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Starkbierfeste in München 2020

Starkbierfest im Augustinerkeller, Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Corona: Abgesagte Veranstaltungen in München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus eingeschränkt. Veranstaltungseinrichtungen öffnen nur schrittweise wieder. Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31.8.2020 untersagt. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Veranstalter oder Ticketanbieter über konkrete Absagen oder Verschiebungen und die Kartenrückgabe.

Die Starkbierfeste am Nockherberg und im Löwenbräukeller wurden bereits offiziell verschoben. Was Ihr zu den Bieren und Starkbierfesten wissen müsst...

Augustinerkeller

Starkbierfest im Augustinerkeller, Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Die besten Partys gab's doch schon immer im Keller - und die Backsteingewölbe im Augustinerkeller sind besonders schön. An vier Samstagen ist der Partyfaktor noch höher, die Schankfläche wird dann einfach um den Festsaal vergrößert und ein spezielles Livemusik-Programm besorgt den Rest.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Münchens älteste Brauerei schickt den Maximator ins Rennen. Bei 7,5% Alkohol kann der süffige, dunkle Doppelbock klösterlichen Ursprungs sicher einiges maximieren - ganz sicher zumindest den Biergenuß.
  • Wann und wo: Bitte beim Augustinerkeller informieren

Löwenbräukeller (verschoben in den Mai)

Starkbierfest Löwenbräukeller, Foto: muenchen.de/Maria Romanska
Foto: muenchen.de/Maria Romanska

Warum Ihr vorbeischauen solltet: Um die Stimmung müsst Ihr Euch im Löwenbräukeller keine Sorgen machen: Hier schieben die wiesnbewährten Bands Blechblosn und  Jetzendorfer Hinterhofmusikanten im Wechsel an.

Was für ein Starkbier es gibt: Löwenbräu bringt den Triumphator an den Start. Der lässt zwar mit 18,4% Stammwürze und 7,5% Alkohol die Muskeln spielen, hat aber einen malzigen, leicht süßlich-karamellartigen Geschmack.

Wann und wo: Löwenbräukeller (Anzeige) am Stiglmaierplatz, voraussichtlich im Mai. Termin folgt.
Mehr Infos zum Starkbierfest des Löwenbräukellers

Nockherberg (fällt aus wegen Corona)

Starkbierfest am Nockherberg 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Nirgends trifft Tradition so schön auf Moderne wie am Nockherberg. Schon seit 1870 wird hier öffentlich Starkbier ausgeschenkt. Für die Stimmung sind Spezialisten am Werk: Die offizielle Wiesn-Band Die Kirchdorfer aus dem Hacker-Zelt spielt für Euch auf. Das berühmte Derblecken mit Fastenpredigt und Singspiel wurde für 2020 abgesagt.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Nicht mehr und nicht weniger als den Urvater der Starkbiere, den Salvator. Die Paulaner-Brauerei hat ihm bei 18,3% Stammwürze und 7,9% Alkohol mit einem kräftigen, typisch malzigen Geschmack verpasst.
  • Wann und wo: Paulaner am Nockherberg (Anzeige). Voraussichtlich im Mai. Mehr Infos zum Starkbierfest auf dem Nockherberg
Zum Starkbier braucht's was Deftiges
Auch die Münchner Gaststätten servieren Euch ein kräftiges Starkbier
Schaut's vorbei

Perlacher Forschungsbrauerei

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Im gemütlichen Bräustüberl geht's nicht so hektisch zu - zwar gibt's das Starkbier täglich, die Musik spielt aber nur am Wochenende auf. Jeweils freitags und samstags sowie an zwei Sonntagen unterhält traditionelle bayerische Volksmusik die Gäste. Hier steht definitiv das Bier im Vordergrund - und das ist in der Vorsaison ganz neu entwickelt worden!
  • Was für ein Starkbier es gibt: Der Braumeister hat intensiv geforscht und getüftelt - und hat einen starken Bock geschossen: Den "Jakobator" mit 18°P Stammwürze und 7,1% Alkoholgehalt - im Aroma sticht eine Karamell-Note hervor. 
  • Wann und wo: Bitte beim Bräustüberl der Perlacher Forschungsbrauerei informieren. 

Was Ihr noch zum Starkbier wissen müsst

Wann ist denn Starkbierzeit in München?
Die Starkbierzeit beginnt frühestens nach dem Aschermittwoch und endet spätestens an Ostern - das Bier wird natürlich schon vorher gebraut. Danach folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.

Welche Geschichte hat das Starkbier?
Ursprünglich sollte Starkbier die Fastenzeit nach dem Fasching erträglicher machen. Deshalb musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen, stark und kalorienreich genug für die Zeit der Enthaltsamkeit.

Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass es während der Fastenzeit von Mönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann soll es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.

Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier nach dem Rezept des Maibocks, nur noch stärker (Doppelbock) und tauften es „Sankt Vater“. Später machte der Volksmund daraus den Namen „Salvator“.

Schon bald pilgerten die Münchner zum Bier trinken in das Kloster vor den Toren der Stadt, doch erst Kurfürst Karl Theodor lockerte 1780 die strengen Regeln zum Bierausschank, die von den findigen Mönchen eher locker gehandhabt wurden.

Gibt es noch weitere Starkbiere? 

Animator: 19% Stammwürze, 8,1% Alkohol. Das Stärkste in München von Hacker-Pschorr.
Aviator: 18% Stammwürze, 7,7% Alkohol. Airbräu am Münchner Flughafen

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