Sehenswürdigkeiten, Biergärten und Tipps für euren Besuch im Park
Englischer Garten in München
Der Englische Garten ist Münchens größter Park: Im Süden warten Eisbachwelle, Monopteros, Chinesischer Turm und Japanisches Teehaus; weiter nördlich werden die Wege ruhiger, die Wiesen weiter und die Stadt leiser. Auf 376 Hektar findet ihr Biergärten, Bäche, Blumenwiesen, Tretboote, Kultur und Natur mitten in München. Ob kurzer Abstecher, Spaziergang mit Besuch von außerhalb oder halber Tag im Grünen: Hier findet ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Tipps zur Anfahrt, ruhige Ecken, Veranstaltungen und Ideen für euren Besuch.
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Kurzüberblick: Das Wichtigste zum Englischen Garten
- Lage: zwischen Altstadt/Lehel, Schwabing und Münchner Norden
- Adresse: Englischer Garten, 80538 München
- Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet
- Eintritt: frei
- Größe: 376 Hektar, mit Maximiliansanlagen, Hofgarten und Finanzgarten 411 Hektar
- Bekannte Orte: Eisbachwelle, Monopteros, Chinesischer Turm, Rumfordschlössl, Japanisches Teehaus, Kleinhesseloher See
- Bekannte Wiesen und Bereiche: Schönfeldwiese, Werneckwiese, Schwabinger Bucht, Hirschau
- Gastronomie: Chinesischer Turm, Seehaus, Hirschau, Aumeister, Minihofbräuhaus und mehrere Kioske
- Für Familien: Wiesen, Kinderkarussell, Boot fahren auf dem Kleinhesseloher See, Natur- und Kulturtreff Rumfordschlössl
- Natur: Blühwiesen, Bäche, Wildbienen-Lehrpfad, Brutvögel, Schafe
- Barrierefreiheit: viele Wege sind eben und befestigt; der Weg zum Monopteros ist nicht barrierefrei
- ÖPNV: je nach Ziel u.a. U3/U6, Bus bis Chinesischer Turm, Tram bis Tivolistraße
Warum sich der Englische Garten lohnt
Der Englische Garten ist Münchens größter Park – und trotzdem kein Ort, den man einfach nur „anschaut“. Man geht hinein und ist sofort mittendrin: Menschen liegen auf den Wiesen, Jogger*innen kreuzen die Wege, am Eisbach bleiben alle kurz stehen, am Monopteros öffnet sich der Blick über die Stadt.
Genau diese Mischung macht den Park aus: Biergarten am Chinesischen Turm, Teezeremonie im Japanischen Teehaus, Bootfahren auf dem Kleinhesseloher See, Theater im Amphitheater, Kutschfahrten, Blühwiesen, Sport und ruhige Wege im Nordteil. Der Englische Garten ist Sehenswürdigkeit, Alltagsweg, Treffpunkt und Naturraum zugleich.
Die Parkanlage wurde ab 1789 als Volkspark angelegt und sollte von Beginn an der Allgemeinheit offenstehen. Die Idee ging wesentlich auf Sir Benjamin Thompson, den späteren Reichsgrafen von Rumford, zurück; Friedrich Ludwig von Sckell prägte die Gestaltung als Landschaftsgarten entscheidend.
👉 Der Englische Garten ist Münchens Park für fast alles: spazieren, schauen, liegen, radeln, staunen, einkehren.
Sehenswürdigkeiten im Englischen Garten
Monopteros: Aussicht über Park und Stadt
Der Monopteros ist gleichermaßen bekannt und beliebt – völlig zu Recht: Die Aussicht von oben ist grandios, und bei Sonnenschein oder Herbstfarben macht die Silhouette der Altstadt gleich noch mehr her. Vom Monopteros aus seht ihr den Englischen Garten in seinen schönsten Facetten: Wiesen, Wege, Baumgruppen und dahinter die Türme der Innenstadt.
Der tempelartige Rundbau wurde 1836/37 samt Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt. Besonders schön ist der Abstecher am Abend, wenn sich auf der Wiese darunter Picknickdecken, Gitarren, Fahrräder und Feierabendstimmung mischen. Der Aufstieg lohnt sich, ist aber nicht barrierefrei: Der Weg hinauf hat mehr als sechs Prozent Steigung.
