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Zugspitze (Bergbahn)

Sehenswürdigkeiten
Sa geöffnet 08:15 - 16:30 (Bitte Hinweise beachten)
Die angegeben Öffnungszeiten gelten nur im Sommer für die Zugspitzbahn

Zugspitze

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Mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel ist die Zugspitze nicht nur der höchste Punkt Deutschlands, sondern auch ein äußerst attraktives Ausflugsziel, besonders für einen Tagesausflug von München aus. Hinauf auf den Gipfel geht es über verschiedene Touren oder ganz bequem mit Gondel oder Zahnradbahn.

Höchster Berg Deutschlands

Das Münchner Haus im Zugspitzgebiet, Foto: DAV - Deutscher Alpenverein München
Foto: DAV - Deutscher Alpenverein München

Die Zugspitze gehört zum Wettersteingebirge in den Nördlichen Kalkalpen und liegt auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Mit 2962 Metern ist sie der höchste Berggipfel Deutschlands. 1590 wurde sie erstmals als "der Zugspitz" erwähnt und 1820 zum ersten Mal bestiegen. Seit 1897 befindet sich auf der Zugspitze das Münchner Haus mit einer Wetterstation (Fraunhofer Institut und Klimaforschung). Drei Gletscher schmiegen sich an die Zugspitze: der Höllentalferner, der südliche Schneeferner und der nördliche Schneeferner.

Kurzcheck Zugspitze

Bergtouren:

  • Reintal: 1400 Höhenmeter, ca. 11 Stunden, Voraussetzungen: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
  • Gatterl: 1400 Höhenmeter, ca. 7 Stunden, Voraussetzungen: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
  • Stopselzieher: 1730 Höhenmeter, ca. 6 Stunden, Voraussetzungen: Klettersteigerfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
  • Höllental: 2200 Höhenmeter, ca. 8 Stunden, Voraussetzungen: Klettersteigerfahrung (bis Schwierigkeitsgrad C), Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
     

Viele Infos und ein PDF zu den Touren gibt es beim DAV

Besonderheiten

  • Bayerische Zugspitzbahn - in 75 Minuten mit der Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen aus zum Gipfel
  • Gletscherskigebiet von November - Mai
  • Seilbahn von Ehrwald (Tirol) und Grainau - diese ist bis voraussichtlich Ende 2018 außer Betrieb!

Anfahrt

Mit dem Auto von München über die A 95 und B 2 nach Garmisch-Partenkirchen. Mit der Bahn ist Garmisch-Partenkirchen über regelmässige Zugverbindungen erreichbar. Zudem verkehren Fernbusse zwischen dem Flughafen München und Garmisch-Partenkirchen bzw. Ehrwald.

Weitere Infos

  • Entfernung München: ca. 90 Kilometer
  • Höhe NN: 2962m
  • Gebirge: Wettersteingebirge

 

Viele Wege auf den Gipfel

Auf kaum einen Berg führen so viele Wege wie auf die Zugspitze: Wer es ganz unbeschwerlich haben möchte, der kann mit Gondel oder Zahnradbahn auf Deutschlands höchstem Berg einschweben. Doch auch zu Fuß geht es hinauf auf den Münchner Hausberg. Vier Routen führen auf den 2962 Meter hohen Gipfel, wo ein atemberaubendes Panorama auf die Bergsteiger wartet. Zwei der Touren sind nur für Bergsportler mit Klettererfahrung, die anderen beiden können auch trittsichere Bergwanderer in Angriff nehmen. Und weil die Zugspitze nur rund eine Stunde von München entfernt ist, ist sie das perfekte Ziel für einen Tagesausflug.

Leichtere Varianten: Durch das Reintal oder übers Gatterl

, Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Egal, für welchen Weg man sich auf die Zugspitze entscheidet: Unterschätzen sollte die Zugspitze keiner. Immerhin kratzt Deutschlands höchster Berg südwestlich von Garmisch-Partenkirchen an der 3000-Höhenmeter-Marke. Deshalb gilt für alle Begehungen: Das Wetter muss passen, denn man ist über viele Stunden unterwegs.

Etwa 11 Stunden sind es durch das Reintal - es ist die leichteste aber längste Route auf die Zugspitze. Vom Skistadion in Garmisch-Partenkirchen führt die Route erst durch die wilde Partnachklamm, dann über Forstwege zur Bockhütte auf 1052 Meter. Weiter geht es über einen einfachen Bergweg zur Angerhütte (1370 m), dann etwas steiler bergauf zur Knorrhütte. Wem die Tour auf die Zugspitze an einem Tag zu viel ist, der kann dort übernachten. Alternativ dazu liegt ein Stück weiter die Reintalangerhütte, von der aus es weiter auf das weite Zugspitzplatt geht. Nach der Station Sonn-Alpin wird es schweißtreibend: Über ein Geröllfeld erreicht man den Gipfel. Der Weg ist teilweise versichert - besonders im oberen Bereich. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, sollte die Tour am Münchner Haus beenden.

