Das Schloss Nymphenburg im Westen von München gehört zu den größten Königsschlössern Europas und darf auf keiner Sightseeing-Tour durch die bayerische Landeshauptstadt fehlen. Die vielbesuchte barocke Sehenswürdigkeit mit ihrem weitläufigem Landschaftsgarten und Museen zieht nicht nur Gäste aller Welt an, sondern ist auch bei Münchnern eine beliebte Institution. Im Jahre 1664 ließ Kurfürst Ferdinand Maria das Schloss in erbauen - als Geschenk an seine Frau, die ihm den langersehnten Thronfolger Max Emanuel geboren hatte. Max Emanuel selbst hatte später wesentlichen Anteil an der Erweiterung der Schlossanlagen.
Lange Zeit wurden die Schlossbauten als Sommerresidenz der Wittelsbacher genutzt. Einige Räumlichkeiten haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet. Prominente Architekten wie Giovanni Antonio Viscardi, Leo von Klenze und François de Cuvilliés waren an den Erweiterungen beteiligt - letzterer schuf den über drei Geschosse reichenden Steinernen Saal, in dem Johann Baptist Zimmermann das zentrale Deckenfresko gestaltete - zwei von vielen weiteren Attraktionen im Nymphenburger Schloss. Sehenswert sind außerdem die Schönheitengalerie von König Ludwig I. und das Geburtszimmer König Ludwig II.
Das Schloss beherbergt in seinen Seitenflügeln das Naturkundemuseum Mensch und Natur, das Porzellanmuseum der hauseigenen Porzellanmanufaktur Nymphenburg und das Marstallmuseum. In dem weitläufigen Schlosspark können Besucher zahlreiche weitere kleine Attraktionen entdecken: Neben den Lustschlösschen Badenburg, Pagodenburg, Amalienburg und der Magdalenenklause bietet der 229 ha große Landschaftsgarten weitere architektonische Schmuckstücke, versteckte Skulpturen, malerische Wasserläufe und Seen.
Bild: Bayerische Schlösserverwaltung






