Bayern unterliegt in dramatischem Spitzenspiel dem BVB

Im November 2017 gewannen die Bayern mit 3:1 in Dortmund , Foto: dpa/Archiv
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FCB zweimal durch Lewandowski in Führung - Alcácer als BVB-Joker

(10.11.2018) Ein Spitzenspiel bis zur letzten Sekunde: Der FC Bayern hat das Topspiel am Samstagabend gegen Borussia Dortmund mit 2:3 verloren. Zweimal war das Team von Niko Kovac in Führung gegangen - doch am Ende reichte es knapp nicht. Trotzdem meinte der Bayern-Coach hinterher: "Ein fantastisches Fußballspiel".

Stimmen der Bayern zum Spiel

Bayern-Trainer Niko Kovac, Foto: Matthias Balk/dpa
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Bayern-Trainer Niko Kovac: "Wir haben heute ein fantastisches Fußballspiel von beiden Mannschaften gesehen. Es war ein offenes Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel in der Hand, in der zweiten Halbzeit dann Dortmund. Nach dem frühen 1:1 haben wir es geschafft, wieder zurück zu kommen. (...) Mit der Leistung kann man zufrieden sein. Das war das beste Spiel seit Schalke: spielerisch, kämpferisch und taktisch, gerade in der ersten Halbzeit. Darauf werden wir aufbauen müssen und in Zukunft solche Spiele öfter abliefern."

Bayern-Kapitän Manuel Neuer: "Wir sind in Führung und gehen mit einer guten Leistung in die Halbzeit. Das Problem waren die Fehler, die uns passiert sind. Dortmund hat im eigenen Stadion gegen uns gekontert und hatte fünf, sechs Situationen, die brandgefährlich waren, daraus machen sie drei Tore. "

Mats Hummels: "Wir haben lange Zeit ein gutes Spiel gemacht. Das 2:2 hat ein Spiel, in dem wir gut drin waren, komplett geöffnet. Wir haben dann die Konter nicht mehr gut unterbunden. Da hatten sie große Chancen, da haben wir die Kontrolle abgegeben."
 

Nach zuletzt sechs Meisterschaften in Serie scheint der Erzrivale Borussia Dortmund auf gutem Weg, dem Rekordmeister den Rang abzulaufen. Mit dem 3:2 (0:1) im hochklassigen Bundesliga-Gipfel vergrößerte der Tabellenführer den Abstand zu den Münchnern auf sieben Punkte. Im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten am Samstag Marco Reus (49./Foulelfmeter/67.) und Paco Alcácer (71.) für den Sieg der Borussia.

Die bereits dritte Niederlage im elften Saisonspiel dürfte in München für neue Unruhe sorgen und die Stellung von Trainer Niko Kovac weiter schwächen. Selbst eine zweimalige Führung durch Robert Lewandowski (26./52.) konnte die Schlappe nicht abwenden. Für die Borussia war es dagegen das elfte Punktspiel seit dem Saisonstart in Serie ohne Niederlage.

Anders als sein Kollege Niko Kovac, der im Vergleich zum Champions-League-Spiel der Bayern drei Tage zuvor gegen Athen keine Änderung vornahm, beorderte BVB-Coach Lucien Favre gleich fünf neue Profis in die Startelf. Für den verletzten Roman Bürki hütete Marvin Hitz das Tor, für Paco Alcácer stürmte zunächst Mario Götze.

Die Umstellungen waren dem Spiel der Borussia zunächst wenig zuträglich. Denn der FC Bayern übernahm von Beginn an die Regie. Gleichwohl erspielte sich der BVB die erste Torchance, als Marco Reus nach einem Fehler von Mats Hummels bei einem Konter in der 10. Minute allein auf Manuel Neuer zulief, aber am Bayern-Keeper scheiterte.

Doch die Strategie der Bayern, auf mehr Ballbesitz zu setzen, erwies sich schon bald als die erfolgreichere. Vor allem über beiden Außenpositionen erhöhten sie den Druck auf die BVB-Defensive. Das wurde schnell belohnt: Nach Flanke von Serge Gnabry war der ehemalige Dortmunder Lewandowski per Kopf zur Stelle und sorgte aus kurzer Distanz mit seinem sechsten Saisontreffer für die Führung der Gäste.

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Hektisches und temporeiches Spitzenspiel

Der Treffer beruhigte die bis dahin hektische und temporeiche Partie. Zwar bemühte sich das Favre-Team nun um mehr Spielanteile, brachte die Münchner Deckung jedoch bis zur Pause nicht mehr in Verlegenheit. Wie schon beim 0:2 vier Tage zuvor bei Atlético Madrid blieb vor allem die BVB-Offensive weit hinter ihren Möglichkeiten.

Zudem erwies sich die verwunderliche Personalentscheidung von Favre, Julian Weigl in das defensive Mittelfeld zu beordern, als Fehlgriff. 6:1-Torschüsse in den ersten 45 Minuten zugunsten der Bayern entsprachen dem Kräfteverhältnis auf dem Rasen. "Man sollte die Bayern nicht abschreiben. Sie machen ein konzentriertes und gutes Spiel", lobte Bundestrainer Joachim Löw zur Halbzeit.

Ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe kurz nach dem Wiederanpfiff nach Foul von Bayern-Torhüter Manuel Neuer an Reus brachte die Borussia urplötzlich zurück ins Spiel. Doch die Freude über den sicher verwandelten Strafstoß von Reus währte nur drei Minuten. BVB-Schreck Lewandowski stellte die alte Führung wieder her, als er eine Flanke von Joshua Kimmich aus kurzer Distanz ins Tor köpfte.

Den neuerlichen Rückschlag steckte die Borussia mit erstaunlicher Moral weg. Mit sehenswertem Hochgeschwindigkeitsfußball drehte sie die Partie. Ausgerechnet Reus, der zuvor einige Chancen vergeben hatte, traf mit einem platzierten Schuss zum Ausgleich. Sechs Minuten später schloss Joker Alcácer einen Konter mit seinem achten Saisontreffer ab.

(muenchen.de/dpa)

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