Eine kürzere Alternative ist die Gatterlroute. Sie führt von Ehrwald zur Knorrhütte. Von dort an ist die Tour identisch mit der Reintalroute. Die Knorrhütte erreicht man von der Talstation der Ehrwalder Almbahn aus. Von der Bergstation geht es weiter zur Pestkapelle. Dort beginnt der Steig zum „Gatterl“- einer Scharte, die am Ende über leichte Felsen erreicht wird. In diesem Bereich gibt es Drahtseil-Sicherungen. Dann geht es über den Plattsteig zur Knorrhütte. Wer die etwa 7 Stunden lange Tour noch abkürzen will, der kann mit der Ehrwalder Almbahn knapp 400 Höhenmeter einsparen.

Für Erfahrene: Höllental und Stopselzieher

Die Tour über das österreichische Schneekar und Stopselzieher ist mit gut 5,5 Stunden der kürzeste Weg auf die Zugspitze, aber auch sehr anspruchsvoll. Vom Eibsee oder alternativ von Obermoos gehen die Wege steil zur Wiener Neustädter Hütte auf 2213 Meter. Dort beginnt dann der Klettersteig (Schwierigkeitsgrade A und B) - entsprechende Ausrüstung ist dringend erforderlich. Spektakulär ist die Durchschreitung des Stopselziehers - einem natürlichen Felstunnel. Durch ein an vielen Stellen versichertes Gelände geht es dann zum Grat und Gipfel.

Der abwechslungsreichste Anstieg geht über das Höllental. Von Hammersbach aus führt der Weg durch die beeindruckende Höllentalklamm, die auf dem Stangensteig aber auch umgangen werden kann. Auf der Höllentalangerhütte müssen sich die Bergsteiger entscheiden, ob der Gipfel in einem Tag oder in zwei Tagen erreicht werden soll. Fit sollte man auf alle Fälle sein, denn nach der Hütte wird es knifflig: Die "Leiter" und das ausgesetzte „Brett“ sind Schlüsselstellen. Letzteres ist mit Stahlstiften als Tritthilfen versehen. Über Geröll geht es auf den Höllentalferner, wo man teilweise Steigeisen benötigt. Außerdem sollte man dort wegen der Spaltengefahr unbedingt am Seil gehen. Den Gipfel erreicht man dann über weitere Kletterpassagen und den Grat. Die Tour hat an einigen Stellen Schwierigkeitsgrad C und ist nur für erfahrene Bergsteiger geeignet.

Ganz einfach: Mit der Gondel oder Zahnradbahn

, Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Viel bequemer hinauf geht es natürlich mit der Zahnradbahn, die in 75 Minuten von Garmisch-Partenkirchen aus bis zur Bergstation fährt. Noch schneller ist man mit der Gondel auf Deutschlands höchstem Berg: Entweder mit der Eibsee-Seilbahn, oder der Gondel vom österreichischen Ehrwald aus. Ob Aufstieg zu Fuß oder mit der Bahn: Oben angekommen kann man es sich auf der Bergstation gut gehen lassen. Hier können hungrige Gipfelstürmer in der Gipfelalm bayerisches Ambiente und Essen genießen. Einen wunderbaren Blick hat man von der Panorama-Lounge aus. Für Bergwanderer, die den Weg zu Fuß auf den Gipfel in Angriff genommen haben, geht es mit den Bahnen leicht ins Tal zurück.

Winterspaß auf der Zugspitze: Skifahren und Rodeln

, Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Auch im Winter ist die Zugspitze ein lohnendes Ziel, vor allem für Wintersportler: Wenn das Wetter mitspielt, geht das Skivergnügen an der Zugspitze sogar von November bis in den Mai hinein. Für den Rodelspaß gibt es drei Pisten: Den Rodelhang am Schneefernerkopf, die Rodelbahn Sonnenklar und die Rodelbahn Wetterwandeck. Eine Rodelpartie geht bei entsprechender Schneelage sogar im Sommer: Von Juni bis September gibt es vom Restaurant Gletschergarten in Richtung Zugspitzgletscher eine Rodelstrecke - das Gerät kann ausgeliehen werden.

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2 Bewertungen zu Zugspitze (Bergbahn)

4
2 Bewertungen
  • von am

    Wenn nur das Hochfahren nicht so teuer wäre, dann wäre ich viel öfter da oben.

  • von am
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