Foto: Borsteimuseum

Borstei

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Bauwerke und Denkmäler

Wohnsiedlung Borstei

Die denkmalgeschützte Wohnanlage an der Dachauerstraße wurde in den 1920er Jahren von Architekt Bernhard Borst (1883 - 1963) erbaut. Sie besteht aus 77 Wohnhäusern, die durch Torbögen und Durchgänge miteinander verbunden sind. Die dadurch entstandenen zahlreichen Höfe und Gärten dienen als Freizeit-, Erholungs- und Veranstaltungsfläche für die Bewohner.

Borstei Innenhof, Foto: WzWz (Wikipedia)

Zunächst hatte Bernhard Borst einen Wettbewerb zur Bebauung des Grundstückes ausgeschrieben. Da ihn aber kein Entwurf überzeugte, machte er selbst einen. Von 1924 bis 1924 wurde die Borstei dann erbaut und ihre Ausstattung war für die damalige Zeit sehr modern.

Die Idee des Architekten war, die „Vorteile des Einfamilienhauses und die Annehmlichkeiten des Mietshauses“ (Borst) miteinander zu vereinen. Die Wohnungen boten eine für die damalige Zeit ungewöhnlich gute Ausstattung und verfügten, dank des eigenen Heizkraftwerks, sogar über fließend warmes Wasser und Zentralheizung. Dazu wurde mit eigenen Läden, Handwerkern und vielem mehr eine eigene kleine Infrastruktur erschaffen.

 

Die 77 Wohnhäuser sind mit Torbögen und Durchgängen miteinander verbunden, so dass zahlreiche Höfe und Gärten für die Bewohner zur Verfügung stehen und ein soziales Zusammenleben fördern. Insgesamt gibt es 773 Wohnungen und 73 Gewerberäume. Und in den Gärten und an den Fassaden der Häuser finden sich Skulpturen und Fresken. Der Name "Borstei" wurde übrigens durch ein Preisauschreiben Ende der 1920er-Jahre bestimmt.

Auch heute erledigen die Bewohner Alltägliches in den anlageneigenen Geschäften und pflegen so auch den Kontakt untereinander, während die Grünanlagen genügend Platz zum Rückzug bieten. Die mit Fresken individuell verzierten Häuser und die sorgfältige Gestaltung der Gärten laden nicht nur Anwohner zum Entspannen ein. Die Anlage mit ihren insgesamt 60 Skulpturen, wird auch oft von Spaziergängern erkundet.

Dokumentation des Zusammenlebens

Ein eigenes Museum zeigt die Geschichte der Borstei: Hier wird das Zusammenleben in der denkmalgeschützten Wohnsiedlung in Form von Bildern, Filmen, Dienstkleidung und Urkunden dokumentiert. Auch die eigenen Jahresfeste und die Unterhaltungsveranstaltungen für Kinder und Erwachsene, welche die Borstei so besonders machen, haben einen eigenen Platz im Borsteimuseum.

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