Foto: Valentin Karlstadt Musäum

Valentin Karlstadt Musäum

Top-Sehenswürdigkeiten | Altstadt-Lehel
Do geöffnet 11:01 - 17:29 (Bitte Hinweise beachten)
Jeden ersten Freitag im Monat Programm und Abendöffnung bis 21:59 Uhr.

Valentin-Karlstadt-Musäum

Valentin Karlstadt Musäum Galerie

Das Valentin-Karlstadt-Musäum in den Türmen des Isartors ist dem avantgardistischen Universalgenie Karl Valentin und seiner langjährigen Partnerin Liesl Karlstadt gewidmet. An den skurrilen Exponaten erfreuen sich nicht nur Fans des Dadaismus.

Aktuell im Valentin Karlstadt Musäum

Hommage an den Münchner Komiker

Valentin Karlstadt Musäum, Foto: Valentin Karlstadt Musäum
Foto: Valentin Karlstadt Musäum

Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist eine Hommage an den bayerischen Komiker Karl Valentin (1882 - 1948), der die Münchner vor allem in den 1920er Jahren mit seinen kabarettistischen Auftritten begeisterte. Einer seiner Bewunderer - Hannes König - eröffnete das ungewöhnliche Museum 1959 in den Türmen des Isartors. Der größte Fehler, den man hier machen kann, ist den Namen Valentins falsch auszusprechen. Deshalb ein gut gemeintes Zitat des Meisters: "Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water."

Das Musäum ist ein wichtiger Baustein der Münchner Kulturlandschaft. So hat die Leiterin Sabine Rinberger Ende 2015 sogar eine Ehrenmedaille für ihre Verdienste um die Volkskultur in München erhalten.

Winterzahnstocher und geschmolzene Schneeskulptur

Valentin Karlstadt Musäum, Foto: Valentin Karlstadt Musäum
Foto: Valentin Karlstadt Musäum

In den beiden Türmen des Isartors sind viele Objekte ausgestellt, die auf Valentins Leben und Werk verweisen. Darunter zum Beispiel der Nagel, an den Valentin seinen Schreinerberuf gehängt hat, als er Komiker wurde. Legendär ist auch der pelzbesetzte Winterzahnstocher. Eine weitere Kuriosität ist das Telefon, das Karl Valentin als verzweifelter Buchbinder Wanninger benutzte, um bei der Firma Meisl & Compagnie doch nur von Ansprechpartner zu Ansprechpartner weiterverbunden zu werden.

Für ein Schmunzeln bei den Besuchern sorgen auch Absurditäten wie eine geschmolzene Schneeskulptur, eine Tür, die nirgendwohin, führt oder ein Tiefseetaucher, der in voller Montur ins Bett gehen muss, weil ihm leider der Schlüssel zu seiner Taucherausrüstung abgebrochen ist. Das sind übrigens alles Ideen, die Valentin bereits in seinem berühmten Panoptikum, einer Mischung aus Grusel- und Lachkabinett, ausstellte.

Liesl Karlstadt, bayerische Volkssänger und ein Kino

Die Dauerausstellung zu Karl Valentin wurde zuletzt 2008 völlig neu konzipiert und gestaltet, sie präsentiert den hageren Münchner in all seinen Facetten: als Komiker, Stückeschreiber, Wortakrobat, Schauspieler, Filmemacher, Handwerker, Sammler, Philosoph, Museumsdirektor, Volkssänger und Avantgardist. Eine 2007 neu eingerichtete Abteilung über bayerische Volkssänger ist ebenso im Museum untergebracht wie eine Ausstellung zu Liesl Karlstadt (1892 - 1960), Valentins kongeniale Partnerin.

Im hauseigenen Kino werden die beiden frühen Multimediagenies und Pioniere des deutschen Films wieder lebendig: Nach Programm laufen dort während des Museumsbetriebs Valentin-Filme in voller Länge. Ergänzt wird diese Abteilung durch eine Hörstation mit 16 Titeln sowie eine Diaschau mit Valentins komischer Reklame. Um Liesl Karlstadts Wirken nach Valentins Tod 1948 genauer zu beleuchten, wurde eine Tonstation mit Ausschnitten aus ihren Radioserien installiert. Zudem ist hier auch der erste Werbefilm für das deutsche Fernsehen - eine Persilwerbung 1956 - mit Karlstadt als Protagonistin zu sehen.

Verkehrte Turmuhr und Café Turmstüberl

Die spiegelverkehrte Uhr am Isartor, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Ist die Turmuhr am Isartor kaputt? Nein, sie geht nur verkehrt herum. Seit 2005 hängt die spiegelverkehrte Uhr am Mittelturm des Isartors: Sie war eine Spende des Münchner Originals Petra Perle, die lange Zeit das Café „Turmstüberl“ im dritten Stock bewirtschaftet hat. Nicht nur die ungewöhnliche Uhr, sondern auch die ungeraden Öffnungszeiten und die gewollte Schreibweise "Musäum" zeigen, dass hier alles ein klein wenig anders ist.

Eintrittspreise

Erwachsene: 2,99 Euro

Kinder, Schüler, Studenten: 1,99 Euro

Familienkarte: 6,99 Euro

"Diese Karte erlaubt Eltern mit ihren Kindern bis 16 Jahren (verheiratet, unverheiratet, mit oder ohne Vater, auch mit oder ohne Mutter, aber nur ohne Kaugummi und Limo) den Eintritt ins Valentin-Karlstadt-Musäum."

Jahreskarte: 29,99 Euro

"Kinder unter 6 Jahren und 99jährige in Begleitung ihrer Eltern haben freien Eintritt."

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7 Bewertungen zu Valentin Karlstadt Musäum

5
7 Bewertungen
  • von am
  • von am

    Das Musäum ist eine Münchner Institution, die auch die Münchner immer wieder geniesen sollten! Das kreative Potential der Münchner Volkssängerinnen und Volkssänger, aus dem auch die beiden Namensgeber Karl Valentin und Liesl Karlstadt stammen, wird an diesem Ort gehegt und gepflegt. Alle künstlerischen Programme befinden sich in deren Nachfolge und interpretieren den Geist der Querdenker und Kritiker aus der Unterschicht ganz aktuell. Die moderne Präsentation auf kleinstem Raum überfordert niemand, höchstens durch den Reichtum an Einfällen und Ideen.Das wunderbare Cafe mit seiner alten Originaleinrichtung ist für jeden Besucher ein traumhafter Abschluß! Lassen Sie sich überraschen, mitnehmen und beglücken!

  • von am
  • von am

    Karl Valentin gehört zu München - das ist der eine Grund, dieses Museum wenigstens einmal besucht zu haben. Aber der andere ist: Wenn man empfänglich für das "Um-die-Ecke-denken" ist, dann ist man hier bestens aufgehoben und findet an jeder, aber wirklich jeder Ecke etwas zum Lachen, Schmunzeln, Nachdenken ... ein Gewinn für längere Zeit. Und zum Abschluss noch das Turmcafé, auch das ist ein Highlight für sich ... ;o)

  • von am
  • von am
  • von am

    Wenn man das Museum besucht, hat man die Möglichkeit aus dem Torbogen hinaus in Richtung Tal zu schauen. Allein deswegen sollte man das Museum besuchen, weil das schon etwas besonderes ist, sich auf einmal im Isartor zu befinden. Aber auch das Museum über Karl Valentin und Lisl Karlstadt fand ich sehr interessant.

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