St. Martin in München

Der Martinsumzug in der Münchner Innenstadt., Foto: Mónica Garduño
Foto: Mónica Garduño

Heute großer Umzug am Marienplatz

"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne...": Wo Martinsspiele, Laternenumzüge, Martinsfeuer und Gottesdienste rund um den 11.11.2018 stattfinden und was es mit dem Brauch auf sich hat, verraten wir Euch hier. Die Martinsfeier der Innenstadtpfarreien steigt am heutigen Montag auf dem Marienplatz.

Macht mit: Laternenumzüge und St. Martins-Feiern

Der Martinsumzug in der Münchner Innenstadt., Foto: Mónica Garduño
Foto: Mónica Garduño

Montag, 12.11.2018

Altstadt/Marienplatz, ab 17 Uhr: Große Martinsfeier der Innenstadtpfarreien mit Martinsspiel der KJG und Laternenumzug nach St. Michael.

Los geht es mit dem Martinsspiel unter dem Motto "Teilen wie St. Martin". Nach der Aufführung der Jugendlichen führt ein Laternenumzug vom Marienplatz zu St. Michael über Weinstraße, Schäfflerstraße, Löwengrube, Maxburgstraße und Ettstraße. Voran reitet ein "St. Martin" auf dem Pferd - als Begleiter sind Domkapitular Hans-Georg Platschek, Leiter der Dompfarrei, und Jesuitenpater Benedikt Lautenbacher von St. Michael an seiner Seite. In der Kirche St. Michael folgt eine Andacht und zum Abschluss bekommen alle Kinder Kakao und Martinsgebäck. Es wird um Spenden gebeten - die Erlöse gehen an ein Projekt für Straßenjungen im philippinischen Manila.

Schwabing, ab 17 Uhr: St. Martinsfeier mit Martinsspiel in der Pfarrkirche St. Ursula (Kaiserplatz 1a). Danach gehts mit den Laternen um die Pfarrkirche. Zum Aufwärmen gibt es Punsch.

Weitere St.Martins-Feiern in der Gottesdienstsuche des Erzbistums München-Freising
Veranstaltungssuche der evangelischen Kirche in München

So schön ist der St. Martins-Zug in der Altstadt

Video vom Martinsumzug durch die Altstadt

Warum wird St. Martin gefeiert?

Der Martinsumzug in der Münchner Innenstadt., Foto: Mónica Garduño
Foto: Mónica Garduño

Der Legende nach teilte Martin, der im vierten Jahrhundert Soldat bei der gallischen Armee war, seinen Mantel mit seinem Schwert und schenkte die eine Hälfte einem frierenden Bettler. Im Traum erschien Martin in der folgenden Nacht Jesus Christus, der den Mantel trug und den Engeln verkündete: „Martinus hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Nachdem er die Armee verlassen hatte, wurde Martin um 372 zum Bischof von Tours, der Nachbardiözese von Poitiers im heutigen Frankreich, gewählt. Da er das Amt zunächst nicht annehmen wollte, versteckte Martin sich in einem Gänsestall. Nur das Schnattern der Tiere verriet ihn schließlich. Als Bischof kümmerte er sich fast 30 Jahre lang um die Armen und um die Verkündigung des Evangeliums in den ländlichen Gebieten seiner Diözese.

In Erinnerung an das Ereignis veranstalten zahlreiche Kindergärten, Schulen und Pfarreien Martinsumzüge, bei denen Kinder singend und mit bunten Laternen in der Hand durch die Dunkelheit wandern. Häufig werden sie begleitet von einem Soldaten mit rotem Mantel auf einem Schimmel, der den Heiligen Martin darstellt. Auch die Gans gehört zum Brauchtum des Martinstags dazu: Serviert wird sie traditionell mit Blaukraut und Knödel.

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