Ritual für eine rosige finanzielle Zukunft auf dem Münchner Marienplatz

Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen: Tradition am Aschermittwoch

Oberbürgermeister Dieter Reiter und viele Münchner*innen tauchen jedes Jahr am Aschermittwoch ihre Geldbeutel in den Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Was steckt hinter der Tradition?

Das traditionelle Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen
Michael Nagy
Archivbild: Das Geldbeutelwaschen 2019

Symbolische Aktion fürs finanzielle Glück

Am Aschermittwoch im Fischbrunnen Geldbeutel zu waschen, hat in München eine lange Tradition:

  • Die Hoffnung dahinter ist, dass sich das Bad im Fischbrunnen nicht nur auf die private Finanzlage positiv auswirkt, sondern auch der kommunalen Kasse zuträglich ist.
  • Deshalb beteiligen sich seit den 1950er Jahren Abgesandte der Stadt an dem Brauch.
  • Seit 2015 nimmt Oberbürgermeister Dieter Reiter teil, falls es die Zeit erlaubt.
  • Die Zeremonie geht auf das 15. Jahrhundert zurück: Das Dienstpersonal hat damals seine Herrschaft darauf aufmerksam machen wollen, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden müssten. Und auch heute kann es schließlich nicht schaden, die private Geldbörse einem Waschgang im Fischbrunnen zu unterziehen!