Schon lange eine echte Münchner Attraktion und Geheimtipp: das Surfen am Eisbach an der Prinzregentenstraße. Nun darf hier endlich legal auf der Welle geritten werden.
Surfen in München
In München gibt es mehrere stehende Wellen, die von Surfern genutzt werden. Am bekanntesten ist die Welle am Eisbach vor dem Haus der Kunst im Englischen Garten.
Die bis weit über die Grenzen Münchens bekannte Welle entsteht durch das an dieser Stelle eingelassene Tosbecken. Es dient zur Minderung der Kräfte des Baches.
Von der Brücke aus hat man einen ausgezeichneten Blick auf die von den Sportlern vollführten Kunststücke.
Sollte dort doch mal kein Platz frei sein, findet sich an den Ufern des Baches immer noch ein Plätzchen.
Zu erreichen ist der Eisbach z.B. mit der Tram 17, die unweit der ’Archäologischen Staatssammlung’ hält.
Trotz der Legalisierung des Eisbach-Surfens, wird dies nur erfahrenen Surfern empfohlen und ...
... findet auf eigene Gefahr statt.
Denn es gehört schon eine gewisse Erfahrung dazu, die gewaltige Kraft der Welle richtig einzuschätzen.
Wie der Name des Baches schon vermuten lässt, ist das Wasser kalt und es empfiehlt sich, beim Surfen etwas mehr als eine herkömmliche Badehose zu tragen.
An gewissen Stellen ist es auch möglich im Wasser zu stehen.
Bereits beim eleganten Sprung aufs Brett wird ersichtlich, dass es sich hier keineswegs um Anfänger handelt.
Ein ungeschriebenes Gesetz ist es - auch wenn die Fähigkeiten es zuließen - nicht allzu lang auf der Welle zu reiten, da ...
... meist viele Wartende am Ufer stehen, die ebenfalls zeigen wollen, was sie drauf haben.
In jüngster Zeit hat der Bekanntheitsgrad des Eisbachs durch den Film "Keep Surfing" eine weitere Steigerung erfahren.
Die Legalisierung des Surfens ist auf einen Grundstückstausch der Stadt München mit dem Freistaat Bayern zurückzuführen.
Als Grundstückseigentümer ist es der Stadt München nun möglich, öffentlich-rechtliche Vorschriften des Wasserrechts anzuwenden, sodass auf eigene Gefahr gesurft werden darf.
Da die Surfer nicht direkt auf dem Brett festgeschnallt sind, kann sich dieses schonmal selbständig machen.
Da es allerdings durch eine Leine mit dem Fußgelenk verbunden ist, kann es zumindest nicht sehr weit weg schwimmen.
Da die Anzüge meist schwarz sind, bleibt nur das Brett, um farbige Akzente zu setzen.
Surf-Action am Münchner Eisbach.
Für den Fall, dass ein Surfer mal in Not geraten sollte, ...
... sind am Ufer diese Rettungsringe angebracht worden.
Oft sieht man bereits von der Prinzregentenstraße aus eine Schar an Zuschauern, die sich das Wasserspektakel von der Brücke aus ansehen. Inzwischen ist das Surfen dort aufgrund eines Grundstücketauschs zwischen der Stadt München und dem Bundesland Bayern ganz legal. Trotzdem sollten sich nur wahre Könner in die Fluten stürzen, da es nach wie vor ein gefährliches Vergnügen darstellt. Wer nicht auf das Brett unter den Füßen verzichten möchte: im Alpamare in Bad Tölz gibt es eine Indoor-Surfanlage.