👉 Der Monopteros ist der Aussichtspunkt im Südteil des Englischen Gartens.
Eisbachwelle: Münchens berühmter Surfspot
Gleich am südlichen Rand des Englischen Gartens liegt einer der bekanntesten Orte Münchens: die Eisbachwelle. Normalerweise sind hier das ganze Jahr über Wellenreiter*innen unterwegs – mitten in der Stadt, direkt am Parkeingang an der Prinzregentenstraße, oft mit vielen Zuschauer*innen am Ufer.
Nach einem Unfall im April 2025 ist das Surfen dort derzeit nicht möglich; die Stadt arbeitet an einer sicheren und rechtlich tragfähigen Lösung zur Wiederherstellung der Welle.
👉 Die Eisbachwelle liegt am südlichen Parkrand und ist einer der ungewöhnlichsten München-Momente.
Chinesischer Turm: Biergarten, Treffpunkt und München-Klassiker
Das vielleicht bekannteste Bauwerk im Englischen Garten ist der Chinesische Turm. Der Pagodenbau im kaiserlich-chinesischen Stil ragt 25 Meter in die Höhe und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, wurde aber wieder aufgebaut – zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Rund um den Turm liegt einer der großen Münchner Biergärten. Im Sommer ist hier besonders viel los: Biergartenbänke, Blasmusik, Radl, Familien, Tourist*innen und Münchner*innen, die einfach wissen, warum sie hierherkommen. Gleich nebenan steht für Kinder ein historisches Karussell im Biedermeier-Stil. Im Advent findet am Chinesischen Turm ein Weihnachtsmarkt statt.
👉 Der Biergarten am Chinesischen Turm hat rund 7.000 Sitzplätze und zählt zu den größten Biergärten Bayerns.
Kleinhesseloher See: Pause am Wasser, Bootfahren und Küken schauen
Der Kleinhesseloher See ist das größte Gewässer im Englischen Garten. Wer vom Chinesischen Turm weitergeht, erreicht hier einen schönen Ort für eine längere Pause: Wasserblick, Spazierwege am Ufer, das Seehaus gleich daneben – und im Sommer Tret- und Ruderboote auf dem Wasser. Baden ist im See nicht erlaubt, Bootfahren ist aber ein beliebter Klassiker. Der Bootsverleih liegt am nördlichen Ufer in der Nähe des Seehauses.
Besonders im Frühjahr lohnt sich der Blick ans Ufer: Dann sind oft Wasservögel mit Nachwuchs unterwegs. Enten, Gänse und Küken gehören für viele Besucher*innen zum Kleinhesseloher-See-Gefühl dazu. Bitte Abstand halten und die Tiere nicht füttern.
👉 Am Kleinhesseloher See wird der Englische Garten ruhiger – mit Wasserblick, Booten und Spazierwegen.
Japanisches Teehaus: Ort der Stille
Das Japanische Teehaus entstand 1972 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in München. Am Südende des Parks steht es auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach und wirkt wie eine kleine, stille Gegenwelt zum Trubel an der Eisbachwelle. Japan-Fans treffen sich dort regelmäßig zur traditionellen Teezeremonie.
Im kleinen Teich und an den umliegenden Gewässern lassen sich Enten, Schwäne und andere Wasservögel beobachten. Rund um das Teehaus wird im Sommer außerdem das Japanfest gefeiert – mit Kultur, Musik, Vorführungen und japanischem Flair mitten im Park. Für 2026 nennt das Teehaus Kanshoan öffentliche Vorführungen von April bis Oktober; am 19. Juli 2026 ist Japanfest.
👉 Das Japanische Teehaus zeigt die stille Seite des Englischen Gartens – nur wenige Minuten vom Eisbach entfernt
Gewässer im Englischen Garten: Bäche, Weiher und Wasserfälle
Der Englische Garten ist von vielen Wasserläufen geprägt. Im Süden sind vor allem Eisbach, Schwabinger Bach und die kleinen Wasserfälle beliebte Stopps; weiter nördlich prägen Oberstjägermeisterbach, Entenbach und kleinere Seitenarme den Park.
Zu den ruhigen Wasserorten gehören der Kleinhesseloher See, der Schwammerlweiher und der Libellenteich. Wer vom südlichen Parkeingang Richtung Norden geht, erlebt den Englischen Garten deshalb nicht nur als Wiesen- und Biergartenpark, sondern auch als Landschaft aus Bächen, Brücken, Weihern und stillen Uferstellen.
