Tipps für Leseratten

Das Literaturhaus München im Frühling
Das Literaturhaus ist Münchens zentrale Anlaufstelle für alle Lesefreunde - und in der Brasserie "OskarMaria" kann man wunderbar entspannen und schmökern...

In München haben Leseratten viele Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft zu frönen. Unsere Tipps: Offene Bücherschränke, Lesecafés, Ruheoasen zum Schmökern...

Im offenen Bücherschrank geben und nehmen

Der Bücherschrank am Nordbad
Der Bücherschrank am Nordbad.

Ein Traum für Bücherfreunde: Im offenen Schrank vor dem Nordbad, an der Ecke Schleißheimer- und Elisabethstraße, kann sich jeder bedienen, ein Buch herausnehmen oder eines hinein stellen. Kostenlos und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Projektpaten kümmern sich um den Schrank. Sie sorgen dafür, dass er sauber gehalten wird, nur Bücher in gutem Zustand darin lagern und dass ihn niemand als Mülleimer benutzt. Ein Konzept, das gut ankommt. Weitere Bücherschränke stehen in Pasing vor dem Rathaus, in Moosach beim Brunnen an der Dachauer- und Baubergerstraße und seit kurzem auch in der Au am Mariahilfplatz am Herrgottseck. Und auch am Partnachplatz in Sendling kommen Leseratten auf ihre Kosten.

 
 

Im Literaturhaus spannende Ausstellungen besuchen

Das Literaturhaus von Außen

Hier schlägt das literarische Herz Münchens. Im Literaturhaus am Salvatorplatz dreht sich seit der Eröffnung 1997 alles ums Buch. Mit Sonderausstellungen würdigte das Haus bereits Autoren wie Lion Feuchtwanger, Erich Kästner oder Thomas Mann. Besonders beliebt beim Münchner Publikum sind die regelmäßigen Lesungen renommierter, internationaler Autoren. Im Sommer laden hinter dem Literaturhaus Liegestühle zum verweilen und lesen ein. Um den schriftstellerischen Nachwuchs zu fördern, bietet die Bayerische Akademie des Schreibens Seminare für junge Autoren an. Und im Literaturhaus Lab können Schulklassen ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

 
 

Das literarische Gedächtnis der Stadt - top modern: Die Monacensia

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten feierte die Monacensia am 8.12.2016 Wiedereröffnung. Die Monacensia ist ein Ort der Literatur, Wissenschaft und Bildung. Mehr als 150.000 Bände der München-Bibliothek sind ab Dezember 2016 in den frisch renovierten Räumen frei zugänglich.
Die Monacensia wirft Schlaglichter auf Münchens literarische Geschichte

Die Monacensia ist ein Ort der Literatur, Wissenschaft und Bildung und erstrahlt seit ihrer Sanierung in neuem Glanz. Das zur Münchner Stadtbibliothek gehörige Literaturarchiv befindet sich im ehemaligen Haus des Bildhauers und Künstlers Adolf von Hildebrand (Maria-Theresia-Str. 23, 81675 München - Barrierefreier Eingang: Siebertstraße 2). Ein spannender kultureller Mix ergibt sich aus fünf verschiedenen Säulen: Literaturarchiv, München Bibliothek, Mann Bibliothek, Bibliothek der Münchner Autoren sowie dem Bereich Literaturvermittlung und Veranstaltungen.

Im Dezember 2016 feierte die Monacensia nach umfangreichen Sanierungsarbeiten Wiedereröffnung. In den renovierten Räumen sind mehr als 150.000 Bände der München Bibliothek frei zugänglich. Neben der umfangreichen Bibliothek findet man in der Monacensia wertvolle Originalmanuskripte von Münchner Autoren und Nachlässe wie zum Beispiel von Klaus und Erika Mann. So lernen Literaturfans im "literarischen Gedächtnis der Stadt" Münchens literarische Schätze kennen.

 
 

Krimifestival München - Hochspannung am laufenden Band

Impressionen zum Krimifestival München.
Krimifestival München

Vielseitige Spannung gibt es beim Krimifestival München. Krimi-Fans können sich jedes Jahr im Frühjahr auf zahlreiche Lesungen und Veranstaltungen freuen. An verschiedenen Veranstaltungsorten laden Kriminächte zu atemberaubender Spannung ein. Schauplatz für Lesungen waren unter anderem schon das Pathologische Institut, die Juristische Bibliothek im Rathaus, das Polizeipräsidium oder ein Krimi-Dampfer über den Starnberger See. Und damit es auch später im Jahr noch spannend bleibt gibt es überdies einen kleinen "Krimi-Sommer" und den "Krimi-Herbst". Zahlreiche Gelegenheiten also, packende neue Lektüren für sich zu entdecken.

