Unterwegs im Glockenbachviertel

Müllerstrasse: Trisoux, Foto: Markus Büttner
Foto: Markus Büttner

Wo die Münchner Nächte am schönsten sind

Künstler, Kreative und Nachtaktive – sie alle findet man hier, im buntesten aller Münchner Stadtteile. Im Glockenbach schlägt das Herz des Münchner Nachtlebens, und die Müllerstraße ist die Hauptschlagader. Mitten in der City findet Ihr dort an jeder Ecke eine Bar für jeden Geschmack. Unsere kleine Tour starten wir am Sendlinger Tor.

Pimpernel: Anfang und Ende einer Münchner Nacht

Müllerstrasse: Pimpernel, Foto: Markus Büttner
Foto: Markus Büttner

Der erste Laden unseres Streifzugs durch die Müllerstraße ist für viele meistens auch der letzte eines Münchner Abends. Das Pimpernel ist beliebt bei allen Feierwütigen, die nicht nach Hause wollen. Wenn sich andere Bars leeren, ist im Pimpernel mit Sicherheit noch etwas los. Diese Institution schätzte schon Freddy Mercury – er soll zu seiner München-Zeit in den 80ern ein treuer Stammgast gewesen sein. Heute ist das Publikum allerdings nicht mehr so elitär wie früher. Heute trinkt der Anwalt mit dem Punk. Aber immer zu elektronischer Musik, die alle verbindet.

Nachtbad: Alles, was Spaß macht

Müllerstrasse: Nachtbad, Foto: Nachtbad
Foto: Nachtbad

Das Nachtbad auf der Pimpernel-Seite der Müllerstraße fällt seit 2017 gerne aus dem Rahmen. Seine sehr verrückte Used-Look-Dekoration lädt die Gäste ein, mal wieder richtig Gas zu geben. Sowohl auf der Tanzfläche des Clubs als auch in der kleinen Seiten-Bar, die Almhütten-Feeling vermitteln soll. Musikalisch kann man gerade am Wochenende viele Lieder mitsingen – nicht umsonst lautet hier die Devise: „Alles, was Spaß macht“. Bevor man die Treppe zurück zur Müllerstraße nach oben erklimmt, darf ein nächtliches Gruppenfoto in der leeren Badewanne natürlich nicht fehlen.

Beverly Kills: Lässiger Hip-Hop

Müllerstrasse: Beverly Hills, Foto: Markus Büttner
Foto: Markus Büttner

Das Beverly Kills öffnete 2012 seine Tore und wurde vom ersten Tag an von den Münchner Nachtschwärmern ins Herz geschlossen. Vielleicht, weil es so ehrlich ist. An der Bar erotische Bilder, an der Decke rote Leuchtstoffröhren, aus dem Hahn Bier vom Fass. Die Bar ist angenehm cool, aber nicht zu durchgestylt. Das Publikum hingegen schon eher. Zu lässigem Hip-Hop quetschen sich Mittwoch bis Samstag die Glockenbach-Locals durch die noch angenehme Enge. Gute Laune garantiert und perfekt für einen lockeren Abend.

Trisoux: Erstklassige Cocktails

Müllerstrasse: Trisoux, Foto: Markus Büttner
Foto: Markus Büttner

Mehr als Münchner Bussi-Bussi. Das Trisoux – eine französische Wortneuschöpfung aus „troi“ (= drei) und „bisou“ (= Kuss) – erstaunt seine Gäste erst einmal durch seine beeindruckende Holzdeckenkonstruktion (insgesamt 3,4 Kilometer Holz) und seine Wand-Deko aus echtem Moos. Und dann natürlich auch durch erstklassige Cocktail-Kreationen. Die Drinks und die Gäste sollen im Vordergrund des Ladens stehen. Das ist der Plan. Und der geht seit 2017 auch im separaten, anmietbaren Raum im Keller ausgezeichnet auf. À votre santé!

Ksar Barclub: Club und Bar

Müllerstrasse: Ksar, Foto: Markus Büttner
Foto: Markus Büttner

Bereits seit 38 Jahren gibt es diesen Glockenbach-Evergreen nun schon – und seit elf Jahren mit überarbeitetem Konzept. Man steht in einem Club, bekommt aber hochwertige Drinks wie in einer Bar. So einfach, so gut. Sirup und Liköre sind hausgemacht – und weil das Ksar schon immer dafür bekannt war, dass eben nicht schon um Mitternacht die Lichter angehen, trifft man sich dort, an der Ecke zur Hans-Sachs-Straße, jeden Tag. Und jede Nacht. Und zwar auch all jene, die nicht zur Münchner Gay-Szene gehören.


Text: Markus Büttner
Fotos: Markus Büttner, Nachtbad

Noch nicht müde?

Afterwork

Tipps für den perfekten Feierabend

Ausgehen in der Maxvorstadt

5 Tipps für eine tolle Bartour

Tipps für Studenten

Partys und Kneipen für jedes Semester

Nightlife-Guide

Tipps für das Münchner Nachtleben

Top