TSV 1860 München Geschichte

Das TSV-1860-Special ist eine Sonderveröffentlichung von muenchen.de und dem TSV 1860 München

Die Löwen, die Blauen, die Sechzger: es gibt viele Spitznamen für den Traditionsverein TSV 1860 München, der von seinen Fans leidenschaftlich geliebt wird und den Münchner Fußball seit Jahrzehnten prägt. Aktuell spielt der TSV 1860 München in der Saison 2017/18 in der Regionalliga Bayern. Doch wie sieht die lange Historie des Klubs aus? Ein kleiner Abriss...

Gründung

Gegründet wurde der TSV 1860 erstmals im Jahr 1848, aufgrund von Problemen mit der Obrigkeit aber schon 1849 wieder verboten. Erst am 17. Mai 1860 gründete sich der Verein neu. Fußball wird bei den Löwen aber erst seit 1899 gespielt, als die Fußball-Abteilung eingeführt wurde.

Erste Erfolge

Seit 1926 spielten die Löwen im neu gebauten Stadion an der Grünwalder Straße. 1942 konnte der TSV 1860 mit dem Sieg im DFB-Pokal seinen ersten überregionalen Titel erringen. Diesen Erfolg konnte er 1964 noch einmal wiederholen und erreichte 1965 sogar das Endspiel des Europapokals gegen West Ham United, das allerdings verloren ging. Im Gegensatz zum Lokalrivalen FC Bayern war der TSV 1860 sogar Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga im Jahre 1963.

Deutscher Meister

In der dritten Bundesligasaison kam der ganz große Erfolg: der TSV 1860 München wurde Deutscher Meister. In der Meistermannschaft von 1966 (siehe Bild oben) liefen legendäre Spieler auf. Petar Radenkovic, Timo Konietzka oder Rudolf Brunnenmeier sind Namen, die noch heute jedem Löwenfan auf der Zunge zergehen. Trainer der umjubelten Elf war der Österreicher Max Merkel. Nach der knapp verpassten Titelverteidigung begann für den Klub eine lange Zeit mit Aufs und Abs.

Schwere Jahre

1970 musste der TSV in die zweite Liga absteigen und sieben Jahre dort verharren. Nach einer Berg- und Talfahrt Ende der 70er und Anfang der 80er-Jahre kam 1982 mit dem Lizenzentzug der endgültig tiefe Fall in die bayerische Oberliga. Neun Spielzeiten in der dritten Liga folgten. Der Aufstieg mit Trainer Karsten Wettberg 1991 war nur ein Strohfeuer, in der nächsten Saison war der TSV 1860 wieder drittklassig.

Neue Hoffnung

Die Ära des Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser begann 1992 mit dem Durchmarsch in die 1. Liga unter Trainer Werner Lorant; der TSV etablierte sich wieder in der höchsten Klasse. Wildmoser erkannte die Zeichen der Zeit und setzte mit dem Umzug in das Olympiastadion alten Traditionen ein Ende: auf Dauer war mit dem kleinen Stadion in Grünwald erfolgreicher Profifußball nicht mehr zu finanzieren. In der Folge schafften die Löwen im Jahr 2000 sogar die Qualifikation für die Champions League. 2004 musste Wildmoser gehen, wenige Monate später stieg der TSV wieder in die 2. Liga ab.

Von der Allianz Arena bis ins Grünwalder

Noch unter Wildmoser beteiligte sich der TSV 1860 am Bau des neuen Münchner Fußballstadions. Den traditionsbewußten Fans fiel der Abschied schwer, als der TSV 1860 im Jahr 2005 gemeinsam mit dem ewigen Stadtrivalen FC Bayern die Allianz-Arena in Fröttmaning bezog. Das "Grünwalder" gehörte vorübergehend der Vergangenheit an. Doch nach dem Zweitliga-Abstieg 2017 und dem Lizenzentzug für die 3. Liga spielt die 1. Mannschaft der Löwen in der Regionalliga Bayern seit der Saison 2017/18 wieder in ihrer alten Heimstätte. Gleich im ersten Jahr in der Regionalliga Bayern gelang dem TSV 1860 unter Trainer Daniel Bierofka der Aufstieg in die 3. Liga.

Der TSV 1860 München auf einen Blick

Gründung: 17.5.1860 (Hauptverein), 25.4.1899 (Fußball-Abteilung)
Erfolge: Deutscher Meister: 1966, Deutscher Pokalsieger: 1942, 1964
Abteilungen: Basketball, Bergsteigen, Boxen, Freizeit, Fußball, Jugend, Kegeln, Leichtathletik, Ringen, Senioren, Ski/Rad/Inline/Golf, Tennis, Turnen, Wassersport
Stadion: Grünwalder Stadion, 15.000 Plätze.

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