Gedenken an das Oktoberfestattentat

Gedenken an Wiesn-Attentat am Mahnmal für die Opfer, Foto: muenchen.de/Dan Vauel 2018
Foto: muenchen.de/Dan Vauel 2018

Erinnerung an Attentat von 1980

(26.9.2018) Zum 38. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats von 1980 erinnerten heute Angehörige der Opfer, Betroffene und Vertreter der Münchner Stadtgesellschaft am Haupteingang des Festgeländes an das Verbrechen, bei dem 13 Menschen starben.

Bilder von der Gedenkveranstaltung

Genaue Hintergründe des Anschlags noch unklar

Journalist Tom Sundermann bei seiner Rede am Mahnmal, Foto: muenchen.de/Dan Vauel 2018
Foto: muenchen.de/Dan Vauel 2018

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach bei der Gedenkveranstaltung ein Grußwort (Foto oben): „Wir treten ein für Verbesserung in der öffentlichen Wahrnehmung und wollen das Denkmal und seine Geschichte noch deutlicher herausstellen. Lassen Sie uns alle gemeinsam wachsam sein. Er hatte bereits im vergangenen Jahr auf weitere Aufklärung in dem Fall gepocht.

Der Journalist Tom Sundermann (Foto) hielt die Hauptrede. „Unsere Botschaft ist: Wir vergessen nicht. Wo schonungslose Aufklärung gefordert ist, darf es keine Abstriche geben. Es gilt außerdem, das Leid der Betroffenen zu berücksichtigen, forderte er.

Eine Bombe aus 1,39 Kilo TNT riss am 26.9.1980 zwölf Volksfestbesucher in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Zudem starb der Attentäter Gundolf Köhler, ehemals Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Bis heute sind die genauen Hintergründe unklar. Seit Dezember 2014 ermittelt die Bundesanwaltschaft neu. Vermutet wird, dass Köhler die Tat nicht allein verübte, sondern Komplizen hatte.

Neben dem Mahnmal am Oktoberfesteingang erinnert in München seit Anfang September auch eine Gedenktafel am Rathaus an den schwersten rechtsradikalen Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.

(muenchen.de/dpa)

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