Odeonsplatz
Odeonsplatz mit Felherrnhalle und Theatinerkirche
Odeonsplatz
Odeonsplatz mit Felherrnhalle und Theatinerkirche
Der Odeonsplatz begrenzt die historische Altstadt im Norden. Im Jahr 1816 beauftragte Ludwig I., damals noch Kronprinz, den Architekten Leo von Klenze mit der Gestaltung der Ludwigstraße, die auch den Odeonsplatz mit einschließt.
Friedrich von Gärtner ließ in den Jahren 1841 bis 1844 als königlicher Baumeister die Feldherrenhalle am Odeonsplatz errichten. Sein Vorbild war die florentinische Loggia dei Lanzi.
Die Stufen neben den steinernen Löwen laden zum Verweilen ein.
Die Feldherrenhalle am Anfang der Fußgängerzone ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen.
Gleich neben der Feldherrenhalle ragen die Türme der spätbarocken Stiftskirche St. Kajetan, auch Theatinerkirche genannt, in den weiß-blauen Himmel.
Das Odeon, ein ehemaliges Konzerthaus, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Sitz des Bayerischen Innenministeriums. Das Gebäude wurde in den Jahren 1826 bis 1828 durch Leo von Klenze errichtet.
Das Reiterstandbild zwischen Odeon und dem Leuchtenbergpalais zeigt Ludwig I., König von Bayern (1786-1868).
Mit dem Standbild dankte die Stadt München 1862 seinem König, Bauherren und Förderer der Künste.
Das Palais Leuchtenberg (erbaut 1817-1821 durch Klenze): in Münchens größtem Palais befindet sich heute das Bayerische Finanzministerium.
Im Basargebäude (Leo von Klenze, 1824 bis 1826) befinden sich Geschäfte und Cafés.
Am südlichen Ende des Basargebäudes...
...befindet sich das Hofgartentor (erbaut 1816/17), Leo von Klenzes erstes Bauwerk in München.
Vor dem Café Luigi Tambosi sitzt man eng beieinander und blickt auf den Odeonsplatz. Seit 1810 ist das Tambosi ein Kaffeehaus und demnach das älteste Münchens.
Biergartenatmosphäre gleich nebenan im Hofgarten.
Der Hofgarten wird an zwei Seiten von langen Arkadengängen begrenzt.
Unter Kurfürst Maximilian I. wurde der Hofgarten als italienischer Renaissancegarten angelegt.
Im Zentrum des Hofgartens befindet sich der Dianatempel...
...Im Inneren des um das Jahr 1615 erbauten Pavillons wird bei schönem Wetter oft klassische Musik dargeboten.
Blick vom Hofgarten auf die Theatinerkirche
Die Bayerische Staatskanzlei am östlichen Ende des Hofgartens ist die oberste Landesbehörde des Freistaats Bayern.
Es gibt Orte, an denen könnte München italienischer kaum sein. Eine Kirche im italienischen Spätbarock, eine Loggia nach Florentiner Modell und Münchens ältestes Café. Hier lebt und erlebt man la dolce vita. Einzig der bayrisch-blaue Himmel und die fehlenden ratternden Vespas erinnern daran, dass man sich noch immer nördlich der Alpen befindet.
Der Odeonsplatz ist einer der geschichtsträchtigsten Plätze Münchens. An ihm liegen die königliche Residenz samt Hofgarten, die Feldherrnhalle, die Theatinerkirche, einige Stadtpalais und das langgestreckte Bazargebäude mit dem Café Tambosi und der Bar Schumann. Er ist zugleich die nördliche Begrenzung der Fußgängerzone und Ausgangspunkt der Ludwigstraße, die nach Ludwig I. benannt ist. Er gab auch dem Odeonsplatz sein heutiges Aussehen.
