Foto: Ludwig-Maximilians-Universität München

DenkStätte Weiße Rose

Museen | Maxvorstadt, Universität
So geschlossen

Direkt im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München erinnert die Denkstätte Weiße Rose an den studentischen Widerstand gegen das Nazi-Regime. Ab 1942 verteilten die Mitglieder einer christlich motivierten Widerstandsgruppe in München, der Weißen Rose, insgesamt sechs Flugblätter, mit welchen sie zum Widerstand aufriefen. Die Dauerausstellung wurde 2017 überarbeitet.

Dauerausstellung mit interaktiven Medienstationen

Neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“

Die Dauerausstellung zur Weißen Rose im Lichthof der LMU wurde 2017 komplett überarbeitet. Sie beleuchtet die Widerstandsaktivitäten der Gruppe um Hans und Sophie Scholl im Kontext der nationalsozialistischen Diktatur und der NS-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.

Neun interaktive Medienstationen stellen die Protagonisten der Weißen Rose vor und erklären zudem, wie sich der Widerstand der Gruppe gegen das Nazi-Regime über München hinaus verbreitete.

Ein eigener Bereich in der Ausstellung widmet sich der Erinnerungsgeschichte der Weißen Rose vom Jahr 1943 bis in die heutige Zeit. Die zweisprachige Ausstellung ist auf dem neuesten Forschungsstand und entspricht modernen museumsdidaktischen Standards.

Flugblätter gegen das NS-Regime

Die ersten vier Flugblätter gingen an Schriftsteller, Professoren, Buchhändler, Freunde und Studienkollegen in München. Das fünfte Flugblatt wurde 1943 von den Mitgliedern verteilt und sollte auch die breite Masse ansprechen. Am 18. Februar 1943 warfen Hans und Sophie Scholl einen Stapel des sechsten Flugblattes, entworfen von Universitätsprofessor Kurt Huber, von der Galerie im zweiten Stock in den Lichthof der LMU.

Daraufhin wurden sie verhaftet, zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 zusammen mit ihrem Kommilitonen Christoph Probst hingerichtet. Auch bei Kurt Huber und den Mitgliedern der Weißen Rose Willi Graf und Alexander Schmorell wurde noch im gleichen Jahr das Todesurteil vollstreckt.
 

Studentischer Widerstand in München

Seit 1953 erinnert ein Bronzerelief im Lichthof an die sieben hingerichteten Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe: Willi Graf, Professor Kurt Huber, Hans Leipelt, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Hans und Sophie Scholl.

Das steinerne Bodendenkmal vor dem Hauteingang der Universität zeigt Flugblätter, Porträtfotos und einen Abschiedsbrief von Willi Graf. Am Lichthof ist seit 1997 eine Dauerausstellung eingerichtet, die die Geschichte der Weißen Rose aufarbeitet und die Mitglieder der Gruppe um die Geschwister Scholl würdigt. Im Jahr 2017 wurde sie neu gestaltet.

Umfangreiches Veranstaltungsprogramm

Die Weiße Rose Stiftung, die die Denkstätte initiierte, bietet zusätzlich ein umfangreiches Programm an, das oft pädagogisch begleitet wird. Immer wieder finden Vorträge und Lesungen statt, die das Wirken der Mitglieder unter verschiedenen Blickwinkeln näher betrachten. Auch Buchvorstellungen und Kinofilme, die sich beispielsweise mit dem Thema Rechtsextremismus befassen, gehören zum Angebot. Des Weiteren gibt es auch Gedenkkonzerte, die meist an der sogenannten „Weiße-Rose-Orgel“ vorgetragen werden. Diese Orgel im Lichthof der Universität stellt ein klingendes Denkmal für die mutigen Widerstandskämpfer dar. Sie wurde 1960 installiert.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zu allen Veranstaltungen

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag 10-17 Uhr
Samstag 11:30 Uhr – 16:30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

5 Bewertungen zu DenkStätte Weiße Rose

5
5 Bewertungen
  • von am

    Sehr beeindruckende Gedenkstelle. Leider scheint sie gerade beschädigt worden zu sein

Top