👉 Bäche, Weiher und Wasserfälle machen den Englischen Garten zu einem der wasserreichsten Parks in München.
Weitere Orte im Englischen Garten
Hinter dem Chinesischen Turm liegt das Rumfordschlössl, ein klassizistisches Gebäude von 1791. Es erinnert an Benjamin Thompson, den späteren Reichsgrafen von Rumford, der maßgeblich zur Entstehung des Englischen Gartens beitrug. Heute wird es als Natur- und Kulturtreff für Kinder und Jugendliche genutzt – mit Programm rund um Natur, Umwelt und Kultur.
Weiter nördlich hat der Englische Garten mit dem Amphitheater eine Freilichtbühne im Grünen. Im Sommer bespielt das Münchner Sommertheater die Bühne unter alten Bäumen; 2026 steht Shakespeares „Was ihr wollt" auf dem Programm (ab 2. Juli, donnerstags bis samstags, Eintritt frei). Bei schlechtem Wetter weicht das Ensemble in die Mohr-Villa Freimann aus.
Wer noch weiter Richtung Nordteil spaziert, kann den Weg bis zum Stauwehr Oberföhring verlängern. Die hellbeige Wehranlage aus den 1920er-Jahren staut die Isar um rund sechs Meter auf und leitet ihr Wasser in den Mittlere-Isar-Kanal – das Einlaufbauwerk des 64 Kilometer langen Kanals Richtung Landshut. Über einen breiten Steg an der Nordseite lässt sich die Isar zu Fuß überqueren; seit 2022 ist das Gebäude außerdem mit großflächigen Graffiti der Münchner Streetart-Künstler Loomit, Lando und Bert bemalt.
👉 Rumfordschlössl, Amphitheater und Wehranlage Oberföhring zeigen, wie weit der Englische Garten über die bekannten Südteil-Klassiker hinausreicht.
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Tour-Tipp: So erlebt ihr den Englischen Garten beim ersten Besuch
Wer zum ersten Mal kommt, startet am besten im Süden – zum Beispiel am Haus der Kunst oder an der Eisbachwelle. Von dort geht es zum Japanischen Teehaus, hinauf zum Monopteros und anschließend Richtung Chinesischer Turm und Rumfordschlössl. Wer mehr Zeit hat, verlängert die Runde bis zum Kleinhesseloher See oder weiter in den ruhigeren Nordteil.
Südteil-Route: Eisbachwelle → Japanisches Teehaus → Wasserfälle → Monopteros → Chinesischer Turm → Rumfordschlössl → Kleinhesseloher See
Nordteil-Route: Kleinhesseloher See → Hirschau → Schwammerlweiher → Aumeister (oder → Stauwehr Oberföhring)
👉 Wer wenig Zeit hat, nimmt die Südteil-Runde vom Chinesischen Turm zum Kleinhesseloher See (oder umgekehrt)
Natur im Englischen Garten: Wiesen, Schafe und Wildbienen
Der Englische Garten ist nicht nur Freizeitfläche, sondern auch Landschaftsschutzgebiet und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Neben alten Bäumen, Bachläufen und großen Wiesen gibt es Bereiche, die bewusst naturnäher gepflegt werden.
Im Südteil prägen die Carl-Theodor-Wiesen rund um den Monopteros und die Schönfeldwiese (FKK) auf der anderen Seite des Schwabinger Baches: zentral, lebendig und an warmen Tagen besonders beliebt.
Weiter nördlich liegen die Werneckwiese am Kleinhesseloher See, die Schwabinger Bucht und die weiten Wiesen der Hirschau.
Auch die Tierwelt ist vielfältig: Im Englischen Garten leben 50 bis 60 Brutvogelarten sowie Igel, Eichhörnchen, Wildkaninchen, Feldhasen, Füchse und Biber. Im Frühjahr lohnt sich am Kleinhesseloher See und an ruhigeren Uferbereichen der Blick auf Wasservögel und Küken. Bitte Abstand halten und nicht füttern. Auf Schönfeldwiese und Werneckwiese wurden neue Wildblumenwiesen angelegt, die Insekten wie Wildbienen, Tagfaltern und Heuschrecken Nahrung bieten.
