150 Jahre Schichtl - das Kult-Varieté feiert Geburtstag

150 Jahre Schichtl: Intendant Manfred Schauer und Moderatorin Liesl Weapon, Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich

Jubiläum einer wahren Oktoberfest-Institution

(23.9.2019) Das Schichtl-Theater gehört auf die Wiesn wie der Löwenbräulöwe oder das Riesenrad! Vor 150 Jahren fand die Premiere der Varieté-Show statt. Bei einem großen Jubiläumsempfang feierte Intendant Manfred Schauer gemeinsam mit Oberbürgermeister Dieter Reiter, Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, und vielen weiteren Gästen. Und eine Kostprobe des neuen Programms gabs auch…

Video: So wurde das Schichtl-Jubiläum gefeiert

Manfred Schauer - ein Münchner Original

150 Jahre Schichtl: Manfred Schauer und Künstler Ringo Praetorius, "Der Henker", Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich Manfred Schauer und sein "Henker" Lukas

Die legendäre Mischung aus Zauberei, Puppenspiel, kuriosen Einlagen und der „Enthauptung einer lebenden Person auf offener, hell erleuchteter Bühne mittels Guillotine“ macht den besonderen Charme des Schichtl-Theaters aus. 

Die Enthauptung ist längst absoluter Kult. Laut Manfred Schauer findet sie etwa 20 Mal pro Wiesntag statt, insgesamt während des Oktoberfests also 320 mal. Vermutlich habe er in seiner Amtszeit also schon die Bevölkerung einer bayerischen Kleinstadt geköpft, merkt der Betreiber lächelnd an. Übrigens ist die Enthauptung auch außerhalb der Wiesn buchbar, etwa für Firmenfeiern oder runde Geburtstage.

1869 war das Varieté von Michael August Schichtl zum ersten Mal auf der Wiesn zu sehen. Bis 1985 war der Betrieb in Familienbesitz, stand dann zum Verkauf - der Zuschlag ging an Manfred Schauer, der seit  nunmehr 34 Jahren Hausherr des Theaters ist und seit 2006 auch des zugehörigen Wirtshauses im Schichtl. Dass wohl fast jeder schonmal einer Vorstellung des Münchner Originals und seines zehnköpfigen Kabinetts beigewohnt hat, wurde bei der großen Jubiläumsfeier deutlich.

Einblicke in die nagelneue Show „Drölf Punkt Null“

150 Jahre Schichtl: Die neue Show „Drölf Punkt Null“, Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich

Festleiter Clemens Baumgärtner gratulierte Manfred Schauer höchstpersönlich und sprach von seiner „besonderen Leistung“. Und auch Oberbürgermeister Dieter Reiter überbrachte seine Glückwünsche höchstpersönlich und erklärte: „Politiker legen nicht immer wert darauf, geköpft zu werden, aber das Zuschauen macht auf alle Fälle Spaß.“

Das sahen auch die übrigen Gäste aus Politik, Stadtgesellschaft und Schauspielszene so und jubelten begeistert, als das Ensemble die nagelneue Show „Drölf Punkt Null“ zum Besten gab. Abgerundet wurde die Feier mit einem besonderen Geburtstagsgeschenk: Otto Lindinger, Sprecher der Kleinen Wiesn-Zelte, übergab Schauer die Originaluhr von Michael August Schichtl, dem Gründer des Theaters, was den sonst so derben Schausteller sogar zu Tränen rührte...

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