Surfen und Windsurfen

Eisbachsurfer im Englischen Garten
Die Eisbachwelle ist die bekannteste der Münchner "stehenden Wellen". Hier trifft sich die Surferszene das ganze Jahr über

München, die Stadt in der man Wellenreiten kann. Für die Eisbachwelle am Haus der Kunst ist München weltweit unter Surfern bekannt. Auch die Welle an der Floßlände hat es mittlerweile zu einiger Berühmtheit geschafft. Im Münchner Umland gibt es tolle Orte zum Windsurfen...

Faszination Eisbach

Surferin auf dem Eisbach beim Surf&Style

Bereits von der Prinzregentenstraße aus sieht man oft eine Schar begeisterter Zuschauer. Sie stehen an der Brüstung der kleinen Brücke direkt am Haus der Kunst oder fläzen am Eisbachufer zwischen den Bäumen des Englischen Gartens. Hergelockt hat sie eine beliebte Münchner Attraktion, die Eisbachwelle. Sie ist die bekannteste der Münchner "stehenden Wellen". Hier trifft sich die Surferszene - und zwar das ganze Jahr über. War noch bis vor ein paar Jahren der Ritt auf der Eisbachwelle illegal, ist er inzwischen aufgrund des Grundstückstauschs zwischen der Landeshauptstadt München und dem Bundesland Bayern rechtmäßig erlaubt. Ins Wasser wagen sollten sich hier dennoch nur absolute Profis, denn das Surfen ist weder leicht noch ungefährlich und daher nicht für Anfänger geeignet. Einmal im Jahr herrscht allerdings "Ebbe" am Eisbach: Wegen der sogenannten Bachauskehr, bei der das Flussbett gereinigt wird, ist das Surfen einige Wochen lang nicht möglich.

Video: Surfen am Eisbach im Winter

Winter Eisbach from Big Col on Vimeo.

 
 

Surfen an der Floßlände

An der Floßlände, etwas außerhalb der Münchner Innenstadt, wo die Isarflöße aus Wolfratshausen anlegen und das beliebte Naturbad Maria Einsiedel nicht weit ist, versteckt sich ein weiterer City-Surfspot. Die Welle an der Floßlände wird von denjenigen gesurft, denen die Eisbachwelle zu viel Show und Trubel bedeutet. Aus technischen Gründen ist die Welle nur während der Floßsaison zu bestimmten Zeiten surfbar: Von Mai bis 15.9. ab 14 Uhr bis 18 Uhr, im Juni bis 19 Uhr und von 16.9. bis 2.10. von 15 bis 18 Uhr.

Fotos: Surfer an der Floßlände

 
 

Surf-Festivals

Surf and Style

Urbanes Surfen feiert in München im Sommer regelmäßig Feste. Beim Surf & Skate zeigen die Brettsportler ihre Moves in einem Surfercontest am Eisbach. Anfänger und Neueinsteiger können in Workshops lernen, wie sie die Welle bändigen, und sich mit erfahrenen Surfern austauschen. Beim Surf & Style am Münchner Flughafen erwartet Wellenreiter ein 180 Quadratmeter großes Becken mit einer 10 Meter breiten und 1 Meter hohen Welle. Das Spektakel lockt auch mit Palmen, Liegestühlen und einer Cocktailbar. Hier weht ein Hauch von Strand und Meer, der Traum eines jeden Surfers.

 
 

Das Surfen am Fluss und im Meer im Vergleich

Surfen am Eisbach im Englischen Garten

Ist City-Surfen mit dem Wellenreiten im Meer vergleichbar? Natürlich. Allerdings gibt es einige kleine Unterschiede und wer sich hervorragend auf der einen Welle schlägt, ist noch lange kein guter Surfer auf der anderen. Der offensichtlichste Unterschied ist, dass man die „stehende Welle“ in der Stadt nicht anpaddeln muss. Vom stehenden Einstieg mit Abstoßen vom Rand bis zum spektakulären Sprung vom Ufer aufs Brett ist beim Fluss alles möglich. Im Meer dagegen besteht ein Großteil des Surfsports darin, Wind, Wetter und Strömung zu beobachten, einen geeigneten Spot für den „Take-off“ zu finden, durch das Anpaddeln Geschwindigkeit aufzunehmen und den Moment des Aufstehens perfekt zu timen.

Ein anderer Unterschied ist die Laufrichtung des Wassers. Nur direkt auf der Welle kommt einem bei beiden Gewässern das Wasser von unten entgegen. Ansonsten fließt das Flusswasser frontal auf den Surfer zu, während die Welle im Meer aus dem Rücken des Surfers auf ihn zu rollt. Beide Wellen entstehen allerdings ähnlich. Bei der stehenden Welle am Eisbach wird der Flusslauf durch eine besonders geformte Betonsohle verengt, sodass sich die Welle auftürmt. Bei der Welle im Meer führt entweder der nahende Strand mit abflachendem Wasser dazu oder ein Unterwasser-Riff kommt den Wassermengen in die Quere und das Meer weicht nach oben aus.

 
 

Windsurfen im Münchner Umland

Windsurfer

Die zahlreichen Seen im Münchner Umland bieten gute Spots für Surfer. Wind- und Kitesurfen stehen hier im Fokus. Der anfängliche Freizeittrend hat sich längst als eigenständiger Wassersport etabliert. Beim Windsurfen nutzt man mit dem Segel den Wind aus und kann mit dem beweglichen Segel tolle Stunts und Figuren vollführen. Aber das will natürlich gelernt sein. Anfänger finden im Münchner Umland zahlreiche Anlaufstellen, um diesen Sport auszuprobieren: Am Ammersee gibt es mehrere Surfschulen, zum Beispiel in Eching. Am Starnberger See befinden sich Surfschulen in Tutzing und Sankt Heinrich und auch am Walchensee wartet ein Windsurfing Center mit Equipment und Kursen. Wer keine Hilfe mehr benötigt, der findet wunderschöne Spots am Ammersee in der Bucht von Herrsching, in Utting oder in Aidenried. Am Walchensee liegen bestens geeignete Surfplätze in der Sachenbacher Bucht, die jedoch nur über einen zwei Kilometer langen Fußweg zu erreichen ist.

 
 

Wakeboarding im Münchner Umland

Junge beim Wakeboarden

Gemütlich durchs Wasser surfen oder spektakuläre Sprünge zeigen: Das Wakeboarding verbindet Elemente aus Wellenreiten und Wasserski. Der Surfer steht dabei seitlich auf einem Brett und wird über ein Seil entweder von einem Motorboot oder von einem Wasserskilift gezogen. Entstanden ist das Wakeboarding in den 80er Jahren. Die von München aus nächstgelegene Wasserskiliftanlage für Wakeboarding liegt in Aschheim. Fortgeschrittene finden hier auch Rampen und Rails für Tricks und Spünge. Außerdem ist das Wakeboarding grundsätzlich an jedem See möglich, auf dem Motorboote erlaubt sind.

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