Im Nordteil begegnet ihr mit etwas Glück Schafen, die friedlich grasen und die Wiesen natürlich stutzen.
Außerdem führt dort ein rund drei Kilometer langer Wildbienen-Lehrpfad zu acht Info-Stationen, etwa vom U-Bahnhof Studentenstadt oder vom Aumeister aus.
👉 Schönfeldwiese, Werneckwiese, Hirschau und Wildbienen-Lehrpfad zeigen den Englischen Garten von seiner grünen Seite.
Sport und Freizeit im Englischen Garten
Auf den 78 Kilometern Wegen ist der Englische Garten ideal zum Joggen, Spazieren, Radeln und für längere Runden durch die Stadt. Im Südteil ist viel los: Auf den Wiesen sieht man bei schönem Wetter Slacklines, Frisbee, Yoga, Volleyball- oder Fußballrunden – rund um Monopteros, Schönfeldwiese und Chinesischen Turm oft mitten im Trubel. Ruhiger wird es im Nordteil Richtung Hirschau, Aumeister und Studentenstadt, wo mehr Platz für lange Laufstrecken, Radlrunden und Reitwege bleibt. Am Kleinhesseloher See könnt ihr Tret- und Ruderboot fahren; wer lieber zuschaut, findet am Ufer oder beim Seehaus gute Pausenplätze.
👉 Für Sport und Bewegung ist der Englische Garten besonders abwechslungsreich, weil er kurze Feierabendrunden und lange Wege durch München möglich macht.
Veranstaltungen im Englischen Garten
- Der Kocherlball gehört zu den bekanntesten Münchner Sommertraditionen – und zu den ungewöhnlichsten: Bereits um 6 Uhr früh treffen sich am dritten Sonntagmorgen im Juli Tausende rund um den Chinesischen Turm zum Tanzen. Auf dem Programm stehen Walzer, Polka, Zwiefacher und Münchner Française; Tanzmeister erklären die Schritte, sodass auch Anfänger*innen mitmachen können. Viele kommen in Tracht oder historischen Dienstbotenuniformen – in Erinnerung an die Hausangestellten des 19. Jahrhunderts, die sich einst in aller Frühe zum Tanzen trafen, bevor die Herrschaft aus der Kirche zurückkam. 1904 wurde der Ball verboten, 1989 wiederbelebt. Der Eintritt ist frei; bei schwerem Unwetter fällt die Veranstaltung ersatzlos aus. Heuer findet der Kocherlball am 19. Juli 2026 ab 6 Uhr statt.
- Beim Japanfest rund um das Japanische Teehaus geht es um japanische Kultur in all ihren Facetten: Teezeremonien, Musik, Kampfkunst, Sprache, Vorführungen und Kulinarik. Der Ort passt perfekt – das Teehaus liegt auf einer kleinen Insel im Schwabinger Bach, ruhig gelegen und trotzdem mitten im südlichen Englischen Garten. Das Teehaus Kanshoan bietet von April bis Oktober öffentliche Teezeremonien an; das Japanfest ist der Höhepunkt der Saison. Für 2026 ist das Japanfest am 19. Juli angekündigt – am gleichen Tag wie der Kocherlball, der allerdings bereits am frühen Morgen stattfindet.
- Im Advent verwandelt sich der Bereich rund um den Chinesischen Turm in einen Weihnachtsmarkt: mit Kunsthandwerk-Hütten, Eisstockbahnen, historischem Kinderkarussell, Kutschfahrten durch den Englischen Garten und Turmbläsern vom Pagodendach. Dazu regionaler Genuss – von der Ochsensemmel bis zum Glühwein. Die Termine für 2026 werden rechtzeitig bekanntgegeben.
- Das Münchner Sommertheater bespielt im Sommer das Amphitheater im Englischen Garten. 2026 steht Shakespeares „Was ihr wollt" auf dem Programm; gespielt wird donnerstags bis samstags ab dem 2. Juli 2026. Bei schlechtem Wetter weicht das Ensemble in die Mohr-Villa Freimann aus (Situlistraße 73, U6 Freimann). Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Das Amphitheater erreicht ihr am besten zu Fuß oder per Rad; nächste Haltestellen sind U6 Alte Heide und Bus 187 Rümelinstraße.
