Oktoberfest-Halbzeitbericht 2018

Impressionen von der ersten Wiesnwoche, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018

Viele Familien beim 185. Oktoberfest

(30.9.2018) Am Sonntag gaben die Wiesn-Veranstalter und die Polizei die Halbzeitbilanz des Oktoberfests 2018 auf einer Pressekonferenz bekannt. Nach Schätzungen kamen insgesamt bislang 3,3 Millionen Gäste auf die Theresienwiese. Festleiter Josef Schmid zeigte sich erfreut über das gute Wetter und darüber, dass zum 185. Oktoberfest wieder viele Familien kommen. Gleichzeitig äußerte er aber auch sein tief empfundenes Bedauern über den Todesfall am Freitag.

Bilder: Impressionen vom zweiten Wiesn-Wochenende

Aus diesen Ländern kommen die Wiesn-Gäste

Wiesn-Halbzeit Bilanz: Pressekonferenz mit Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid, Foto: muenchen.de/Mónica Garduño 2018
Foto: muenchen.de/Mónica Garduño 2018

Tolles Spätsommerwetter bis zur Wiesn-Halbzeit. Selbst der Orkan „Fabienne" wehte weder Zelte, Karussells und Buden noch die gute Stimmung der Festbesucher weg. „Das 185. Oktoberfest ist wieder ein Oktoberfest für alle“, so Wiesn-Chef Josef Schmid. Mehr Familien, viele Kinder und auch ältere Semester waren auf den Feststraßen unterwegs.

Auch die Einheimischen lernten ihre Wiesn wieder lieben und feierten voller Freude mit Gästen aus aller Welt. Nach Beobachtung der Beschicker kamen im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Besucher aus den USA. Auch die Stammgäste aus Italien waren von Beginn an zahlreich vertreten. Gemäß der Transaktionen an den Wiesn-Geldautomaten kamen Gäste auch aus Australien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und der Schweiz. Die Sicherheitsvorkehrungen bewähren sich und werden von Gästen wie von den Beschickern bereits als selbstverständlich angenommen und begrüßt.

Trauriger Vorfall war eine Körperverletzung mit Todesfolge am 28.9. Festleiter Schmid sagte, es schmerze, dass ein Todesopfer zu beklagen sei. Den Angehörigen drückte er sein Mitgefühl aus. "Das ist nicht die Wiesn, die wir haben wollen."

So viele Besucher kamen bisher

Impressionen vom ersten Wiesnwochenende, Foto: muenchen.de/Katy Spichal 2018
Foto: muenchen.de/Katy Spichal 2018

Nach Schätzung der Festleitung kamen 3,3 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2017: drei Millionen). Davon wurden auf der Oidn Wiesn 240.000 Besucher gezählt (2017: 190.000). Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem bisherigen Verlauf der Wiesn zufrieden.

Bei stabilem Bierkonsum im Vergleich zum Vorjahr legen die Wiesnbesucher laut Aussagen der Wirte gesteigerten Wert auf das Essen. Die Klassiker Kasspatzn und Kaiserschmarrn sind ebenso Renner wie das resche Wiesnhendl. In der Ochsenbraterei wurden 70 Ochsen (2017: 60) verspeist. Die Kalbsbraterei meldet den Verzehr von 29 Kälbern (2017: 21 Kälber). Der Straßenverkauf lief sehr gut. Auch nach Zeltschluss waren Bratwurst und Haxnsemmeln heiß begehrt. Zuckerwatte erlebte eine Renaissance. Gebrannte Mandeln und Schokofrüchte sind ein „Muss" für jeden echten Wiesnfan.

Bilder: Schmankerl auf der Wiesn

Wiesnhit: Diese Songs führen zur Halbzeit

Impressionen vom ersten Wiesnwochenende, Foto: muenchen.de/Katy Spichal 2018
Foto: muenchen.de/Katy Spichal 2018

„Cordula Grün" des Wiener Sängers Josh, gefolgt vom alten Partisanenlied „Bella Ciao", führt bei den Neuheiten die Parade der Wiesnhits zur Halbzeit an. Unübertroffen: ,,Ein Prosit der Gemütlichkeit!".

Das gute Wetter lockte viele Liebhaber von Fahrgeschäften auf die Festwiese. Kinderkarussells und familientaugliche Volksfestattraktionen sind im Aufwind und toppen sogar die „wuiden" Fahrgeschäfte. Erfolgreiches Comeback feiert das Velodrom im Museumszelt auf der Oidn Wiesn.

Auch der Souvenirverkauf profitierte von der gesteigerten Besucherzahl. Das aktuelle Wiesn-Plakatmotiv auf Logo-Artikeln findet Gefallen. T-Shirts wurden gerne von amerikanischen Besuchern gekauft, wohingegen sich die Einheimischen mit Kühlschrankmagneten begnügten.

Polizei lobt gute Sicherheitspartnerschaft

Wiesn-Halbzeit Bilanz: Pressekonferenz mit Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018

Die Polizei ist mit dem bisherigen Verlauf des Oktoberfests zufrieden. Der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins lobte die gute Sicherheitspartnerschaft aller zuständigen Behörden und Beschicker. Die Körperverletzung mit Todesfolge überschattete allerdings den Wiesn-Freitag.

Der Polizei zufolge gab es davor den letzten gewaltsamen Todesfall auf dem Oktoberfest 1991. Die Feuerwehr vermeldet einen normalen Verlauf. Aicher Ambulanz feierte erfolgreich Premiere auf der Wiesn.

Wiesn-Chef Schmid begrüßte am Sonntag offiziell die französischen und italienischen Polizisten, die als Verstärkung auf dem Oktoberfest arbeiten. Seit 2005 unterstützen sie jedes Jahr die Einsatzkräfte vor Ort.

Das Wiesn-Fundbüro zählte bis Samstagabend 865 Fundsachen (2017: 1.300). Darunter 250 Ausweise, 200 Kleidungsstücke, 120 Smartphones und Handys, ein Tenorhorn, ein Badmintonschläger, eine Wärmflasche, eine Marschgabel mit Marschliedern und eine Luxusuhr.

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