In seinem Programm „Oben ohne“ verabschiedet sich der quirlige Kabarettist Christian Springer von seiner Bühnenfigur „Fonsi“. Sein Alter Ego nimmt den Hut und geht in Pension. Springer plädiert auch ohne Kappe gewohnt laut für mehr politisches Rückgrat und Solidarität, ganz nach der Devise: handeln statt reden.
Er wird gern als „lebende Herzattacke“ bezeichnet, denn Christian Springer krakeelt, wütet und springt auf der Bühne. In seinem aktuellen Programm „oben ohne“ geht es um die da oben, die meistens ohne Herz und Hirn handeln. Mit „die da oben“ meint Springer unsere Politiker. Seiner Meinung nach fehlt es ihnen an Respekt, Verantwortung und Menschlichkeit. Das stinkt dem Kabarettisten. Schimpfen darf auch ein letztes Mal sein alter Ego „Fonsi“. Der Kassenwart von Schloss Neuschwanstein ist inzwischen Pensionär und deswegen oben ohne seine blaue Mütze, dafür mit jeder Menge Futter zum Granteln. Nicht zu vergessen Springers Zither, die darf ebenso nicht fehlen. Für seine Bühnenauftritte hat er sich eine Spezialanfertigung bauen lassen: extra robust.

In Christian Springers Programmen steht immer der Mensch im Zentrum und weil er ein so ehrliches und nicht zu vergessen amüsantes Bild dessen zeichnet, verdiente er sich 2013 den Bayerischen Kabarettpreis.
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