Auf geht’s in den Münchner Sommer…
Englischer Garten
Foto: Michael Hofmann
Der „Englische Garten“ müsste eigentlich „Münchner Garten“ heißen. Denn der Park ist Münchner Lebensart pur: Eine Halbe im Biergarten, ein Sonnenbad auf der Wiese, Surf-Action im Eisbach, jede Menge Kultur und wunderbare Ausblicke auf die Stadt und Alpen. muenchen.de zeigt die Highlights des Englischen Gartens im Überblick.
Sport und Freizeit
Der Englische Garten ist ein Mekka für Freizeit-Sportler: Radler und Jogger trainieren auf 78 Kilometer Wegen. Seiltänzer spannen zwischen Bäumen ihre Slacklines, Frisbee-Freaks werfen ihre Scheiben. Und auf den Bolzplätzen treffen sich die Amateurkicker zum Fußball. Profi sollte dagegen sein, wer sich am südlichen Ende in den Eisbach aufs Surfbrett wagt. Dort zeigen die Surfer ihre Wellen-Ritte im kalten Wasser – und das unter den Augen vieler Ausflügler und Zuschauer.
Beschaulicher geht es auf dem Kleinhesseloher See an der Grenze zum nördlichen Englischen Garten zu. Der See ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet. Doch mit dem Ruder- oder Tretboot lässt sich auch dort ein Sommertag auf dem Wasser genießen. Gut für eine kurze Abkühlung ist der Schwabinger Bach, dessen Strömung weniger wild ist als die des Eisbachs. Im Sommer lockt das Gewässer hunderte Menschen an seine Ufer. Im nördlichen Teil des Parks kann man immer wieder Gruppen beim Yoga oder Thai Chi beobachten. Für Pferdefreunde gibt es im Englischen Garten eine Auswahl an Reitwegen, die vor allem von der nahe gelegenen Universitätsreitschule genutzt werden. Ach ja: Auch im Winter lockt der Park - zur wilden Rodelpartie am Monopteros oder zum Schlittschuhlaufen auf dem Kleinhesseloher See.
Insider-Tipps
- Geocaching: Auf Schatzsuche im Englischen Garten
- Kutschfahrt: Touri-Aktion pur? Keineswegs – die Kutscher kennen die wahren Insiderstorys
- Tee-Zeremonie: Alle haben davon gehört aber die wenigsten finden es: das kleine Japanische Teehaus
- Sommer-Theater: Freilichtspiele im Amphitheater unter freiem Himmel und auch noch umsonst
- Aktuelle Veranstaltungen im Englischen Garten im Überblick
Biergärten im Englischen Garten
Fast immer ein Platz frei ist im Biergarten direkt am Chinesischen Turm – mit rund 7000 Sitzplätzen einer der größten Biergärten der Stadt. Ab Nachmittag sorgt Blasmusik dort für Stimmung, im Schatten von Turm und Bäumen sitzt es sich bis in die Abendstunden bestens. Beliebt ist das Seehaus am Kleinhesseloher See. Serviert werden dort im exquisiten Restaurant bayerische Schmankerl, auch vom Biergarten nebenan haben die Gäste einen herrlichen Blick über den See. An der südlichen Grenze des Nordteils liegt der Biergarten Hirschau, er bietet Platz für 2500 Gäste. Der nördlichste Biergarten im Park, der Aumeister, befindet sich in Freimann und eignet sich gut für das Ziel einer kleinen Radtour. Wer nicht so weit radeln möchte, kann auch schon im lauschigen Biergarten des Mini-Hofbräuhauses im Nordteil einkehren.
Die Bauwerke
Foto: Shutterstock
Der Englische Garten gehört weltweit zu den größten innerstädtischen Parks. Auf dem weitläufigen Gelände sind viele fast magische Plätze zu entdecken. Den wohl besten Ausblick gibt es vom Monopteros herab. Der tempelartige Rundbau wurde 1836 samt Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt. Der Panoramablick über die Stadt ist umwerfend – einfach hinsetzen und genießen. Erst 1972 entstand das Japanische Teehaus. Am Südende des Parks steht es auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach. Japan-Fans treffen sich dort regelmäßig zur traditionellen Teezeremonie. Am dritten Sonntag im Juli steigt rund ums Teehaus das "Japanfest".
Das wohl bekannteste Bauwerk im Englischen Garten ist der Chinesische Turm. Der Pagodenbau im kaiserlich-chinesischen Stil ragt 25 Meter in die Höhe und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, er wurde aber jedes Mal originalgetreu wiederaufgebaut. Gleich nebenan gibt es für die Kleinen ein Kinderkarussell im Biedermeier-Stil mit Kutschen, Wagen, Schlitten und 20 geschnitzten Holz-Tieren. Hinter dem Chinesischen Turm steht das Rumfordschlössl, ein klassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1791. Es wird heute als Natur- und Kulturtreff für Jugendliche genutzt.