 
 

Poetry Slams und Lesebühnen: Literatur live!

Die Lesebühne "Die Stützen der Gesellschaft"
Lesebühne "Die Stützen der Gesellschaft"

München liebt literarischen Bühnensport! Viele Lesebühnen locken ein treues Stammpublikum und immer wieder auch neue Fans an. Jeden dritten Dienstag im Monat laden die "Stützen der Gesellschaft" zu ihrer Lesebühne ins Theater im Fraunhofer. Wettkampfmäßiger geht es bei Münchens zahlreichen Poetry Slams zu, wenn Dichter um die Gunst des Publikums und den größten Applaus buhlen. Der älteste regelmäßige Münchner Slam findet einmal pro Monat im Substanz statt, doch auch der "Isar Slam" im Ampere, der "Schwabinger Poetry Slam" im Lustspielhaus oder "Blickpunkt Spot" im Vereinsheim haben eine große Fangemeinde. Für Fans klassischer Lesebühnen ist das Vereinsheim ebenfalls eine Anlaufstelle: Jeden Sonntag Abend tragen die "Schwabinger Schaumschläger" mit wechselnden Gästen Texte und Geschichten vor, auch musikalische Darbietungen sind immer dabei.

 
 

Lesecafés: Wo Buchliebe auf Kaffeeliebe trifft

Frauen in einem Café

Klar kann man sich in jedes Café mit einem Buch setzen. Doch ein Lesecafé ist trotzdem etwas Besonderes. Die Tische stehen inmitten von Bücherregalen, und zum Schmökern kann sich jeder Besucher ein Werk herausgreifen, durchblättern und bei Gefallen anschließend erwerben. Münchner Lesecafés sind zum Beispiel das "Kunst- und Textwerk" in der Ligsalzstraße 13 und das studentische "Lost Weekend" in der Schellingstraße 3. Doch auch die meisten größeren Buchhandlungen wie Hugendubel am Stachus oder Lehmkuhl in der Leopoldstraße 45 haben mittlerweile gemütliche Café-Ecken. Kein klassisches Lesecafé und doch Gastronomie an einem literarischen Ort ist die Brasserie "OskarMaria" im Literaturhaus.

 
 

Spanien erlesen im Instituto Cervantes

Bibliothek des Spanischen Kulturinstituts

In München gibt es zahlreiche Einrichtungen, die sich mit Literatur aus anderen Ländern beschäftigen. Zum Beispiel das Instituto Cervantes, das spanische Kulturinstitut, in der Münchner Residenz. Hier werden Sprachkurse abgehalten und spanische Literatur gepflegt. Die über 30.000 Medien in der hauseigenen Bibliothek Augusto Roa Bastos sind Besuchern, die sich für Literatur in spanischer Sprache interessieren, frei zugänglich. Und unter den angebotenen Veranstaltungen finden sich beispielsweise Buchpräsentationen, Konzerte, Ausstellungen und Filmvorführungen.

 
 

Auf Spuren der Dichter: Gedenktafeln und Denkmäler

Gedenktafel für Heinrich Mann in der Leopoldstraße
Gedenktafel für Heinrich Mann in der Leopoldstraße 59

Zahlreiche große Literaten wirkten im Laufe der Jahrhunderte in München. Daran erinnern heute alleine in Schwabing zahlreiche Gedenktafeln an früheren Wohnhäusern: Heinrich Mann (Leopoldstraße 59), sein Bruder Thomas (Feilitzschstraße 32), Rainer Maria Rilke (Ainmillerstraße 34), Erich Kästner (Fuchsstraße 2). Im Lehel steht Lion Feuchtwangers Geburtshaus am St.-Anna-Platz 2, und im "Radspielerhaus" in der Altstadt wohnte einst Heinrich Heine. Apropos Heine: Der Poet wird im verwunschenen Dichtergarten auch mit einem Denkmal gewürdigt - er sitzt in einer Grotte. Standbilder erinnern an Friedrich von Schiller (Maximiliansplatz) und Johann Wolfgang von Goethe (Grünanlage an der Ottostraße).

 
 

Büchereien auf Rädern - die Bücherbusse

Grundschule am Canisiusplatz

Schon seit über 60 Jahren rollen die Bücherbusse der Stadtbibliothek durch München und versorgen die Bewohner der Stadtviertel ohne Bücherei mit frischem Lesefutter. Insgesamt sechs dieser rollenden Bibliotheken sind im Münchner Stadtgebiet unterwegs und halten wöchentlich jeweils für ein paar Stunden an bestimmten Stationen. Was die Auswahl betrifft, müssen sich die Fahrbibliotheken nicht verstecken. Von Romanen über Sachtitel bis hin zu CDs und DVDs ist alles zu haben. 

