Riesenmaßkrug, Bier-Hightech und Feierlaune

Steht man vor dem Paulaner Festzelt, sticht sofort der Riesenmaßkrug auf dem Zeltturm ins Auge, der sich um seine eigene Achse dreht. Der Paulanerkrug ist das unverkennbare Wahrzeichen dieses Zelts, das im Inneren noch einiges mehr zu bieten hat als das frisch gezapftes Wiesnbier der Münchner Traditionsbrauerei. Das Wirtepaar Peter Pongratz und Arabella Schörghuber weiß, womit man heutzutage seine Wiesngäste glücklich macht - weshalb zahlreiche Stammgäste und viele Prominente immer wieder in dieses Zelt zurückkehren.

Der schwebende Maßkrug

, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Ist es ein Glaskrug, oder ein tönerner Keferloher? Der erste Maßkrug auf dem Turm des ersten Paulaner-Festzelts war jedenfalls aus Gummi. Mit Helium gefüllt schwebte er schon 1950 über dem Zelt der Kreitmairs - den damaligen Wirten des "Winzerer Fähndls". Schon im Jahr darauf wurde ein Turm ans Zelt gebaut und ein rotierender Keferloher draufgesetzt. In den eher bescheidenen Anfängen brachten die Besucher ihr Essen noch selbst mit: Käse, Breze, Wurst und sogar das eigene Hendl. Letzteres wurde für ein Entgelt dann im Zelt gebraten. Als Ausgleich langten die Münchner beim Trinken hin.

Bilder aus dem Paulaner Festzelt

Paulaner Festzelt - auf einen Blick

Paulaner Festzelt "Winzerer Fähndl", Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

 

Essen und Trinken im Paulaner Festzelt

Auf der Speisekarte finden sich selbstverständlich allerlei Schmankerl. Wenn man schon auf dem Oktoberfest ist, sollte man auf jeden Fall den Wiesn-Eintopf mit köstlichem Ochsen- und Hendlfleisch probieren. Die Brotzeiteller erzählen „Münchner G‘schichten“ und dass beim „Bayerischen Käsepotpourri“ ein Obatzda dabei ist, dürfte keine Überraschung sein. Das extra-süffige Paulaner Oktoberfestbier ist bei Kennern vor allem wegen seinem leicht hopfigen Malzgeschmack äußerst beliebt. Dann noch eine Dampfnudel als Nachspeise und einem tollen Wiesntag im Paulaner steht nichts mehr im Wege…

Video: Impressionen vom Zelt

Stimmung im Zelt

Paulaner Festzelt "Winzerer Fähndl", Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Heute ist das liebevoll dekorierte Zelt für seine Gemütlichkeit bekannt. Hier kommen viele Stammgäste zusammen, weshalb die Plätze oft schon Monate vor Wiesn-Beginn ausgebucht sind. Das Publikum ist hier bunt gemischt - tagsüber geht es auch einmal ein wenig gemütlicher zu. Doch abends kocht dann bei den traditionellen Wiesnhits selbstverständlich die Stimmung im Zelt. Die Nockherberger unter der Leitung von Konrad Aigner sorgen hier für die richtige Feier- und Bierlaune.

High-Tech nur fürs Bier

Technisch ist das neue Paulaner Festzelt, das 2010 grundlegend renoviert und umgebaut wurde, das modernste: Die bisher einzigartige Spannweite ermöglicht von allen Seiten eine freie Sicht auf die Musik und das Geschehen im Zelt. Das Zelt ist auch das erste mit zentraler Bierversorgung. Künftig muss nicht mehr jede Schänke einzeln beliefert werden - die Befüllung der großen Tanks erfolgt an einer zentralen Stelle, das Bier gelangt von dort aus über eine Ringleitung direkt zu den Schänken. Das spart Lieferzeit und vereinfacht die Logistik erheblich.

Die Ringleitung (240 Meter lang, 10 Zentimeter Durchmesser, 1,5 bar Druck permanent) liegt etwa einen Meter tief im Boden. Bis zu 15 Maß pro Minute fließen so aus elf Zapfhähnen. Optimale Biertemperatur sichern an den Zapfstellen eingebaute Durchlaufkühler. Das Bier wird mit etwa 3 Grad Celsius gezapft und wird mit etwa 6 Grad Celsius serviert.

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