Entscheidung offiziell: Uli Hoeneß hört als Präsident des FC Bayern auf

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, Foto: Sina Schuldt / dpa / Archiv
Foto: Sina Schuldt / dpa / Archiv

Uli Hoeneß empfiehlt Herbert Hainer als seinen Nachfolger

(29.8.2019) Uli Hoeneß kandidiert nach Ablauf seiner Amtszeit in drei Monaten nicht wieder als Präsident des FC Bayern München. Diese seit geraumer Zeit erwartete Entscheidung teilte der FC Bayern am Donnerstagabend mit.

Hoeneß bleibt dem Verein weiter erhalten

Uli Hoeneß (l) und Herbert Hainer (r.), Foto: dpa/Daniel Karmann/Archivbild
Foto: dpa/Daniel Karmann/Archivbild Uli Hoeneß (l) und Herbert Hainer (r.)

Am Mittwoch habe Uli Hoeneß zunächst seine Präsidiumskollegen Dieter Mayer und Walter Mennekes, danach den Verwaltungsbeirat des FC Bayern München eV über seine Entscheidung informiert, heißt es auf der Webseite des FC Bayern. Am Donnerstag teilte Hoeneß seinen Entschluss dann auch dem Aufsichtsrat der FC Bayern München AG mit.

Als seinen Nachfolger schlägt Hoeneß, wie bereits von einigen Medien erwartet, Herbert Hainer vor. Hainer war von 2001 bis 2016 Vorstandsvorsitzender der Adidas AG.

Hoeneß zieht sich also nach 40 Jahren als Manager und Präsident zurück - aber natürlich nicht komplett. Er möchte für die Dauer seiner Bestellung bis November 2023 Mitglied im Aufsichtsrat bleiben. Bereits am Mittwoch hatte er angekündigt: „Die Hilfe für den FC Bayern hat nichts mit dem Amt zu tun. Ich habe gesagt, dass ich immer zur Verfügung stehe.“

Reaktionen auf den Rückzug

Gingen mit der Presse hart ins Gericht: FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l) und Präsident Uli Hoeneß, Foto: Matthias Balk
Foto: Matthias Balk

Während Hoeneß am Mittwochnachmittag bei der Bayern-Ehrung im Münchner Hofgarten noch ein kleines Geheimnis um seinen Rückzug machte, taten das alle anderen nicht mehr. „Es ist schwer zu sagen, was sich ändern wird“, meinte Mannschaftskapitän und Nationaltorhüter Manuel Neuer: „Ich denke, auch wenn Uli Hoeneß nicht mehr Präsident sein sollte oder nicht mehr dabei ist, ist es so, dass er nicht locker lässt. Er wird dem FC Bayern immer verbunden bleiben, immer unterstützen, immer helfen.“

Ministerpräsident Söder erklärte: „Eines weiß ich, er wird dem Verein sicherlich irgendwie erhalten bleiben.“ Der CSU-Politiker bezeichnete Hoeneß als „Vater des FC Bayern“. Dieser werde „dem Verein in jeder Beziehung emotional verbunden bleiben. In welcher Funktion, das entscheidet er selbst.“

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber gab als Bayern-Aufsichtsrat erste Einblicke in Hoeneß' Beweggründe. Neben privaten Überlegungen sei es die Kritik an ihm auf der letztjährigen Mitgliederversammlung gewesen, aber auch „Zwistigkeiten“ mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, etwa im Umgang mit Trainer Niko Kovac.

(dpa/muenchen.de)

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