Pläne für Stadtquartier auf dem Paketpost-Areal kommen voran

Visualisierung der Paketposthalle mit geplanten Hochhäusern, Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron Visualisierung: So könnte das Paketpost-Areal mit den beiden Hochhäusern aussehen

Kultur, Wohnen, Hochhäuser: Stadtrat befasst sich mit Plänen

(10.10.2019) Die Pläne für ein neues Stadtquartier an der Paketposthalle nehmen Gestalt an. Der Planungsausschuss hat gestern die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Vorgesehen sind rund um die denkmalgeschützte Halle unter anderem 1.100 Wohnungen und zwei Hochhäuser mit je 155 Metern Höhe.

Hochhäuser überschreiten Höhe von 100 Metern deutlich

Visualisierung der Paketposthalle mit geplanten Hochhäusern, Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron Wohnungen, Grünflächen und Hochhäuser sind geplant

Als die Pläne für das Paketpost-Areal im Juli vorgestellt wurden, sorgte das für großes Aufsehen. Denn das Architekturbüro Herzog & de Meuron will rund um die riesige Betonhalle in Neuhausen nicht nur etwa 1.100 Wohnungen und viele Grünflächen errichten - sondern auch zwei Hochhäuser zu je 155 Metern. Das wäre deutlich über der Maximalhöhe von 100 Metern, die im Bürgerentscheid aus dem Jahr 2004 mehrheitlich festgelegt wurde. Dieser Bürgerentscheid war nur ein Jahr rechtlich bindend, doch ein höheres Gebäude wurde seitdem in München nicht mehr errichtet.

Stadtrats-Ausschuss stimmt Entwürfen grundsätzlich zu

Visualisierung der Paketposthalle, Foto: Herzog & de Meuron
Foto: Herzog & de Meuron Die Halle soll auch kulturell genutzt werden

Nun hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung dem Masterplan grundsätzlich zugestimmt und die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Die beiden Hochhäuser seien "grundsätzlich vorstellbar" hieß es - ob sie wirklich 155 Meter hoch werden, steht aber noch nicht endgültig fest. Unter anderem müssen erst noch die sogenannte "Fernwirkung" und die Stadtbildverträglichkeit geprüft werden.

Ansonsten ist vorgesehen, dass das Areal um die Paketposthalle weitgehend autofrei bleibt. Anlieferverkehr und Parken sollen in Tiefgaragen stattfinden. Das 8,7 Hektar große und bislang abgesperrte Gelände soll komplett für den Fuß- und Radverkehr geöffnet werden. Wie im Entwurf von Herzog & de Meuron vorgesehen, soll die denkmalgeschützte Paketposthalle zum Teil kulturell genutzt werden. Auf dem Gelände sind außer den vielen Wohnungen auch Geschäfte und Hotels vorgesehen.

Bis zum Baubeginn dauert es aber in jedem Fall noch ein paar Jahre - voraussichtlich bis 2023 nutzt die Deutsche Post die Paketposthalle noch als Briefverteilzentrum.

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