 
 

"Bookuck": Aktionswoche der Buchhandlungen

Buchhandlung mit Passanten
Die Buchhandlung Isarflimmern ist nur eine von vielen, die sich an der Aktionswoche beteiligen

Buchhandlungen als kulturelle Begegnungsorte! In der Aktionswoche "Bookuck" bieten zahlreiche Münchner Buchhandlungen ein literarisches und kulturelles Programm an. Abschluss und Höhepunkt der Woche ist der "Tag der Münchner Buchhandlungen", der mit vielen Überraschungen aufwartet. Er findet wieder statt am 24.6.2017. Mehr zu Bookuck.

 
 

Lesen in der Sonne - Ruheoasen für Bücherwürmer

Junge Frau und junger Mann beim Lesen am Friedensengel
Lesen am Friedensengel: Immer eine gute Idee

An einem schönen Tag in der Sonne ein gutes Buch lesen - was will man mehr? Nichts, meinen die Bücherfreunde, die es regelmäßig auf die breiten Stufen vor der Staatskanzlei zieht. Mit Blick auf den Hofgarten lässt es sich aushalten. Doch auch die Terrasse unter dem Friedensengel ist sehr beliebt bei Lesern - kein Wunder, bei dieser Aussicht. Selbiges gilt für die Isar-Staustufen unter dem Maximilianeum oder das Oberföhringer Stauwehr: Hier bildet der tosende Fluss eine tolle Hintergrundkulisse fürs Lesen. Ein weiterer Klassiker für das Schmökern: Die Stufen vor der Feldherrnhalle.

 
 

Lesen an der Isar: Bücherflohmarkt besuchen

Bücherstand Lisar Bücherflohmarkt

Lesen an der Isar, kurz: Lisar. So nennt sich der Bücherflohmarkt mit Lesungen, der am 24.6.2017 an der Widenmayerstraße wieder zum Stöbern einlädt - in einer Atmosphäre, die an die französischen Straßenbuchhändler erinnert. Zu kaufen gibt es Bücher jeder Art, alte Zeitschriften, Postkarten und sogar Musiknoten. Wer beim Stöbern nicht fündig wird, lauscht den Autoren, die entlang der Promenade aus ihren Werken lesen.

 
 

StadtLesen

Münchner genießen die Leseaktion auf dem Odeonsplatz
Gemütliche Lektüre beim StadtLesen

Der Wittelsbacherplatz als Leseoase: Vom 6. bis 9.7.2017 treffen sich Literaturfreunde dort zum StadtLesen. Einfach ein Buch aus dem Bücherturm schnappen, es sich gemütlich machen und in die literarischen Fantasiewelten abtauchen. Auch einen Readers Corner wird es wieder geben. Hier darf jeder aus seinen selbst verfassten Werken vorlesen.

 
 

Literaturfest München

Beim Literaturfest München haben Leseratten eine riesige Auswahl an Büchern, Autoren und Literaturveranstaltungen.

Das Literaturfest München findet seit 2010 jeweils im Herbst statt. Dann gibt es die Bücherschau im Gasteig, in der zahlreiche Verlage ihr Programm präsentieren. Tausende Werke unter einem Dach – das ist der Traum für jede Leseratte. Aber die Münchner Bücherschau im Gasteig, bei der Besucher schmökern, entdecken und lauschen können, ist nur ein Teil des Literaturfestes vom 15.11.-3.12.2017. Viele Autoren und Autorinnen lesen aus ihren Werken und diskutieren über Bücher. Für das "forum:autoren" mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten ist dieses Jahr Doris Dörrie als Kuratorin beauftragt. Und auch im Literaturhaus gibt es ein Fest-Programm mit Lesungen und dem Markt der unabhängigen Verlage "Andere Bücher braucht das Land".

Wortspiele 17 – Junge Literatur im Ampere

Alina Herbing liest auf den Wortspielen
Alina Herbing war eine der teilnehmenden Autorinnen 2017

Lesungen in Club-Atmosphäre, ganz unterschiedliche literarische Stimmen und Performances, jeden Abend ein Publikumspreis und am Ende das Wort einer Jury, die den besten Text des Festivals kürt. Das ist das Markenzeichen des "Wortspiele-Festivals", das 2017 bereits zum siebzehnten Mal im Ampere stattfand. Insgesamt 18 junge deutschsprachige Autoren stellten vom 15. bis 17.3.2017 ihre Bücher vor. Den Bayern2-Wortspiele Preis holte am Ende Andreas Stichmann mit seinem Werk "Die Entführung des Optimisten Sidney Seapunk". Der Termin für die Wortspiele 2018 steht noch nicht fest, ebenso wenig die teilnehmenden Autoren. 

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