Was geht? Kunst und Inklusion

Was geht? Kunst und Inklusion, Foto: Heidi Sorg
Foto: Heidi Sorg

Gehören Kunst und Inklusion zusammen, bedingen sie sich in manchen Fällen sogar? Dieser spannenden Frage geht die Veranstaltungsreihe „Was geht? Kunst und Inklusion“ von Oktober 2015 bis Februar 2016 nach. Rund 100 Partner aus der Münchner Kulturszene thematisieren in Projekten unterschiedliche Formen von Behinderungen, seien sie nun körperlicher, geistiger oder seelischer Natur. In über 120 Veranstaltungen setzen sich u.a. Filme, Lesungen, Gespräche, Workshops, Exkursionen, Gottesdienste und Ausstellungen mit dem Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ auseinander.

Programm im Überblick

Termine, Anmeldung und weitere Informationen - Das barrierefreie Programm der Veranstaltungsreihe:
Das Programm chronologisch
Das Programm nach Themen

Viele Facetten von Inklusion aufzeigen - mit einem Ziel

Die Diskussion über Inklusion, die Beschäftigung mit diesem Thema verfolgt eigentlich nur ein Ziel: Es soll kein Thema mehr sein. Menschen mit und ohne Behinderung sollen zusammen leben und arbeiten, ohne dass das irgendwem noch großartig auffällt. Doch bis dahin ist noch ein gutes Stück Weg zu gehen - an diesem Punkt setzt die Veranstaltungsreihe an. Nicht zuletzt in der Kunst wird seit Jahren inklusiv gearbeitet, warum also diese Plattform nicht nutzen, um das komplizierte Thema „Inklusion“ aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und möglichst viele Facetten aufzuzeigen?

Filme, Musik und Podiumsdiskussionen zum Thema

In praktisch allen Formen, denen das Wort „Kunst“ als Überbegriff dient, wird sich dem Thema genähert. Eine Reihe im Filmmuseum steht beispielsweise unter dem Motto „Wahn und Kunst“, die verschiedene Ausprägungen von Besessenheit bei Künstlern beleuchtet. Das musikpädagogische Zentrum zeigt eigene Projekte zum Thema Musik und Inklusion, Podiumsdiskussionen lassen Betroffene, Helfer und Entscheidungsträger zu Wort kommen oder man vertieft sich in die Werke von Serge Vollin, den der algerische Bürgerkrieg schwer traumatisiert hat.

Das Verhältnis von Inklusion und Kunst erkunden

Ein Symposium hinterfragt gesellschaftliche Bedingungen, die mit dem Thema Inklusion zusammenhängen: Welchen Einfluss haben neue Entwicklungen in der Robotik, wie ist es um die ethische Komponente in der Pränataldiagnostik bestellt? Auch in der Literatur ist Inklusion ein Thema. So befasst sich die Schriftstellerin und Filmemacherin Doris Dörrie bei einer Lesung im Literaturhaus mit der Frage, was passieren würde, wenn sie morgen plötzlich eine Behinderung hätte. Das vielfältige Programm von „Was geht“ hat den Anspruch, das Verhältnis von Kunst und Inklusion zu erkunden und es auch im gesellschaftlichen Rahmen zu verankern. Auf die Besucher wartet also eine interessante Reise, auf der man vieles lernen kann...

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