Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Hilfe bei drohendem Wohnungsverlust


    Corona-Virus  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM / Wikipedia

    Sie haben Mietschulden wegen der Corona-Pandemie?

    Informationen zu besonderen gesetzlichen Regelungen für Mietschulden, die Ihnen wegen der Corona-Pandemie entstanden sind, erhalten Sie unter Kündigungsschutz bei Corona-bedingten Mietschulden.
    Trotz des besonderen Kündigungsschutzes sind Sie verpflichtet die im Mietvertrag vereinbarte Miete in voller Höhe zu leisten. Mietschulden können zu einem späteren Zeitpunkt eine konkrete Gefährdung Ihres Mietverhältnisses begründen. Einen Verlust Ihrer Wohnung sollten Sie vorsorglich vermeiden. Der Wohnungsmarkt in München wird sich auch durch die Corona-Pandemie nicht so verändern, dass eine bezahlbare Wohnung leicht zu finden sein wird.

    Was können Sie jetzt tun?

    Wenn Ihnen das Einkommen nicht mehr ausreicht, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und um die Miete zu bezahlen, sollten Sie prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) oder dem Wohngeldgesetz (WoGG) haben und diese gegebenenfalls beantragen. Für Leistungen nach dem SGB II, wenden Sie sich an das Jobcenter München im  zuständigen Sozialbürgerhaus und stellen gegebenenfalls einen Antrag auf Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV). Wenden Sie sich an die Wohngeldstelle der Landeshauptstadt München, für die Beantragung von Wohngeld.

    Haben sie bereits Mietschulden und können diese auch nicht durch einen Antrag beim Jobcenter begleichen, wenden Sie sich an die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit (FaSt) im  zuständigen Sozialbürgerhaus.

    Mann übergibt Brief mit Kündigung, © M&S Fotodesign - Fotolia.com  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © M&S Fotodesign - Fotolia.com

    Droht Ihnen der Verlust der Wohnung?

    Droht Ihnen der Verlust der Wohnung durch Kündigung, Räumungsklagen oder Räumungsurteil? Die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit (FAST) in den Sozialbürgerhäusern berät Sie eingehend.

    Kündigung im Briefkasten - Räumungsklage droht

    Kündigung der Wohnung
    Es ist “kurz vor 12”, was ist zu tun? Statt verzweifeln, handeln und sich beraten lassen. Eine Kündigung führt schnell zur Räumungsklage und zur Wohnungslosigkeit.

    Zwangsräumung muss verhindert werden
    Wer vom Amtsgericht eine Räumungsklage bekommt, darf keine Zeit verstreichen lassen. Bei Fristen unbedingt reagieren und Beratung in Anspruch nehmen. Zwangsräumung und Umzug in eine Notunterkunft müssen verhindert werden.

    Was passiert, wenn Sie nicht handeln?
    Ein Räumungsurteil und eine Räumung durch den Gerichtsvollzieher sind teuer. Der Umzug, die Zwangsräumung, die Einlagerung der Möbel und des Hausrates müssen bezahlt werden. Daneben fallen Gerichts-, Anwalts- und Renovierungskosten an. So kann aus einem Mietrückstand in Höhe von 1.000,00 Euro eine Gesamtbelastung in Höhe von 5.000,00 Euro entstehen.

    Wenn Ihnen der Verlust Ihrer derzeitigen Wohnung droht, bietet die Landeshauptstadt München im Amt für Wohnen und Migration und in den Sozialbürgerhäusern Hilfestellung an.

    Vereinbaren Sie mit der Sachbearbeitung auf jeden Fall einen Termin.

    Welche Beratung bekommen Sie von der Stadt?

    Die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit berät

    • über eine Übernahme der Mietrückstände
    • über die Rechtmäßigkeit der Räumungsklage
    • über mögliche wirtschaftliche Hilfen
    • über Anspruch auf Wohngeld oder andere Wohnhilfen
    • über persönliche Hilfen (Schuldnerberatung, sozialpädagogische Hilfen)

    Vereinbaren Sie mit der Sachbearbeitung auf jeden Fall einen Termin.

    Welche Unterlagen brauchen Sie?

    Damit wir Sie qualifiziert beraten können, brauchen Sie diese Unterlagen:

    • Pass oder Personalausweis von allen Personen, die in der Wohnung leben
    • Mietvertrag, letztes Mieterhöhungsschreiben
    • Mahnungen, Kündigungen und Räumungsklagen mit Kuvert als Zustellnachweis
    • Verdienstbescheinigung, Nachweis über das Einkommen
    • Nachweis über Schulden, Kredite, Unterhaltszahlungen oder andere Verbindlichkeiten
    • Quittung über die letzte bezahlte Miete
    • Vermögensnachweise (Kraftfahrzeug, Lebensversicherung, Bausparvertrag etc.)
    • Vollständige Kontoauszüge der letzten drei Monate
    • Scheidungsurteil, Sorgerechtsnachweis
    • Mutterpass
    • Aufstellung der Vermieterin bzw. des Vermieters über monatliche Mietkosten

    Vereinbaren Sie mit der Sachbearbeitung auf jeden Fall einen Termin:

    Zuständige Sachbearbeitungen

    Finden Sie Ihr zuständiges Sozialbürgerhaus!

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