Starkbierzeit und Starkbierfeste in München

Starkbierfest am Nockherberg 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Fastenzeit ist Starkbierzeit: Die Brauereien schenken besonders süffiges Bier aus - und feiern das mit Euch! Im Löwenbräukeller, am Nockherberg, im Augustinerkeller und der Forschungsbrauerei Perlach laufen die Feste. Was Ihr zu den Bieren und Starkbierfesten wissen müsst...

Löwenbräukeller

Starkbierfest Löwenbräukeller, Foto: muenchen.de/Maria Romanska
Foto: muenchen.de/Maria Romanska
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Hier gibt's zum flüssigen Brot auch Spiele: Frauen können bei der Wahl zur "Miss Triumphator" mitmachen und ein Dirndl gewinnen. Wer sich für besonders stark hält, versucht sich am traditionellen Steineheben auf der Bühne. Ein Koloss von 508 Pfund muss dabei in die Höhe gewuchtet werden. Um die Stimmung müsst Ihr Euch aber auch sonst keine Sorgen machen: Livebands, teils Wiesn-erprobt, schieben so richtig an.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Passend zu den Wettkämpfen bringt Löwenbräu den Triumphator an den Start. Der lässt zwar mit 18,4% Stammwürze und 7,5% Alkohol die Muskeln spielen, hat aber einen malzigen, leicht süßlich-karamellartigen Geschmack.
  • Von wann bis wann es geht: 15.-30.3.2019, mittwochs bis samstags ab 18 Uhr - mehr Infos

Nockherberg

Starkbierfest am Nockherberg 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Nirgends trifft Tradition so schön auf Moderne wie am Nockherberg. Schon seit 1870 wird hier öffentlich Starkbier ausgeschenkt. Und dieses Jahr zeigt sich das Wirtshaus im frisch renovierten, modernen Gewand. Für die Stimmung sind Spezialisten am Werk: Die offizielle Wiesn-Band aus dem Hacker-Zelt spielt für Euch auf. Den Auftakt machte wie jedes Jahr das berühmte Derblecken mit Fastenpredigt und Singspiel.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Nicht mehr und nicht weniger als den Urvater der Starkbiere, den Salvator. Die Paulaner-Brauerei hat ihm bei 18,3% Stammwürze und 7,9% Alkohol mit einem kräftigen, typisch malzigen Geschmack verpasst.
  • Von wann bis wann es geht: 15.3.-7.4.2019 - mehr Infos zum Fest und Reservierungen

Augustinerkeller

Starkbierfest im Augustinerkeller 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Die besten Partys gab's doch schon immer im Keller - und die Backsteingewölbe im Augustiner sind besonders schön. Samstags ist der Partyfaktor noch höher, die Fläche wird dann einfach um den Festsaal vergrößert und ein spezielles Livemusik-Programm besorgt den Rest.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Münchens älteste Brauerei schickt den Maximator ins Rennen. Bei 7,5% Alkohol kann der süffige, dunkle Doppelbock klösterlichen Ursprungs sicher einiges maximieren - ganz sicher zumindest den Biergenuß.
  • Von wann bis wann es geht: Bis 13.4.2019, donnerstags bis samstags ab 19 Uhr - mehr Infos

Perlacher Forschungsbrauerei

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Im gemütlichen Bräustüberl geht's nicht so hektisch zu - zwar gibt's das Starkbier täglich, die Musik spielt aber nur am Wochenende auf. Jeweils freitags und samstags sowie an zwei Sonntagen unterhält traditionelle bayerische Volksmusik die Gäste. Hier steht definitiv das Bier im Vordergrund - und das ist in dieser Saison ganz neu entwickelt worden!
  • Was für ein Starkbier es gibt: Der Braumeister hat intensiv geforscht und getüftelt - und hat einen starken Bock geschossen: Den "Jakobator" mit 18°P Stammwürze und 7,1% Alkoholgehalt - im Aroma sticht eine Karamell-Note hervor. 
  • Von wann bis wann es geht: Bis 14.4.2019 - mehr Infos

Mehr Starkbier aus München

Animator: 19% Stammwürze, 8,1% Alkohol. Das Stärkste in München von Hacker-Pschorr.

Aviator: 18% Stammwürze, 7,7% Alkohol. Airbräu am Münchner Flughafen

Vorsicht: Das Starkbier hat einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches Bier. Umso verantwortungsvoller sollte es konsumiert werden!

Geschichte des Starkbiers

Ursprünglich sollte Starkbier die Fastenzeit nach dem Fasching erträglicher machen. Deshalb musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen, stark und kalorienreich genug für die Zeit der Enthaltsamkeit.

Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass es während der Fastenzeit von Mönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann soll es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.

Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier nach dem Rezept des Maibocks, nur noch stärker (Doppelbock) und tauften es „Sankt Vater“. Später machte der Volksmund daraus den Namen „Salvator“.

Schon bald pilgerten die Münchner zum Bier trinken in das Kloster vor den Toren der Stadt, doch erst Kurfürst Karl Theodor lockerte 1780 die strengen Regeln zum Bierausschank, die von den findigen Mönchen eher locker gehandhabt wurden. Die Starkbierzeit endet spätestens an Ostern. Danach folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.

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