Starkbierzeit und Starkbierfeste in München

Starkbierfest im Augustinerkeller 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Zwischen Fasching und Ostern ist Starkbierzeit! Beim Brauen der saisonalen Biere geben die Brauereien alles - und feiern mit Euch. Wie die Biere schmecken und was Ihr zu den Festen wissen müsst.

Augustinerkeller

Starkbierfest im Augustinerkeller 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

 

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Die besten Partys waren doch schon immer im Keller - und die Backsteingewölbe im Augustiner sind besonders schön. In dem angenehm warmen, indirekten Licht schmeckt das Bier gleich noch besser und "Die Dorf Oxn" geben mit Charts, Klassikern und Latino-Hits Gas. Samstags ist der Partyfaktor noch höher. Die Fläche wird dann einfach um den Festsaal vergrößert und ein spezielles Livemusik-Programm besorgt den Rest.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Münchens älteste Brauerei schickt den Maximator ins Rennen. Bei 7,5% Alkohol kann der süffige, dunkle Doppelbock klösterlichen Ursprungs sicher einiges maximieren - ganz sicher zumindest den Biergenuß.
  • Von wann bis wann es geht: Vom 15.2. bis zum 24.3. Donnerstag bis Samstag im Lagerkeller, an den Samstagen zusätzlich im Festsaal.
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Nockherberg

Starkbierfest am Nockherberg 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

 

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Nirgends trifft Tradition so schön auf Moderne wie am Nockherberg. Schon seit 1870 wird hier öffentlich Starkbier ausgeschenkt. Und dieses Jahr zeigt sich das Wirtshaus im frisch renovierten, modernen Gewand. Für die Stimmung sind Spezialisten am Werk: Die offizielle Wiesn-Band aus dem Hacker-Zelt spielt für Euch auf.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Nicht mehr und nicht weniger als den Urvater der Starkbiere, den Salvator. Die Paulaner-Brauerei hat ihm bei 18,3% Stammwürze und 7,9% Alkohol mit einem kräftigen, typisch malzigen Geschmack verpasst.
  • Von wann bis wann es geht: Den Anstich mit dem berühmten Politiker-Derblecken war am 28.2. Das Fest selbst läuft bis 25.3.2018 - und zwar täglich!
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Löwenbräukeller

Starkbierfest Löwenbräukeller, Foto: muenchen.de/Maria Romanska
Foto: muenchen.de/Maria Romanska


  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Hier gibt's zum flüssigen Brot auch Spiele: Frauen können bei der Wahl zur "Miss Triumphator" mitmachen und ein Dirndl gewinnen. Wer sich für besonders stark hält, versucht sich am traditionellen Steineheben auf der Bühne. Ein Koloss von 508 Pfund muss dabei in die Höhe gewuchtet werden. Um die Stimmung müsst Ihr Euch aber auch sonst keine Sorgen machen: Livebands, teils Wiesn-erprobt, schieben so richtig an.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Passend zu den Wettkämpfen bringt Löwenbräu den Triumphator an den Start. Der lässt zwar mit 18,4% Stammwürze und 7,5% Alkohol die Muskeln spielen, hat aber einen malzigen, leicht süßlich-karamellartigen Geschmack.
  • Von wann bis wann es geht: Vom 23.2. bis 24.3., jeweils Freitag und Samstag.
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Forschungsbrauerei Perlach

Impressionen von der Forschungsbrauerei., Foto: Forschungsbrauerei
Foto: Forschungsbrauerei

 

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Weil man vor echter Handwerkskunst einfach den Hut ziehen muss! Die Forschungsbrauerei in Perlach ist eine Münchner Familienbrauerei, die ihre Biere tatsächlich noch komplett handwerklich braut. Keiner der Herstellungsschritte ist automatisiert. Ansonsten ist die Stimmung hier eher Stubn als Bierzelt, mit griabiger Volksmusik. Manchmal ist es halt schön, die Dinge einfach zu halten.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Der St. Jakobus Blonder Bock hat 18% Stammwürze und 7,6% Alkohol. Er geht auf ein Rezept des Gründers Gottfried Jakob zurück und die Brauer sind stolz auf das "einzige blonde Frühjahrs-Starkbier." Das bernsteinfarbene Starkbier mit 19,5 Prozent Stammwürze und 8,2% Alkohol wird im Keferloher Tonkrug ausgeschenkt.
  • Von wann bis wann es geht: Vom 16.2. bis 25.3.2018 täglich geöffnet, festliche Musik freitags und samstags.
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Mehr Starkbier aus München

Nicht alle Münchner Brauereien feiern die Starkbierfest - aber trotzdem brauen noch mehr von ihnen zur Fastenzeit.

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: 19% Stammwürze, 8,1% Alkohol. Das Stärkste in München von Hacker-Pschorr.

Aviator: 18% Stammwürze, 7,7% Alkohol. Airbräu am Münchner Flughafen

Simonius: 17% Stammwürze, 7% Alkohol. Giesinger Bräu

Vorsicht: Das Starkbier hat einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches Bier. Umso verantwortungsvoller sollte es konsumiert werden!

Geschichte des Starkbiers

, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de

Ursprünglich sollte Starkbier die Fastenzeit nach dem Fasching erträglicher machen. Deshalb musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen, stark und kalorienreich genug für die Zeit der Enthaltsamkeit.

Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass es während der Fastenzeit von Mönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann soll es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.

Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier nach dem Rezept des Maibocks, nur noch stärker (Doppelbock) und tauften es „Sankt Vater“. Später machte der Volksmund daraus den Namen „Salvator“.

Schon bald pilgerten die Münchner zum Bier trinken in das Kloster vor den Toren der Stadt, doch erst Kurfürst Karl Theodor lockerte 1780 die strengen Regeln zum Bierausschank, die von den findigen Mönchen eher locker gehandhabt wurden. Die Starkbierzeit endet spätestens an Ostern. Danach folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.

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