Pinakothek der Moderne
- Tel:
- (089) 23805360
Foto: Markus Lanz
Wegen der Schließung der Pinakothek der Moderne stellt das Museum mit einem temporären Ausstellungsbau, der "Schaustelle", bis September eine Plattform für Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Performance, Film, Video und vieles mehr zur Verfügung.
"Unsere vier Häuser sind innerhalb eines räumlich und zeitlich begrenzten Kontextes aufgefordert, einen experimentellen Umgang mit Objekt und Programm zu entwickeln. Im Fokus steht die multimediale Bildwelt, die aus den unterschiedlichen Positionen der Sammlungen heraus reflektiert wird“, so Prof. Dr. Klaus Schrenk, Referent der Pinakothek der Moderne.
Ecke Gabelsbergerstraße / Türkenstraße, 80333 München
Geöffnet Mi - So, 12 - 20 Uhr
Die Pinakothek der Moderne ist wegen Sanierungsarbeiten vom 25. Februar bis voraussichtlich September 2013 geschlossen.
Vier Museen unter einem Dach: Die Pinakothek der Moderne gehört zu Münchens größten Attraktionen und den bekanntesten Ausstellungshäusern weltweit. Sie vereint auf über 12.000 qm vier voneinander unabhängige Museen, die in einer einzigartigen Konstellation verschiedene Bereiche der Kunst abdecken.
Vorbei an nacktem Beton betritt man das imposante und doch luftige Gebäude mit seiner beeindruckenden Glaskuppel in 25 Meter Höhe. Die Rotunde ist der Ausgangspunkt für mehrere Rundgänge. Denn nicht nur die Sammlung für Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hat hier 2002 eine neue Heimat gefunden, das Haus deckt noch drei weitere Bereiche der Kunst ab: Auch die neue Sammlung des Münchner Designmuseums, das Architekturmuseum der TU München und die Staatliche Graphische Sammlung befinden sich im dem Gebäude gleich gegenüber der Alten Pinakothek.
Die Münchner Kunstsammlung ist eine der bedeutendsten Ihrer Art. Die Pinakothek der Moderne schließt dabei die Epochenfolge der drei Pinakotheken ab. Alle Richtungen der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst, von Expressionismus, Kubismus, Neuer Sachlichkeit und Bauhaus über Surrealismus und Abstrakten Expressionismus bis zu Pop Art und Minimal Art sind mit ihren wichtigsten Protagonisten vertreten.
Der Grundstock der Staatsgalerie Moderner Kunst bestand im Jahr 1950 aus insgesamt nur sieben (!) Kunstwerken. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Sammlung moderner Malerei und Skulptur durch Zukäufe und vor allem durch Dauerleihgaben und Schenkungen aus wichtigen privaten Sammlungen an.
Alle in der Pinakothek der Moderne ausgestellten Künstler aufzuzählen, hätte keinen Sinn. Das Haus zeigt das Who-Is-Who aus dem produktivsten Jahrhundert der Kunstgeschichte. Neben der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst verfügt die Sammlung auch über bedeutende Werke aus den Bereichen neuer Medien, Fotografie und Video.
Die Neue Sammlung gilt als das weltweit erste Designmuseum. Sie wurde 1925, als es diesen Begriff noch gar nicht gab, als Museum institutionalisiert. Ein monumentales Entree hinab, vorbei an einem haushohen Regal mit Designobjekten erreichen Besucher die Dauerausstellung im Untergeschoss. Über Automobil- und Computerdesign, mit einem Porsche, einem Citroen DS und einem NSU RO 80 sowie früher Computermodelle gelangt man in den großzügigen Bereich Designgeschichte. Dort werden Stühle, Möbel, Schmuck und allerlei Gebrauchsgegenstände bis zu Schuhen und Mobiltelefonen aus einem Bestand von rund 80.000 Objekten abwechslungsreich inszeniert.
Das historische Gedächtnis des Architekturmuseums umfasst einen Bestand von etwa 500.000 Zeichnungen und Plänen von über 700 Architekten sowie über 100.000 Originalphotographien und einer Unzahl an Modellen und Archivalien der Fakultät für Architektur an der TU München. Diese fließen beständig in das breit gefächerte Programm wechselnder Ausstellungen zu historischen als auch aktuellen Positionen der Architektur ein.
Im hervorragend sortierten Museumsshop sind neben Publikationen der Pinakotheken und etlichen Werken zu Künstlern und Kunst im Allgemeinen auch Kunstdrucke, Postkarten, Geschenke und allerlei Designobjekte erhältlich. Es heißt, dass so mancher schon mehr Zeit im Shop verbracht habe, als in der Ausstellung.
Eine kleine Stärkung für Zwischendurch hält das hauseigene Café Qivasou 48|8 im sehenswerten Wintergarten samt Bambusbäumen vor einer 18 Meter hohen Glasfassade bereit. Für erschöpfte Museumsbesucher gibt es dort Kaffee und Kuchen oder innovative Dampfgargerichte.
Alle staatlichen Museen verlangen an Sonntagen einen ermäßigen Eintrittspreis von nur 1 Euro. So auch die Pinakothek der Moderne. Am Sonntag kann es deshalb vor allem am Nachmittag sehr voll werden. An Werktagen jedoch hat man die Räume beinahe ganz für sich.
Die Alte Pinakothek wie auch die Neue Pinakothek vervollständigen die historische Epochenfolge der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Beide Gebäude sind jeweils nur wenige Meter entfernt. Die Alte Pinakothek präsentiert Werke vom 14. bis zum 18. Jahrhundert, während die Neue Pinakothek Werke des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts präsentiert. Zusammen mit dem Museum Brandhorst und einigen weiteren Museen der Maxvorstadt bilden die Pinakotheken das Kunstareal München.
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Geschlossen: Faschingsdienstag, 1. Mai, 24./25./31. Dezember
10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Sonntagseintritt 1 Euro
Sonderausstellungen sind im Sonntagseintritt i.d.R. nicht inbegriffen.
Lage:
Die Pinakothek der Moderne liegt im Stadtteil Maxvorstadt, zwischen Odeonsplatz, Königsplatz und Universität. Von allen drei Punkten aus erreicht man sie in zehn Fußminuten.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Die Pinakotheken werden von der Linie 27 der Trambahn direkt angefahren. In der Innenstadt kann am Sendlinger Tor und am Stachus zugestiegen werden. Auch der Museumsbus, die Linie 100, hält am Museumsareal der Maxvorstadt.
Parkplätze:
Da die Pinakotheken in einem Wohn- und Geschäftsviertel liegen, kann sich die Parkplatzsuche als schwierig erweisen. Am besten lassen Sie das Auto stehen oder nutzen ein Park & Ride Angebot.
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