Kulturelle Events
Ein Top-Ereignis ist der Kocherlball am Chinesischen Turm, der einmal jährlich meist an einem Sommersonntag im Juli zwischen 6 und 10 Uhr morgens stattfindet. Der Trachtenball geht zurück auf eine Tradition Münchner Hausangestellter, die sich vor der Arbeit zum Tanz trafen. Laienschauspieler führen an den Sommer-Wochenenden im nördlichen Englischen Garten regelmäßig Theaterstücke unter freiem Himmel auf. In das Amphitheater nahe der Studentenstadt bringen Zuschauer auch Picknick und Lampions mit. Im Japanischen Teehaus im Südteil gibt es, wie schon oben erwähnt, regelmäßig traditionelle Teezeremonien und im Juli das Japanfest.
Süd- und Nordteil: Was ist der Unterschied?
Der Englische Garten unterteilt sich in den belebten Südteil und den eher ruhigen Nordteil. Der Südteil ist das Areal von der Prinzregentenstraße bis zum Mittleren Ring. Dort pulsiert das urbane Freizeit-Leben: Die Liegewiesen sind voller Sonnenanbeter, aus den "Ghetto-Blastern" tönt die neueste Musik. Die vermischt sich mit dem Sound der Trommler vom Monopteros und der Blasmusik vom Chinesischen Turm zum typischen Englischer Garten Geräuschteppich, der bis tief nach Schwabing hinein zu hören ist.
Und wie es sich für eine Großstadt gehört: Sehen und gesehen werden spielt im Südteil eine wichtige Rolle – egal ob Einheimischer oder Tourist. Wer beim Spazierengehen, Joggen oder Radfahren gerne seine Ruhe haben will, den verschlägt es meist in den Nordteil ab dem Mittleren Ring bis in den Stadtteil Freimann hinauf. Hier präsentiert sich der Park mit seinen wilden Wiesen verträumter. Im Nordteil entflieht man der Großstadt-Hektik am besten.
Geschichte des Englischen Gartens
Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde der Englische Garten laufend verändert, immer wieder kamen neue Gebäude und Grünanlagen hinzu – zum Beispiel die Hirschau oder der alte Militärgarten. Alles begann 1789, als Kurfürst Karl Theodor den Auftrag gab, an der Isar einen öffentlichen Park anzulegen. Er sollte der Armee Erholung bieten – wurde dann aber 1792 als Volkspark für die damals rund 40.000 Münchener Bürger eröffnet. Für die ursprüngliche Gestaltung des Parks sind der Brite Benjamin Thompson, der spätere Reichsgraf von Rumford, sowie der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell verantwortlich. Den Namen "Englischer Garten" erhielt der Park, weil er nicht als minutiös geometrisch ausgelegter Französischer Barockgarten, sondern im Stile eines englischen Landschaftsparks angelegt wurde.
Im Wandel der Jahreszeiten: Bilder vom Englischen Garten
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Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung
Lage:
Der Englische Garten erstreckt sich entlang der Isar von Süd nach Nord, vom Haus der Kunst an der Prinzregentenstraße bis nach Unterföhring im Norden Münchens.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Parallel zum Südteil des Englischen Gartens verlaufen die U-Bahn-Linien U3 und U6, Letztere noch weiter entlang des Nordteils. Von der Universität, der Giselastraße oder der Münchner Freiheit aus erreicht man den Englischen Garten vom Westen her bequem zu Fuß oder mit den Bussen 154 und 54, die von den genannten U-Bahn-Stationen zum Chinesischen Turm fahren. Von Süden fährt man mit den Linien U4 und U5 bis Haltestelle Lehel und geht dann Richtung Haus der Kunst oder nimmt die Tram 18, die am Englischen Garten entlang bis zum Chinesischen Turm (Haltestelle Tivolistraße) fährt.
Parkplätze:
Parkplätze finden sich überwiegend in der Nähe der Gastronomiebetriebe, wie Hirschau, Chinesischer Turm, Aumeister und am Seehaus. Diese sind jedoch meist überfüllt. Also besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad anreisen.
Bewertungen zu Englischer Garten
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von anonym am 16.05.2012
Der schönste Garten der Welt, offen für alle die sich erholen wollen. Super
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von anonym am 03.08.2012
Egal zu welcher Jahreszeit, es ist immer schön hier spazieren zu gehen.
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von anonym am 03.08.2012
ich liebe den Englischen Garten und bin sooft wie möglich dort. Auch das Seehaus dort.
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von anonym am 03.08.2012
genialer Parke - vor allem die Surfer am Eisbach sind eine Show für sich
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von anonym am 08.08.2012
Einer der Hauptgründe, warum ich diese Stadt so liebe! Wenn ihn nur alle sauber halten würden...
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von anonym am 21.08.2012
Ich bin der Peter aus Passau. Der Englische Garten ist das schönste auf der Welt für mich. In Kombination mit dem Münchner Umland unschlagbar. München ist die grünste Stadt!
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von anonym am 25.10.2012
Ich stamme aus der Schweiz, war erst zweimal da, aber sicherlich nicht das letzte Mal. Der Garten ist wirklich wunderbar angelegt und lohnt sich, zu erkunden