Stille Feiertage: Tanzverbot in München

Leere Disco
An den Stillen Feiertagen bleiben die Tanzflächen in den Münchner Discos leer

Was Ihr machen könnt und was nicht

An den Stillen Feiertagen gilt in Bayern ein Tanzverbot. Das nächste Mal ab Gründonnerstag, 29.3. bis Karsamstag, 31.3.2018 - welche Veranstaltungen erlaubt sind und welche verboten, verraten wir Euch hier.

Die Stillen Feiertage in Bayern

Insgesamt neun sogenannte "stille Tage" gibt es in Bayern, an denen ein generelles Tanzverbot gilt - mit Ausnahme von Heiligabend und den Kartagen von 2 bis 24 Uhr.

Gründonnerstag - 29.3.2018
Karfreitag, Karsamstag - 30./31.3.2018 - von 0 bis 24 Uhr
Allerheiligen - 1.11.2018
Volkstrauertag - 18.11.2018
Buß- und Bettag - 21.11.2018
Totensonntag - 25.11.2018
Heiligabend - 24.12.2018 - von 14 bis 24 Uhr
Aschermittwoch -  6.3.2019

Regelung an den Kartagen

Laut Bundesverfassungsgericht bleiben die Kartage grundsätzlich besonders geschützt. Disco und öffentlicher Tanz bleiben am Karfreitag tabu. Es herrscht ein verschärftes Tanzverbot, an diesem Tag sind "...alle Arten von Musikdarbietungen in Räumen mit Schankbetrieb – insbesondere also in Gastwirtschaften (auch Diskotheken) – ausnahmslos verboten", so das Feiertagsgesetz. Dasselbe gilt für Sportveranstaltungen.

Tanzen gehen könnt Ihr erst am Ostersonntag. In der Nacht von Mittwoch auf Gründonnerstag dürfen Clubs und Diskos noch bis 2 Uhr Musik auflegen. Ab dann gilt 70 Stunden lang die gesetzlich verankerte Feiertagsruhe. Am Karsamstag gilt dieselbe zeitliche Regelung wie am Karfreitag.

Was könnt Ihr nicht machen?

An den stillen Feiertagen müssen die Tanzflächen - unabhängig von eventuell zulässiger Musik – leer bleiben. Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem Ernst des jeweiligen stillen Tages entsprechen, sind nicht erlaubt. Das gilt besonders für Musik in Gaststätten, Clubs oder Diskos. Nach einer Gesetzesänderung ist es mittlerweile möglich, an den meisten Stillen Feiertagen bis 2 Uhr "hineinzufeiern". Danach dürfen die Clubs weiter offen bleiben, müssen aber die Musik leiser drehen und Euch von der Tanzfläche holen. Zocker unter Euch wissen bereits: Vergnügungsstätten wie Spielhallen haben geschlossen.

Was könnt Ihr trotz des Tanzverbots unternehmen?

Konzerte und andere Musikevents werden jeweils nach Einzelfall bewertet. Wenn sie dem Charakter eines stillen Tages entsprechen, sind sie erlaubt. Über eine Genehmigung entscheidet in München das Kreisverwaltungsreferat. Heavy-Metal-Konzerte oder Hardrock werden an diesen Tagen eher nicht geduldet, dafür sind klassische Konzerte meist problemlos durchführbar. Bei Popmusik, Jazz oder Schlager kommt es auf das gespielte Repertoire an. Der Veranstalter muss sich das genehmigen lassen. 

Kabarett-, Variete- und Zirkusshows sind hingegen erlaubt, denn die gesetzliche Regelung betrifft das Tanzen zu lauter Musik. Daher sind auch Sportevents möglich - bis auf zwei Ausnahmen: Buß- und Bettag und Karfreitag.

Und was ist mit einer privaten Feier wie Hochzeiten? Hier seid Ihr eigentlich immer auf der sicheren Seite, wenn Ihr Gäste einladet und nicht jeder Zugang hat - denn das Tanzverbot gilt für öffentliche Veranstaltungen. Wenn Ihr Zweifel habt, fragt lieber vorher beim Kreisverwaltungsreferat nach.

Warum gibt es das Tanzverbot?

Das bayerische Innenministerium begründet die gesetzliche Regelung so: „An stillen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen verboten, die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen.“

Das Kreisverwaltungsreferat informiert über das Feiertagsgesetz

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