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Bayerisches Nationalmuseum

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Do geöffnet 10:00 - 20:00 (Bitte Hinweise beachten)
Sammlung Bollert: Donnerstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr | Krippensammlung: Anfang November - Ende Januar während der regulären Öffnungszeiten. Für Besuche in der Zeit von Februar bis Oktober bitte vorher anmelden | Feiertagsöffnungszeiten 2018: geöffnet: 29.03. Gründonnerstag; 01.04. Ostersonntag; 10.05. Christi Himmelfahrt; 20.05. Pfingstsonntag; 21.05. Pfingstmontag; 31.05. Fronleichnam; 15.08. Mariä Himmelfahrt; 03.10. Tag der Deutschen Einheit; 25.12. 1. Weihnachtsfeiertag; 26.12. 2. Weihnachtsfeierta | geschlossen: 30.03. Karfreitag; 02.04. Ostermontag; 01.05. Maifeiertag; 01.11. Allerheiligen; 24.12. Heiligabend; 31.12. Silvester

Bayerisches Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum mit Reiterdenkmal Galerie

Ein Besuch des Bayerischen Nationalmuseums auf der Prinzregentenstraße in München ist eine Reise durch die europäische Kunst- und Kulturgeschichte. Exponate aus zwei Jahrtausenden können bestaunt werden. Dazu zählen regionale und europäische Malereien, Skulpturen, Kunsthandwerksarbeiten, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten, Bildteppiche, Möbel, Waffen und erlesenes Porzellan.

Sammlungen: Schätze unserer Vergangenheit

Museen in München, Foto: Bayerisches Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum

Das Bayerische Nationalmuseum vermittelt seinen Besuchern ein umfangreiches Bild europäischer Kunst und Geschichte. Bei einem Rundgang durch die individuell auf die Ausstellungsobjekte eingerichteten Räumlichkeiten streift der Besucher durch viele Epochen: Von der Spätantike über das Mittelalter, die Renaissance, den Barock bis weit in das 19. Jahrhundert und den Jugendstil. Wechselnde Sonderausstellungen komplettieren nicht nur das Angebot, sondern regen auch zu einem erneuten Besuch des Museums an.

Der Sammlungsbestand: Skulpturen, Porzellan, Möbel...

Bayerisches Nationalmuseum Skulptur, Foto: Bayerisches Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum

Den Kern des Sammlungsbestandes bildet der königliche Kunstbesitz der Familie Wittelsbach. Ein anderes Aushängeschild ist die international renommierte Skulpturensammlung. Sie liefert einen ersten Eindruck über die Bandbreite deutscher Bildhauerkunst vom 13. bis zum 19. Jahrhundert und wird durch die Hauptwerke anderer europäischer Schulen ergänzt. Unter den Exponaten finden sich Arbeiten von Tilman Riemenschneider, Ignaz Günther und Franz Xaver Messerschmidt, sowie Adriaen de Vries und Giovanni Bologna.

In den Fachabteilungen lassen sich edle Porzellane, Elfenbein, Musikinstrumente, Möbel, Textilien, Goldschmiedekunst und vieles mehr bestaunen. Im Untergeschoss erwartet Besucher die volkskundliche Abteilung mit einer weltweit einzigartigen Krippensammlung. Gezeigt werden figurenreiche Weihnachtsszenen, die im Alpenraum und in den Krippenzentren Italiens zwischen 1700 und 1900 geschaffen wurden.

In einem Gebäudetrakt des Museums ist die Sammlung des Berliner Justizrats Dr. Gerhard Bollert untergebracht. Sie gilt als letzte große deutsche Privatsammlung mittelalterlicher Skulpturen.

Bilder: Impressionen aus der Krippensammlung

Zweigmuseen in ganz Bayern

Spezialsammlungen wie die Meißener Porzellan-Sammlung auf Schloss Lustheim in Oberschleißheim können Besucher in den vielen Zweigmuseen des Bayerischen Nationalmuseums begutachten. Sie erstrecken sich über ganz Bayern. Dort besichtigt man kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellungsstücke, die in der jeweiligen Region von Bedeutung sind. Besonders interessant für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ist das Schulmuseum in Ichenhausen. Über mehrere tausend Jahre Entwicklungen im Schulwesen, von der Schiefertafel bis zum Schreibpult, sind hier zu erkunden.

Museumsgeschichte

, Foto: Bayerisches Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum

Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen kunst- und kulturhistorischen Museen Europas und geht auf eine Gründung von König Maximilian II. im Jahr 1855 zurück. Das Gebäude in der Prinzregentenstraße ist jedoch nicht das ursprüngliche Museum: ein erster Bau wurde am 12. Oktober 1867 in der Maximilianstraße eröffnet - heute das Staatliche Museum für Völkerkunde. Weil dieses Haus nach wenigen Jahren jedoch massive Schäden aufwies und allmählich für die Sammlungen zu klein war, beschloss der Bayerische Landtag 1892 einen Neubau.

Der Münchner Architekt Gabriel Seidl entwarf das neue Museum im Stil des Historismus. Am 29. September 1900 eröffnete das neue Bayerische Nationalmuseum auf der Prinzregentenstraße, das heute zu den bedeutendsten und originellsten Museumsbauten gehört. Allein die Architektur ist wegen ihrer Mischung aus Romantik, Gotik, Barock und Renaissance einen Besuch wert. Auch die Innengestaltung der Säle beeindruckt, denn sie ist individuell auf die Kunstwerke angepasst.