Führungen und Kutschfahrten durch den Englischen Garten
Wer tiefer in Geschichte, Gartenkunst und Natur einsteigen möchte, kann an Themenführungen teilnehmen oder Führungen für private Gruppen buchen. Die Schlösserverwaltung bietet dafür eigene Informationen an. Besonders spannend sind Führungen für alle, die den Englischen Garten nicht nur als Freizeitort, sondern als gestalteten Landschaftspark verstehen wollen.
👉 Führungen zeigen, wie viel Planung hinter der scheinbar natürlichen Parklandschaft steckt.
Wer den Englischen Garten gemütlich erleben möchte, kann ihn auch per Kutsche entdecken. Die Kutscherei Holzmann bietet Fahrten im Englischen Garten an. Das passt besonders gut für Besucher*innen, die eine klassische, ruhigere Perspektive auf den Park suchen – vorbei an Wiesen, Wegen, alten Bäumen und bekannten Orten.
👉 Kutschfahrten zeigen den Englischen Garten von seiner klassischen, entschleunigten Seite.
Essen, Trinken und Pausen
Im Englischen Garten gibt es mehrere klassische Einkehrmöglichkeiten. Besonders bekannt sind der Biergarten am Chinesischen Turm und das Seehaus am Kleinhesseloher See. Im nördlichen Bereich bieten sich Hirschau und Aumeister für eine Pause an. Dazu kommen Minihofbräuhaus, MilchHäusl und weitere Kioske wie der Tivoli-Pavillon.
- Für den ersten Besuch: Chinesischer Turm
- Für Wasserblick: Seehaus am Kleinhesseloher See
- Für den Nordteil: Hirschau oder Aumeister
- Für Familien: Chinesischer Turm, Seehaus
- Für einen kurzen Stopp: MilchHäusl nahe Königinstraße (auf Uni-Höhe)
👉 Für Biergartenstimmung geht es zum Chinesischen Turm, für Wasserblick zum Seehaus.
Südteil oder Nordteil: Welcher Englische Garten passt zu euch?
Viele meinen mit „Englischer Garten“ zuerst den Südteil: Eisbachwelle, Wasserfälle, Japanisches Teehaus, Monopteros, Schönfeldwiese, Chinesischer Turm, Rumfordschlössl und Kleinhesseloher See. Das ist die richtige Wahl für den ersten Besuch, für Fotos, für Gäste und für alle, die den Park in kurzer Zeit erleben wollen.
Der Nordteil ist weiter, ruhiger und landschaftlicher. Richtung Hirschau, Schwammerlweiher, Aumeister und Studentenstadt wird der Englische Garten weniger Sehenswürdigkeit und mehr Naturraum. Wer laufen, radeln, joggen oder einfach länger durchs Grüne gehen möchte, ist hier gut aufgehoben.
Das Wegenetz im Englischen Garten umfasst 78 Kilometer, dazu kommen rund 15 Kilometer Bäche und über 100 Brücken und Stege.
👉 Südteil für Klassiker, Nordteil für Ruhe: So findet ihr schnell den passenden Bereich.
Tipps für euren Besuch im Englischen Garten
- Für einen kurzen Besuch: Eisbachwelle, Wasserfälle, Japanisches Teehaus, Monopteros und Chinesischer Turm verbinden.
- Für Ruhe: Richtung Hirschau, Schwammerlweiher, Aumeister und Studentenstadt gehen.
- Für Familien: Wiesen, Kinderkarussell, Bootfahren, Seehaus und Rumfordschlössl einplanen.
- Für Natur: Blühwiesen, Wildbienen-Lehrpfad, Schafe und Wasservögel im Nordteil entdecken.
- Für Kultur: Japanisches Teehaus, Kocherlball, Weihnachtsmarkt, Amphitheater und Themenführungen kombinieren.
- Für Hunde: Hunde dürfen mit in den Park, müssen aber angeleint bleiben.
👉 Eure Tour hängt davon ab, ob ihr Klassiker, Ruhe, Natur, Kultur oder Biergarten sucht.
Anfahrt: So kommt ihr zum Englischen Garten
Der Englische Garten ist groß – deshalb hängt die beste Anfahrt davon ab, welchen Teil ihr besuchen wollt.
- Südlicher Einstieg / Eisbachwelle / Haus der Kunst: Bus 100 bis Nationalmuseum/Haus der Kunst oder Königinstraße; von dort erreicht ihr Eisbachwelle, Wasserfälle, Japanisches Teehaus und südliche Wiesen schnell zu Fuß.