Einen der schönsten Blicke auf die Ludwigstraße hat man von den Stufen der Feldherrnhalle aus. Sie ist eine Nachbildung der Loggia dei Lanzi in Florenz und wurde 1844 fertiggestellt von Friedrich von Gärtner im Auftrag von Ludwig I. Sie wurde zu Ehren des bayerischen Heeres errichtet, zwei große steinerne Löwen wachen über Bronzestatuen der Feldherren Graf Tilly und Fürst Wrede sowie dem Bayerischen Armeedenkmal.
Die Nazis missbrauchten die Feldherrnhalle für Propaganda und Aufmärsche. An ihrer Ostseite am 9. November 1923 wurde der Hitler-Ludendorff-Putsch blutig gestoppt. Ab der Machtergreifung 1933 wurde der "Marsch auf die Feldherrnhalle" alljährlich wiederholt, samt einer Gedenkfeier für die erschossenen Putschisten. Doch daran werden heute die wenigsten denken, die sich auf den kühlen Stufen zum Ratschen, Eis essen und Kaffee trinken verabreden.
Blickt man von den Stufen der Feldherrnhalle nach links, baut sich die imposante Fassade der Theatinerkirche St. Kajetan auf. Sie entstand im späten 17. Jahrhundert im Stile des italienischen Spätbarock. Besonders auffällig ist die hellgelbe Außenfassade, die schon von Weitem zu sehen ist. Neben den zwei großen Türmen und der mächtigen Kuppel beeindruckt vor allem der Innenraum: Er ist reich mit Stuckarbeiten und korinthischen Säulenelementen dekoriert und vornehmlich in Weiß gehalten.
Den schönsten Blick auf Theatinerkirche und Odeonsplatz muss man sich hart erkämpfen, denn die Plätze auf der Sonnenterrasse des Café Tambosi sind heiß begehrt. Es ist Münchens ältestes Kaffeehaus und findet sich im unter Ludwig I. errichteten Bazargebäude. Ideal ist das Tambosi für einen kleinen Snack zwischendurch oder ein Stück Kuchen. Dann noch einen Café dazu – dolce farniente!
An warmen, sonnigen Tagen und in den Abendstunden kann es vorkommen, dass man auf die schattigeren Plätze im Hofgarten ausweichen muss. Was allerdings an den wirklich heißen Tagen eine willkommen kühle Abwechslung bedeutet.
Der Hofgarten begrenzt den Odeonsplatz im Osten. Die barocke Parkanlage entstand im frühen 17. Jahrhundert, das Hofgartentor als Durchgang zum Odeonsplatz ist das erste Bauwerk eines der bekanntesten Münchner Architekten: Leo von Klenze. Der Hofgarten ist eine Oase der Ruhe, der Lärm der Stadt dringt nur gedämpft hinein. Besonders beliebt ist der Park bei Boulespielern: Auf dem sandigen Boden rollen die schweren Kugeln besonders gut.
Odeonsplatz, aber weit und breit kein Odeon - woher kommt nun der Name? Das Odeon entstand zu Zeiten Ludwigs I. als Konzerthaus, auf dem nordwestlichen Teil des Platzes, spiegelgleich zum Palais Leuchtenberg. Leider fiel der Konzertsaal dem Krieg zum Opfer, das Gebäude wurde bis auf die Fassade vollständig zerstört. Der behutsame Wiederaufbau konnte diese retten, doch das Odeon war für immer verloren. Den Dimensionen des Konzertsaals folgt heute der überdachte Innenhof des bayerischen Innenministeriums, welches hier seinen Sitz hat.
Neben dem Marienplatz ist der Odeonsplatz einer der wichtigsten Veranstaltungsorte für Demonstrationen oder kulturelle Ereignisse in München. Und obwohl der Konzertsaal, das Odeon, verschwunden ist, findet auch die klassische Musik hier noch einen spektakulären Rahmen: alljährlich findet das beliebte Open-Air Konzert "Klassik am Odeonsplatz" statt.
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