USA.

Mehr als 420 einzelne Biersorten sind auf dem Festival vertreten - darunter auch wieder Biere mit gewitzten Namen wie das "Motoroil" von Zombräu, laut Beschreibung "ein kräftiges Stout, das an Espresso und Kakao erinnert". Oder darf es ein "Winnätuh" von der Bierschau sein - ein untergäriges Rotbier? Aus Japan bringt die Coedo Brewery ihr "Beniaka Imperial Sweet Potato Amber" mit: ein Süßkartoffel-Lager, das karamellig und malzig daherkommt. Macht Euch also auf ungewöhliche Geschmacksexperimente gefasst!

Internationale Bierspezialitäten in der „Rare Beer Area“

Symbolbild

Schwerpunkthema des diesjährigen Festivals ist das „Revival deutscher Bierstile“, da sich einige Aussteller wieder vermehrt auf traditionelle Sorten wie Helles, Weißbier oder Pils besinnen. Entsprechend ist dieses „Revival“ auch bei den "Masterclasses" vertreten, bei denen Euch Experten spannende Einblicke in die Kunst des Bierbrauens und Biergenusses gewähren. Einen genaueren Blick wirft das Festival auch auf  Themen wie "Frauen brauen" und "Alkoholfreie Biere".

Ein weiteres Highlight ist die „Rare Beer Area“. Marc Robens von Craftbeer Corner Coeln präsentiert Euch mühevoll zusammengestellte Bierspezialitäten aus verschiedenen Ländern. Darunter sind beispielsweise das „Prairie Artisan Ales“ aus den USA, welches auf Kaffee, Schokolade, Vanille sowie Chili lagert oder das Nogne O aus Norwegen – das unter anderem  mit indischem Malabar Kaffee gebraut wurde. Für die Verkostung werden zusätzlich zum Eintritt 20 Euro fällig und sie startet am Freitag, 2.2. um 20 Uhr und nochmal am Samstag, 3.2. um 18 Uhr.

Weißbier-Kenner aufgepasst: In der „Werkstatt“ könnt Ihr am Samstag, 3.2. ab 19 Uhr unverkäufliche Weissbiere aus diversen Barriquefässern und Reifestadien kosten. Hans-Peter Drexler, Braumeister bei Schneider Weisse, gibt außerdem einen Einblick in die Weißbierherstellung.

Kein Zuprosten ohne Musik: Michael Pöttinger ist Musiker und Craft Beer-Hersteller. Auf dem Bierfestival ist er täglich vor Ort und stellt sein „Block IP“-Craft Beer vor. Am Freitag, 2.2. und Samstag, 3.2. gibt er eine Live-Performance am Block-Stand, jeweils ab 21 Uhr.

Was bieten Euch die Masterclasses?

In den 25 Masterclasses an drei Tagen bekommt Ihr von Fachleuten einen tieferen Eindruck in alle Facetten der Braukunst und des Biertrinkens. Meist ist ein Unkostenbeitrag von 5 Euro fällig.

  • Fabian Staudinger referiert über die Rolle klassischer Biere für Craft-Brauer am Freitag 2.2. und Samstag 3.2. um 18 Uhr sowie am Sonntag, 4.2. um 16 Uhr jeweils im Raum „Werkstatt“. Staudinger kommt von der Brauerakademie Doemens. In dieser Masterclass könnt Ihr Euch auch auf Kostproben freuen.
  • Am Freitag, 2.2. um 21 Uhr und am Samstag, 3.2. um 16 Uhr ist im „Clubraum“ Zeit für Sieger: Testet, ob die Gewinnerbiere der 1. Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer zurecht prämiert wurden und erfahrt einiges über deren Entstehung. Zu den prämierten Bieren zählt etwa das Tobi´s Spezial Ale aus Berlin.
  • Finnische Spezialitäten stehen bei der Masterclass „Craft Beer vom Polarkreis“ im Mittelpunkt. Brauer Pekka Kääriäinen stellt Euch die Bier-Spezialitäten vor. Die finnische Bierreise beginnt am Freitag, 2.2. um 21 Uhr, nochmals am Samstag, 3.2. um 16 Uhr in der „Werkstatt“ sowie am Sonntag, 4.2., um 15 Uhr im „Clubraum“.

Was Ihr noch wissen solltet

Das MVG Museum in München von außen an einem sonnigen Tag., Foto: MVG
Foto: MVG
  • Mehr als 420 Biersorten zum Probieren von rund 100 Ausstellern
  • Tickets gibt es an der Abendkasse für einen, zwei oder drei Tage
  • Der Eintritt zur Braukunst ist ab 18 Jahren gestattet. Von der U-Bahn Giesing gibt es einen kostenlosen Shuttlebus zum MVG Museum. Für das Verzehrglas muss ein Pfand von 5 Euro hinterlegt werden.
  • Im Eintritt inbegriffen sind zwei Verkostungscoupons sowie zwei Probengutscheine der Premiumpartner. Die Preise für die Getränke auf der Messe bestimmen die Aussteller selbst (ab 50 Cent/0,1l).
  • Ausschankende ist 30 Minuten vor Schluss

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