- Monopteros und Schönfeldwiese: U3/U6 bis Universität oder Giselastraße, dann zu Fuß in den Park.
- Chinesischer Turm, Rumfordschlössl und Kinderkarussell: Bus bis Chinesischer Turm; alternativ zu Fuß von Giselastraße oder Universität.
- Kleinhesseloher See und Seehaus: Tram bis Tivolistraße oder Spaziergang vom Chinesischen Turm weiter Richtung See.
- Nordteil, Wildbienen-Lehrpfad, Schwammerlweiher und Aumeister: U-Bahn bis Studentenstadt als guter Startpunkt.
- Parken: Am entspanntesten kommt ihr mit ÖPNV oder Fahrrad. Parkplätze am Rand sind je nach Bereich begrenzt.
👉 Für den ersten Besuch ist der südliche Einstieg rund um Haus der Kunst, Eisbach und Monopteros am praktischsten.
Geschichte des Englischen Gartens
- Der Englische Garten wurde ab 1789 angelegt. Kurfürst Karl Theodor beschloss damals einen Park, der der Allgemeinheit offenstehen sollte. Die Idee ging wesentlich auf Sir Benjamin Thompson zurück, den späteren Reichsgrafen von Rumford. Für die Gestaltung prägte Friedrich Ludwig von Sckell den Park entscheidend.
- Das Gelände war ursprünglich Überschwemmungsland, bewachsen mit Weiden und Sanddorn. Erst durch Dämme, Wege, Pflanzungen, Brücken und Parkbauten wurde daraus der Landschaftsgarten, den München heute kennt. Chinesischer Turm und Rumfordhaus entstanden bereits um 1790, die Hirschau im Norden kam um 1800 hinzu, der Kleinhesseloher See entstand ab 1804. Der Monopteros wurde 1836/37 auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel errichtet.
- Bis heute wirkt der Englische Garten so, als sei vieles einfach gewachsen. Genau das ist Teil seiner Kunst: Die Natur ist hier gestaltet – aber so, dass München sich darin frei bewegen kann.
👉 Der Englische Garten war von Anfang an als Park für alle gedacht.
Barrierefreiheit und Toiletten
Viele Wege im Englischen Garten sind eben und befestigt, außerdem gibt es zahlreiche Sitzgelegenheiten. Nicht barrierefrei ist der Weg zum Monopteros, weil er eine Steigung von mehr als sechs Prozent hat. Barrierefreie Toiletten gibt es bei den Gaststätten und Biergärten Seehaus, Hirschau, Chinesischer Turm und Aumeister sowie am Tivoli-Pavillon.
👉 Viele Wege sind gut begehbar – nur der Monopteros ist für Rollstuhl und Kinderwagen schwierig.
Englischer Garten in Zahlen
- 376 Hektar Parkfläche, mit angrenzenden Anlagen 411 Hektar
- 187 Hektar Wiesen, 170 Hektar Gehölze, 16 Hektar Wasserflächen
- 78 Kilometer Wege, davon rund 12 Kilometer Reitwege
- 15 Kilometer Bäche und über 100 Brücken und Stege
- 8 Hektar Kleinhesseloher See
- 50 bis 60 Brutvogelarten
- mehr als 5 Millionen Besucher*innen pro Jahr
- 7.000 Sitzplätze im Biergarten am Chinesischen Turm
👉 Die Zahlen zeigen, warum der Englische Garten mehr ist als ein Stadtpark.
Gut zu wissen: Regeln im Englischen Garten
Der Englische Garten ist Park, Gartendenkmal und Landschaftsschutzgebiet. Damit das so bleibt, gelten klare Regeln: Grillen, offenes Feuer und Campen sind verboten. Baden in den Gewässern ist lebensgefährlich und nicht erlaubt. Hunde müssen an die Leine, Müll gehört in die Behälter, Wiesen und Waldflächen sollten nicht unnötig betreten werden.
Das ist mehr als Formsache: Jährlich müssen im Englischen Garten rund 120 Tonnen Müll gesammelt und entsorgt werden. Der größte Anteil entsteht durch Verschmutzung der Wiesen an Wochenenden.