Kurz nach der Eröffnung erweiterte man den neuen Museumsbau im Norden um einige Säle und einen Werkstatttrakt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Bayerische Nationalmuseum stark beschädigt. Bombeneinschläge führten immer wieder zu Bränden. Nach Kriegsende begannen zahlreiche Wiederaufbauten, sodass bereits 1947 die Öffentlichkeit wieder durch erste Säle streifen konnte. 1978 wurde dann eine Gesamtsanierung angeordnet, in deren Zuge neue Werkstätten- und Atelierbauten an der Himbsel- und Oettingenstraße entstanden.

Ausstellung "Spielten damit wirklich Kinder?"

Spielzeug aus der Dauerausstellung "Spielten damit wirklich Kinder?" aus dem Bayerischen Nationalmuseum., Foto: Bayerisches Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum

In einer kleinen Ausstellung zeigt das Bayerische Nationalmuseum rund 60 Objekte aus der hochkarätigen, hauseigenen Spielzeugsammlung. In den Ausstellungsräumen neben dem Museumsladen wird ausgewähltes Spielzeug aus dem 19. Jahrhundert präsentiert. Die filigranen, alten Stücke zeugen von der Bedeutung ihrer Funktionen in jener Zeit und stellen einen Querschnitt durch die Spielvorlieben gutsituierter Kreise dar. Nicht selten stand der pädagogische Nutzen vor der Freude am ausgelassenen Spielen.

Veranstaltungen im Bayerischen Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum Mutter mit Kind, Foto: Bayerisches Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum

Neben den klassischen Führungen werden im Bayerischen Nationalmuseum auch Workshops, Vorträge oder Seminare und Konzerte angeboten. Außerdem ist das Museum jedes Jahr im Oktober einer der Schauplätze in der Langen Nacht der Museen. Kinder können ihren Geburtstag in der hauseigenen „Goldwerkstatt“ feiern und in eine besonders schmucke Welt eintauchen. Die Vergolderin Ulrike Bläser M.A. macht vor, wie Muscheln oder kleine Barockornamente mit Blattgold überzogen werden. Dann darf jeder Hand anlegen, bis es am Ende heißt: Es gibt noch eine Überraschung!

Studieren ab 50

Wer hat gesagt, im Alter wird es langweilig? Das Bayerische Nationalmuseum bietet Kunstinteressierten, die noch mal ein Studium wagen wollen und bereits 50 Jahre sind, eine einmalige Chance: Im Tagungssaal der Sammlung Bollert wird Kunstgeschichte durch die Winckelmann Akademie gelehrt. Dabei können sogar Kunstwerke des Museums selbst als Studienobjekte genutzt und kostenfreie Exkursionen in Anspruch genommen werden. Als Voraussetzungen zur Teilnahme sind weder ein Abitur noch ein akademischer Abschluss nötig.

Video: Kunst aus Elfenbein (Technik und Geschichte)

Eintrittspreise

Eintrittspreise:
Museum und Sammlung Bollert: 7 Euro (ermäßigt 6 Euro)
Vergünstigter Eintritt am Sonntag: 1 Euro

Sonderausstellung, Museum und Sammlung Bollert: 9 Euro (ermäßigt 8 Euro)

Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr: Eintritt frei

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9 Bewertungen zu Bayerisches Nationalmuseum

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9 Bewertungen
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    Eine Ansammlung großartigster Exponate - leider nicht optimal präsentiert. Von den renovierten Riemenschneider Räumen abgesehen, tappt man lange durch abgedunkelte Säle mit Funzelbeleuchtung. […] Es ist ein Jammer, dass so wunderbare Bilder und Skulpturen derart lieblos ausgestellt sind.

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    Tolles Museum, leider sehr schlecht zu finden. Der Eingang ist als solcher von der Straße her NICHT zu erkennen. Wenn man die erste "Hürde" des Eingang-findens gemeistert hat geht es zu den Kassendamen ( 2 sind sehr freundlich, eine meist eher launisch bis unfreundlich), eine Begrüßung erhält man leider eher selten, eröffnet sich eine riesige Welt der Kunst und Kultur aus ca 1500 Jahren (bayerischer)Geschichte. Eine derart abwechslungsreiche Sammlung findet sich selten. Es ist eigentlich für jeden Geschmack/ jedes Interessengebiet, etwas dabei. Ob Möbel, Musik, Malerei, Skulpturen, Stoffe, Gold oder Silber.... Leider ist das HAus auf Grund mangelnder Werbung wie bereits erwähnt, schlecht zu finden, und in der Öffentlichkeit kaum present. Werbung und vor allem eine nach außen hin gerichtete Kenntnismachung dieses tollen Hauses wäre dringend angebracht!!!! Ein Geheimtipp ist das Kaffee/Resaturant-nicht ganz billig, aber Kaffee und Kuchen TOLL!!!!!! UND: Der Shop im Keller. Vieles was man nicht erwartet, noch viel mehr was man mitnehmen möchte, und eine tolle Beratung! Das BESTE: der Eintritt zum Shop ist KOSTENLOS!!!! Ich habe mir nun die "KULTUR" für öfters auf meinen Terminkalender geschrieben!!!!

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    Am tollsten fand ich die Ritterrüstungen. Sogar eine Kinderrüstung war dabei. Und Papa hat auf einer uralten Karte unser Dorf entdeckt. Das gab es schon im Jahr 1500.

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    Das Bayrische Nationalmuseum zeigt immer wieder interessante Sonderausstellungen zu sehr speziellen Themen. Zuletzt gab es eine wirklich gute Ausstellung zur Geschichte der Tasche. Neben den Sonderausstellungen zeigt das Museum eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zu unterschiedlichen historischen Themen. Die Sammlung an kunsthandwerklichen Objekten und Reliquien ist unbeschreiblich und das Museum scheint einem in einem Tag fast nicht zu bewältigen zu sein, soviel gibt es dort zu sehen. Auch die Ausstellungsräume zu historischen Waffen und Rüstungen fand ich sehr bemerkenswert.

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