Deutsches Museum
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Künstliche Blitze mit einer Million Volt, Flugzeuge und Hubschrauber zum Einsteigen bereit, ein langer, schummriger Bergbaustollen. Und das alles auf einer Isarinsel mitten in der Stadt. Kleine und große Entdecker können im Deutschen Museum in die faszinierende Welt von Technik und Naturwissenschaft eintauchen - und bringen am besten viel Zeit mit.
Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, wie es offiziell genannt wird, ist das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Ausgestellt sind etwa 30.000 Exponate, und jedes Jahr strömen an die 1,5 Millionen Besucher auf die Museumsinsel mitten in München. Soviel wie in kein anderes Museum hierzulande.
Das Deutsche Museum ist nicht nur eine riesige Ausstellung, sondern auch eine Spielwiese. Besucher dürfen an Knöpfen drehen, Hebel und Schalter umlegen und viele Exponate anfassen. Der Lern- und Aha-Effekt ist inklusive.
Es gibt etwa 50 Themenbereiche, von Agrar- und Lebensmitteltechnik über Astronomie, Chemie, Foto & Film, Luft- und Raumfahrt, Mathematik, Musikinstrumente, Physik und einem Planetarium, bis zu Schifffahrt, Telekommunikation, Brücken-, Tunnel- und Wasserbau sowie Zeitmessung. Dass hier jemand keinen Bereich findet, der ihn interessiert, ist äußerst unwahrscheinlich. Dass jemand das ganze Museum an einem Tag besichtigen kann, ebenso.
Foto: Deutsches Museum
Wer nur wenig Zeit hat, kann sich auf die Höhepunkte des Museums konzentrieren. Bei Kindern sehr beliebt ist die fast einen Kilometer lange Stollenwelt, ein dunkler Bergbau-Irrgarten, der tief unter das Museum führt. Hoch hinaus geht es danach in der Abteilung Luftfahrt: mehrere Dutzend Flugzeuge und Hubschrauber warten darauf, bestaunt zu werden. Unter anderem das erste Serienflugzeug der Welt der Flugpioniere Wright, die Messerschmidt ME 262, das erste Düsenflugzeug der Welt, und eine Juncker JU-52, die liebevoll Tante Ju genannt wird. In manche darf man sogar einsteigen.
Klaustrophobisch eng wird es im 42 Meter langen U-Boot U1 der kaiserlichen Marine von 1906, und laut wird es mehrere Male am Tag in der Abteilung Starkstromtechnik: Dort demonstrieren mutige Mitarbeiter des Museums, warum man in einem Faradayschen Käfig selbst vor heftigsten Stromschlägen geschützt ist und was passiert, wenn eine Million Volt einen Blitzeinschlag simulieren. Das knallt!
Wer bei 73.000 Quadratmeter Museumsfläche und 28.000 Exponaten den Überblick verliert, der sollte auf eine der vielen Führungen gehen. Die gibt es zu den verschiedenen Abteilungen teilweise sogar mehrmals am Tag. Und wer keinen Höhepunkt verpassen will, schließt sich am besten der Übersichtsführung an. Bitte vorher an der Information anmelden.
Den Sternen ganz nah sind die Besucher der Sternwarte. Das 8,5 Tonnen schwere Zeiss-Teleskop öffnet den Blick auf Nachbarplaneten, Sterne und ferne Galaxien. Es wurde extra für das Deutsche Museum konzipiert und gebaut. Der Refraktor kam im April 2012 nach einer umfangreichen Restauration zurück in die frisch sanierte Westkuppel.
Im Mittelpunkt des Planetariums steht der Sternenprojektor, ein Gerät zur Nachahmung des Sternenhimmels. Das weltweit erste Projektionsplanetarium ging, wie auch das Teleskop, zur Eröffnung des Deutschen Museums im Jahr 1925 in Betrieb. Vorführungen finden täglich um 10, 12, 14 und 16 Uhr statt. Die Karten (zusätzlich zum Museumseintritt) sind nur an der Information in der Eingangshalle erhältlich.
Achtung: Aufgrund von Umbau- und Modernisierungsarbeiten ist das Planetarium voraussichtlich bis Ende 2013 geschlossen.
Foto: Deutsches Museum
Das Kinderreich gehört den ganz Kleinen, von 3 bis 8 Jahren, denen die Exponate des großen Museums noch etwas zu kompliziert sind. An einer Kraftmaschine, einem Wellenwasserwogenwehr, dem Bauklotzplatz, der leiterlangen Feuerwehr, dem Schatten-Farben-Lichtspielhaus und der Riesengitarre können Kinder erste Schritte in die Welt der Technik und Naturwissenschaften unternehmen. Ein toller Spielplatz, auf dem man ganz nebenbei viel lernt.
Foto: Deutsches Museum
Die Räume auf der Museumsinsel sind leider beileibe nicht groß genug, um allen Exponaten des Museums genug Platz einzuräumen. Deswegen wurden einige Bereiche ausgelagert. Dafür hat man dann ideale Ziele für einen tollen Ausflugstag - je nach Interesse natürlich.
