Ausgehen in der Maxvorstadt

Erst von einer Bar zur anderen, zu guter Letzt noch eine Runde tanzen

Im Univiertel solpert man alle paar Meter über eine andere Bar. Wir haben euch einmal eine Tour zusammengestellt, die wirklich locker zu Fuß (sogar mit hochhackigen Schuhen) zu bewältigen ist und tolle Mix-Künste in verschiedenen Ausprägungen bietet: erst feine Cocktail-Kreationen, dann House oder HipHop aus dem Mischpult.

ESSEN UND TRINKEN AN DER KUPFERNEN BAR

Vorsicht, nicht dran vorbeilaufen! Das Kopper am Anfang der Theresienstraße ist unauffällig von außen, dafür auffällig schön im Inneren. Der englisch anmutende, aber deutsch geschriebene Name deutet schon dezent auf das kupferne Interieur hin. Der Tresen schimmert entsprechend metallisch, schummrig illuminiert von Schwenkarm-Leuchtern, die aus der Decke ragen. An den Tischen lassen sich junge Pärchen und kleinere Grüppchen Leckereien mit südamerikanischem Einschlag schmecken. Mit den experimentellen Eigenkreationen von der Cocktailkarte (z.B. der „Dill“ mit Aquavit, Veilchen-Likör und Aromen von Gurke, Dill und Honig) lässt sich der Gaumenkitzel ideal abrunden.

GEMÜTLICH WIE IM HEIMISCHEN WOHNZIMMER

Einmal ums Eck in die Amalienstraße biegen, schon ist man in der rustikal und gemütlich eingerichteten Home Bar, die ihren Namen wahrlich verdient hat. Die Atmosphäre liegt irgendwo zwischen Wohnzimmer, Bauernstube und Skurrilitätenkabinett. Man fühlt sich m Normalfall schnell heimisch, so dass man beim Trinken leicht einen langen Atem bekommt, außer bei zu großer Atemnot wegen des großen Andrangs am Wochenende. Die womöglich aufkommende Platzangst lässt sich mit hauseigenen Kreationen wie dem Gin-Cocktail „Spicy Asian“ oder dem Avocado-Mezcal-Drink „La Palta Loca“ einfach überwinden.

KONTRASTPROGRAMM MIT MOTORRAD UND BÜSTENHALTERN

Und weiter geht‘s! Einmal über die Straße und rein ins Kontrastprogramm, die an eine „Rocker-Höhle“ oder einen Westernsaloon erinnernde Bar Sehnsucht. Auf Bier, Whisky-Cola, Motorräder, Tattoos und Lederjacken sollte man besser nicht allergisch sein. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die erwarteten harten Rocker aber eher als smarte Jungs mit Hipsterbart, deren Herz angesichts des „BH-Himmels“ überm Tresen höher schlägt. Die Büstenhalter sind übrigens „Trophäen“ weiblicher Besucher, die sich an längst vergangenen Abenden selbiger entledigt haben als Gegenleistung für ein Getränk.

AUFWÄRMRUNDE IM ZWISCHENNUTZUNGSPROJEKT

Von der Sehnsucht ist es nur ein Katzensprung in die Von Miller Bar. Der Name verrät auch gleich die Adresse. Oskar von Millers Portrait – er ist übrigens der Gründer des Deutschen Museums – hängt passend dazu als Reminiszenz an der Wand. Ansonsten ist die Bar, die als Zwischennutzung wohl nur bis Anfang 2019 existieren wird, dunkel und schlicht gehalten. Auch die Drinks kommen nicht aus dem experimentellen Mixologen-Labor, sondern basieren auf wertigen Spirituosen und dem ein oder anderen lustigen Einfall. Der „Green Hunter“ kombiniert z.B. Jägermeister mit einer Ingwer-Basilikum-Limonade.

BOB BEAMAN

Nach dem dezenten Eiswürfelklimpern im Cocktail- oder Longdrinkglas dürfen jetzt gern mal ein paar kräftigere Beats das Zwerchfell massieren. Dazu bietet sich idealerweise der nahegelegene Bob Beaman Club mit seiner toll austarierten Soundanlage an. Das Wochenend-Musikprogramm wechselt zwischen elektronischen Klängen und HipHop-Rhythmen hin und her. Große DJ-Namen sind hier an der Tagesordnung. Also einfach in die intime Dunkelkammer mit der zwischenzeitlich erhellenden Lightshow eintauchen! Frischluftfreunde halten sich – mit Bier oder Longdrinks als Begleiter – auch gern auf der schönen Terrasse auf.


Text: Alex Wulkow
Fotos: Kopper, Home Bar, Bar Sehnsucht, Von Miller Bar, Bob Beaman

April 2018

 

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