Tollwood 2021: 7 Gründe, warum ihr das Festival besuchen solltet

Sommer-Tollwood 2021, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Ein Tollwood trotz Corona: Was an Programm und Angebot besonders ist

Corona macht's nötig: Das Tollwood-Sommerfestival verzichtet 2021 auf die großen Zelte und kommt beschaulicher und ruhiger daher. Das sorgt bei manchem Tollwood-Fan für nostalgische Gefühle – und macht einen Besuch für viele sogar besonders lohnenswert. 7 Gründe, warum man auf jeden Fall im Olympiapark Süd vorbeischauen sollte.

1. Musik auf dem Brettl und am Beach

Tollwood-Sommerfestival 2021, Hacker-Pschorr-Brettl, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Auch wenn die ganz großen internationalen und nationalen Stars fehlen: Musik gibts genug auf dem Sommer-Tollwood. Täglich spielen auf der Brettl-Bühne  und am S-Beach regionale Bands und Künstler*innen auf. 

Doch nicht nur auf der Bühne ist die Musik Teil dieses Open-Air-Tollwood. Auf dem Markt zupfen mitunter Straßenmusikanten das Banjo oder greifen in die Tasten des Akkordeons. Folgt einfach den Klängen zwischen den Ständen und Kunstwerken und lasst euch überraschen.

2. Personal Shopping auf dem Markt der Ideen

Sommer-Tollwood 2021, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Einerseits bedeutet die Begrenzung der Besucherzahl für die Händler*innen auf dem Markt eine geringere Zahl an potenziellen Kund*innen. Anderseits bietet das aber auch die Möglichkeit zum intensiveren Austausch und zur persönlichen Beratung. Gerade unter der Woche oder wenn das Wetter nicht hochsommerlich ist.

  • Euch soll ein buntes Licht aufgehen? Ein Hingucker, besonders am Abend ist der Stand von Muhamed Bekiri mit seinen Mosaiklampen aus Istanbul, die jeden Raum orientalisch erleuchten. Die filigranen Lampen werden per Hand mit farbigem Glas beklebt.

3. Kulinarische Neuheiten auf dem Tollwood 2021 entdecken

Sommer-Tollwood 2021: Stand Koplar, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Verhungern muss auf dem Tollwood niemand. Euch erwartet das gewohnt bayerisch-internationale Schmankerl und Foodangebot – wie immer zu 100 Prozent Bio:

  • Wer Lust auf etwas Süßes verspürt, probiert die Kürtöskalács, auf Deutsch ganz einfach: Baumstriezel von Richard Koplar. Das karamellisierte Gebäck aus Siebenbürgen schmeckt kalt und warm und kommt mit Schokolade, Nüssen oder mit Zimt verführerisch daher.

4. Barfußpfad und Riesenwackelturm: Spiel und Unterhaltung erleben

Tollwood: Barfußlabyrinth, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
  • Wer hat Lust, seine Sinne zu kitzeln? Schaut zum Barfußpfad! Zieht eure Schuhe aus und lauft mit nackten Füßen über Steine, Sand und Gras durch das kleine Labyrinth. Natur pur an den Fußsohlen. Danach will niemand mehr in seine Schuhe schlüpfen.
  • Beim Riesenwackelturm an der Spielinsel müsst ihr wie beim bekannten Spiel "Jenga" Hölzer geschickt entfernen, ohne dass der Turm umfällt. Konzentration ist hier gefragt.

5. Walking Acts und Performances toll wie eh und je

Tollwood: Performance, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Walking Acts und Performances sind ein Markenzeichen des Tollwoods, bei dieser Open-Air-Ausgabe bekommen sie noch mehr Aufmerksamkeit: In den täglichen Vorstellungen stolzieren Künstler*innen in Fantasiekostümen auf Stelzen über das Festivalgelände oder lassen ihre Figuren auf die Besucher los.

  • In gefiederten Vogelkostümen, als wandelnde Blüten oder griechische Mythenfiguren mit Hörnern schreitet das Stelzentheater Hochformat (Julia Dietze und Mirjam Kendler mit Kollege Michael Schön) als Trio durch den Markt der Ideen (29.7. bis 31.7., 17.8.).
  • Die ZEBRA's Stelzentänzer entführen euch als bunter und dynamischer Walk-Act in eine zauberhafte Welt aus virtuosem Tanz gepaart mit Ethno Grooves (18. bis 22.8.).

6. Die Kunst auf dem Tollwood regt zum Nachdenken an

Tollwood: Bodengemälde mit Eisbär, Foto: muenchen.de/Michaela Mühlbauer
Foto: muenchen.de/Michaela Mühlbauer

Die Kunst auf dem Tollwood ist gewohnt politisch. Man begegnet "alten Bekannten" von früheren Festivals wie der Verkehrsschildblume oder der Metallskulptur "Mut". Doch wie immer gibt es auch Neues zu sehen:

  • Verblüfft und vielleicht etwas ängstlich schaut der Eisbär auf die Heizung: "KeinGradWeiter!". Mit ihrem 3D-Bodengemälde symbolisiert die Münchner Künstlerin Artemisia das Festival-Motto und möchte aufrütteln.
  • Je näher ihr der Eingangsskulptur "Wertgigant" des Künstlers HA Schult auf die Pelle rückt, desto mehr Details gibt der beleuchtete Schrotthaufen preis. Aus der Ferne sieht er aus wie ein gehender Roboter, aus der Nähe offenbart er Platinen, einen Staubsauger und auch ein altes Smartphone. Mit dem Olympiaturm im Hintergrund ist die Skulptur natürlich ein beliebtes Fotomotiv.

7. Die Ost-West-Friedenskirche lädt zur Ruhe ein

Ost-West-Friedenskirche, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Mitten im Festivalgelände versteckt sich eine grüne Oase der Ruhe, ein spirituelles Zentrum, das man hinter den Bäumen und Sträuchern nicht sofort sieht. Die Ost-West-Friedenskirche bleibt, auch wenn das Tollwood längst wieder weggezogen ist, doch nicht jeder kennt sie.

Mit einfachsten Materialien aus Bauschutt errichtete der russische Einsiedler Väterchen Timofej nach dem Krieg eine Kirche, die er später um Wohnhaus und Garten erweiterte. Seit seinem Tod 2004 im biblischen Alter von 110 Jahren kümmert sich eine Stiftung um das Ensemble mit einem kleinen Museum. 

Text: Michael Hofmann, Juli 2021

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