Die Borstei an der Dachauer Straße
Borstei: Denkmalgeschützte Wohnsiedlung in Moosach
Die denkmalgeschützte Wohnanlage wurde in den 1920er Jahren von Architekt Bernhard Borst erbaut. Die zahlreichen Höfe und Gärten der 77 Wohnhäuser dienen als Freizeit- und Erholungsfläche.
Michael Hofmann
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Geschichte und Infos zur Borstei
- Ensemble: Insgesamt gibt es 773 Wohnungen und 73 Gewerberäume. In den Gärten finden sich Skulpturen und die Fassaden der Häuser zieren Fresken.
- Besonderheit: Die 77 Wohnhäuser sind mit Torbögen und Durchgängen miteinander verbunden. Idee des Architekten war, die „Vorteile des Einfamilienhauses und die Annehmlichkeiten des Mietshauses“ (Borst) miteinander zu vereinen.
- Geschichte: Architekt Bernhard Borst (1883-1963) hatte einen Wettbewerb zur Bebauung des Grundstückes ausgeschrieben, das er 1922 für seine Baufirma erworben hatte. Da ihn aber kein Entwurf überzeugte, machte er selbst einen. Zwischen 1924 und 1929 entstand die Wohnsiedlung ab 1927 unter Mitwirkung des Architekten Prof. Oswald Bieber. Die Wohnungen boten eine für die damalige Zeit ungewöhnlich gute Ausstattung und verfügten, dank des eigenen Heizkraftwerks, sogar über fließend warmes Wasser und Zentralheizung. Dazu wurde mit eigenen Läden, Handwerkern und vielem mehr eine eigene kleine Infrastruktur erschaffen.