Starkbierzeit und Starkbierfeste in München

Starkbierfest im Augustinerkeller, Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Rückblick auf die Starkbierzeit 2019

Perlacher Forschungsbrauerei

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Im gemütlichen Bräustüberl geht's nicht so hektisch zu - zwar gibt's das Starkbier täglich, die Musik spielt aber nur am Wochenende auf. Jeweils freitags und samstags sowie an zwei Sonntagen unterhält traditionelle bayerische Volksmusik die Gäste. Hier steht definitiv das Bier im Vordergrund - und das ist in dieser Saison ganz neu entwickelt worden!
  • Was für ein Starkbier es gibt: Der Braumeister hat intensiv geforscht und getüftelt - und hat einen starken Bock geschossen: Den "Jakobator" mit 18°P Stammwürze und 7,1% Alkoholgehalt - im Aroma sticht eine Karamell-Note hervor. 
  • Von wann bis wann es geht: Bis 14.4.2019 - mehr Infos und Reservierungen

Augustinerkeller (Saison 2019 beendet)

  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Die besten Partys gab's doch schon immer im Keller - und die Backsteingewölbe im Augustiner sind besonders schön. Samstags ist der Partyfaktor noch höher, die Fläche wird dann einfach um den Festsaal vergrößert und ein spezielles Livemusik-Programm besorgt den Rest.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Münchens älteste Brauerei schickt den Maximator ins Rennen. Bei 7,5% Alkohol kann der süffige, dunkle Doppelbock klösterlichen Ursprungs sicher einiges maximieren - ganz sicher zumindest den Biergenuß.
  • Von wann bis wann es geht: wieder im Frühjahr 2020

Nockherberg (Saison 2019 beendet)

Starkbierfest am Nockherberg 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
  • Warum Ihr vorbeischauen solltet: Nirgends trifft Tradition so schön auf Moderne wie am Nockherberg. Schon seit 1870 wird hier öffentlich Starkbier ausgeschenkt. Und dieses Jahr zeigt sich das Wirtshaus im frisch renovierten, modernen Gewand. Für die Stimmung sind Spezialisten am Werk: Die offizielle Wiesn-Band aus dem Hacker-Zelt spielt für Euch auf. Den Auftakt machte wie jedes Jahr das berühmte Derblecken mit Fastenpredigt und Singspiel.
  • Was für ein Starkbier es gibt: Nicht mehr und nicht weniger als den Urvater der Starkbiere, den Salvator. Die Paulaner-Brauerei hat ihm bei 18,3% Stammwürze und 7,9% Alkohol mit einem kräftigen, typisch malzigen Geschmack verpasst.
  • Von wann bis wann es geht: wieder im Frühjahr 2020

 

Mehr Starkbier aus München

Animator: 19% Stammwürze, 8,1% Alkohol. Das Stärkste in München von Hacker-Pschorr.

Aviator: 18% Stammwürze, 7,7% Alkohol. Airbräu am Münchner Flughafen

Vorsicht: Das Starkbier hat einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches Bier. Umso verantwortungsvoller sollte es konsumiert werden!

Geschichte des Starkbiers

Ursprünglich sollte Starkbier die Fastenzeit nach dem Fasching erträglicher machen. Deshalb musste ein Bier her, das stärker war als alle anderen, stark und kalorienreich genug für die Zeit der Enthaltsamkeit.

Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass es während der Fastenzeit von Mönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann soll es zumindest nicht an flüssiger Nahrung fehlen.

Die Paulanermönche, die aus Italien nach München kamen, brauten bereits 1629 ihr erstes Starkbier nach dem Rezept des Maibocks, nur noch stärker (Doppelbock) und tauften es „Sankt Vater“. Später machte der Volksmund daraus den Namen „Salvator“.

Schon bald pilgerten die Münchner zum Bier trinken in das Kloster vor den Toren der Stadt, doch erst Kurfürst Karl Theodor lockerte 1780 die strengen Regeln zum Bierausschank, die von den findigen Mönchen eher locker gehandhabt wurden. Die Starkbierzeit endet spätestens an Ostern. Danach folgt die Maibock-Saison, mit der man standesgemäß den Frühling begrüßt.

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