👉 Der Englische Garten ist offen für alle – und bleibt schön, wenn alle Rücksicht nehmen.
FAQ: Häufige Fragen zum Englischen Garten
Wann ist der Englische Garten geöffnet und was kostet der Eintritt?
Der Englische Garten ist ganzjährig geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man im Englischen Garten sehen?
Für den ersten Besuch eignen sich Eisbachwelle, Japanisches Teehaus, Monopteros, Chinesischer Turm, Rumfordschlössl und Kleinhesseloher See. Diese Orte liegen im Südteil beziehungsweise im Übergang Richtung Schwabing und lassen sich gut zu einem Spaziergang verbinden.
Welche Wiesen gibt es im Englischen Garten?
Bekannt sind unter anderem die Schönfeldwiese im Südteil, die Werneckwiese im Bereich Kleinhesseloher See, die Schwabinger Bucht und die weiten Wiesen der Hirschau im Nordteil. Auf Schönfeldwiese und Werneckwiese wurden zuletzt neue Wildblumenwiesen angelegt.
Kann man auf dem Kleinhesseloher See Boot fahren?
Ja, am Kleinhesseloher See sind Tret- und Ruderboote möglich. Der Bootsverleih liegt am nördlichen Ufer in der Nähe des Seehauses. Baden ist im Kleinhesseloher See nicht erlaubt.
Kann man im Englischen Garten Küken sehen?
Im Frühjahr lassen sich am Kleinhesseloher See und an ruhigeren Uferbereichen oft Wasservögel mit Nachwuchs beobachten. Bitte Abstand halten und die Tiere nicht füttern.
Wie lange braucht man für den Englischen Garten?
Für einen kurzen Spaziergang durch den Südteil reichen etwa 1 bis 1,5 Stunden. Wer bis zum Kleinhesseloher See geht oder den ruhigeren Nordteil entdecken möchte, sollte 2 bis 3 Stunden einplanen.
Ist der Englische Garten barrierefrei?
Viele Wege sind eben und befestigt. Der Weg zum Monopteros ist jedoch nicht barrierefrei, weil er eine Steigung von mehr als sechs Prozent hat. Barrierefreie Toiletten gibt es unter anderem bei Seehaus, Hirschau, Chinesischem Turm, Aumeister und am Tivoli-Pavillon.
Darf man im Englischen Garten baden?
Nein. Baden in den Gewässern des Englischen Gartens ist lebensgefährlich und verboten.
Darf man im Englischen Garten grillen?
Nein. Grillen, offenes Feuer und Campen sind im Englischen Garten verboten.
Sind Hunde im Englischen Garten erlaubt?
Ja, Hunde sind erlaubt. Sie müssen im Park aber an der Leine geführt werden; Hundekot muss beseitigt werden.
Kann man im Englischen Garten reiten?
Ja, es gibt rund 12 Kilometer Reitwege, eine Reitwiese und eine Sprungwiese. Reiter*innen benötigen dafür eine kostenpflichtige Jahres-Reitgenehmigung. Tages-Reitpässe gibt es nicht.
Gibt es Kutschfahrten im Englischen Garten?
Ja, Kutschfahrten durch den Englischen Garten sind möglich. Die Schlösserverwaltung nennt sie als Serviceangebot für Besucher*innen.
Wo ist es im Englischen Garten ruhiger?
Ruhiger ist es meist im Nordteil Richtung Hirschau, Aumeister und Studentenstadt. Der Südteil rund um Eisbachwelle, Monopteros und Chinesischen Turm ist besonders bei schönem Wetter und am Wochenende deutlich voller.
Welche Biergärten gibt es im Englischen Garten?
Zu den bekannten Einkehrmöglichkeiten gehören Chinesischer Turm, Seehaus, Hirschau und Aumeister. Der Biergarten am Chinesischen Turm hat rund 7.000 Sitzplätze.
Welche Veranstaltungen gibt es im Englischen Garten?
Zu den bekannten Veranstaltungen gehören der Kocherlball am Chinesischen Turm, das Japanfest am Japanischen Teehaus, Open-Air-Theater im Amphitheater und der Weihnachtsmarkt am Chinesischen Turm. Termine können sich ändern, deshalb lohnt sich vor dem Besuch ein Blick in den Veranstaltungskalender.
Auf einen Blick
Englischer Garten
Englischer Garten
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München
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