Foto: Deutsches Museum
Deutsches Museum Verkehrszentrum
Autos aus mehreren Jahrzehnten, Lokomotiven, Reisezugwagen, Fahrräder und Straßenbahnen haben im Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe eine neue Heimat gefunden. Da steht mal ein ICE neben einer alten Dampflok oder ein Formel-1-Flitzer neben einem Oldtimer. In drei historischen Messehallen auf 12.000 Quadratmetern kommen auch die richtig großen Exponate, die U-Bahnen, Züge, Waggons und Busse hervorragend zur Geltung.
Foto: Deutsches Museum
Flugzeuge und Hubschrauber kann man in der Flugwerft Schleißheim bewundern. Von historischen Doppeldeckern über Rosinenbomber bis zu modernen Kampfjets. Wer selber mal ,fliegen‘ möchte, kann sich an einem Hubschrauber-Flugsimulator versuchen - ohne einen Absturz befürchten zu müssen. Höhepunkt des Jahres ist der alljährliche Oldtimer Fly-In. Um die 60 Flugzeuge kann man dann beim Starten und Landen in Action sehen.
Foto: Herbert Gruber Lokwelt Freilassing
Eisenbahnfreunde wird es mit großer Sicherheit nach Freilassing ziehen: Dort unterhält das Deutsche Museum zusammen mit der Stadt Freilassing die Lokwelt. Ein historischer Ringlokschuppen beherbergt alte Loks, ganze Abteile viele technische Exponate aus der Welt der Eisenbahn. Wer nicht so weit fahren will, für den gibt's in München eine absolut realitätsgetreue Modelleisenbahn.
Foto: Deutsches Museum
Das Deutsche Museum hat im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ eine Auszeichnung erhalten: Seine interaktive Ausstellung zur Nano- und Biotechnologie und das erste gläserne Forschungslabor weltweit wurden „Ausgewählter Ort 2012“. Der Wettbewerb wird seit 2006 ausgetragen und zeichnet Institutionen aus, die für Fortschritt und Zukunft stehen. Mit der einzigartigen Möglichkeit, Forschung hautnah zu erleben, leistet das Deutsche Museum einen wertvollen Beitrag zum Bildungsauftrag. Die Besucher können nicht nur im gläsernen Labor echten Nano-Wissenschaftlern bei der Arbeit zu sehen und ihnen Fragen stellen, sondern dürfen im DNA-Besucherlabor auch selbst experimentieren. Hier dreht sich alles um Zellbiologie, Gentechnik und Vererbungslehre. Wer wollte nicht schon einmal ausprobieren, wie ein Täter mit einer DNA-Probe vom Tatort überführt werden kann? Im Deutschen Museum geht das.
Museumsturm des Deutschen Museums
Der Museumsturm des Deutschen Museums ist gleichzeitig ein Wetterturm, dessen Fassadenelemente aus einem Barometer, einem Thermometer, einem Hygrometer und einem Windmesser bestehen. Seine Aussichtsplattform bietet ein grandioses Panorama.
Münchens Altstadt
Ein Blick in Richtung Altstadt zeigt gleich drei der wichtigsten Münchner Sehenswürdigkeiten: die Frauenkirche, den Alten Peter und das alte Rathaus.
Müllersches Volksbad, Landtag und Hypo-Turm
Auch der historische Jugendstilbau des Müllerschen Volksbades, der Landtag und der Turm der HypoVereinsbank prägen das Stadtbild und sind von hier aus gut zu sehen.
Sankt Maximilan
Die Sankt Maximilian Kirche gehört seit 1896 zum Glockenbachviertel in München. Die Pfarrei hat eine ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen.
Gasteig
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1985 hat sich der Gasteig in München zu einem Zentrum des kulturellen Lebens entwickelt. Von hier aus erkennt man das Ausmaß des Gebäudes.
Isar und Lukas-Kirche
Auf ihren 295 Kilometern durchquert die Isar auch die Landeshauptstadt und bietet den Münchnern so einiges: Baden am Flaucher, ausgiebige Spaziergänge oder lange Radltouren. Das prachtvolle Gotteshaus der evangelischen Kirche St. Lukas wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.
Allianz Arena
Bei guter Sicht ist am Horizont die Allianz Arena auszumachen. Das 2005 eröffnete Fußballstadion ist das Heimatstadion des FC Bayern und des TSV 1860 und bietet exakt 69.901 Zuschauern Platz. Auf dem Fröttmaninger Berg daneben erkennt man das Windrad.
Highlight-Towers Munich
Die Highlight-Towers in der Münchner Innenstadt unterbrechen das althistorische Stadtbild von München und bieten einen futuristischen und modernen Anblick.
Heizkraftwerk Süd
Im Heizkraftwerk Süd wird seit 1899 Strom erzeugt. Neben Strom produziert die Anlage auch Fernwärme und wurde 1970 um eine Müllverbrennungsanlage erweitert.
Die Westkuppel der Sternwarte des Deutschen Museums
In der Sternwarte des Deutschen Museums können Sterne, Planeten und Galaxien beobachtet werden. Die Faszination des Sternenhimmels kann tagsüber und nachts live erlebt werden.
Europäisches Patentamt
Das Europäische Patentamt liegt direkt in der Münchner Innenstadt und hat den Auftrag, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum zum Nutzen der Bürger Europas zu fördern.
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