Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Zwei Wiesn-Besucherinnen freuen sich auf Wiesngaudi, Foto: muenchen.de/Katy Spichal
Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Für Mädchen und Frauen, die auf dem Oktoberfest von Männern sexuell belästigt wurden, gibt es eine eigene Anlaufstelle im Servicezentrum Theresienwiese (hinter dem Schottenhamel-Festzelt). Sicherheitskräfte können Betroffene hier an einen Security Point weiterleiten, an dem geschulte, mehrsprachige Mitarbeiterinnen ihre Hilfe anbieten - Fachfrauen und insgesamt Ehrenamtliche wechseln sich während der Wiesn ab und sind täglich im Einsatz.

Security Point

Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ steht mit dem Security Point seit 2003 eine Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur Verfügung. Im Servicezentrum Theresienwiese hinter der Schottenhamel-Festhalle können alle Sicherheitskräfte, die den Button der Aktion tragen, angesprochen werden. Sie bringen die betroffenen Mädchen und Frauen umgehend zu den Mitarbeiterinnen des Security Points. 234 Wiesnbesucherinnen suchten allein zur letzten Wiesn den Security Point der Aktion auf. Rund drei Viertel aller Mädchen und Frauen, die das Angebot in Anspruch nehmen, stammen nicht aus München und dem näheren Umland. Sie reisen aus den USA, Australien oder Italien, kommen aus Hannover, Stuttgart oder vom Bodensee. So ist es nicht verwunderlich, dass der allergrößte Teil (ca. 90%) der hilfesuchenden Wiesnbesucherinnen den Weg zum Security Point über Dritte findet: Sie werden von der Polizei, den Sicherheitsdiensten, der Erste-Hilfe-Station, Bedienungen, Standlbetreiber oder Besucher zur Anlaufstelle begleitet und weitervermittelt.

Betreut wird dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen der Initiativen AMYNA – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, IMMA – Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur Seite stehen.

München setzt ein Zeichen

Die mehrfach prämierte Aktion wurde 2010 mit dem Anita-Augspurg-Preis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet und setzt ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung auf Volksfesten. Die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter, Bürgermeister Josef Schmid und Bürgermeisterin Christine Strobl stehende Aktion wird unterstützt durch die Stiftung „Hänsel+Gretel“. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend und wird seiner Vorbildfunktion als innovatives Volksfest gerecht.

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